Eine zweite Chance für Lebensmittel

Projekt "FairTeiler"-Kühlschrank prämiert / Siegerin Giulia Battaglia im Interview

Salzburger Landeskorrespondenz, 07.06.2018
 

(LK) Eine Million Tonnen Lebensmittel werden pro Jahr in Österreich weggeworfen. Giulia Battaglia unternimmt etwas dagegen. Sie lebt seit Februar als Teilnehmerin des Europäischen Freiwilligendiensts in Salzburg und hat sich überlegt, wie wertvolle Lebensmittel eine zweite Chance bekommen. Für ihren "FairTeiler" wurde sie bei der Aktion "Mein Projekt in Salzburg" ausgezeichnet.

"Mir ist wichtig, dass junge Menschen ihre persönlichen Ideen und Projekte umsetzen können. Mit der Initiative 'Mein Projekt in Salzburg' bieten akzente und das Land Unterstützung für engagierte Jugendliche", so Landesrätin Martina Berthold, die eines der besten Projekte im Jugendzentrum MARK in Salzburg-Gnigl prämierte.

Junge Ideen werden gefördert

Bei "Mein Projekt in Salzburg" wurden Ideen von jungen Menschen in Salzburg zwischen 18 und 24 Jahren mit bis zu 500 Euro unterstützt. Die akzente Jugendinfo hat die Ideengeber beraten und Tipps zur Umsetzung gegeben. Eine davon ist Giulia Battaglia, die Übriggebliebenes einfach und sinnvoll nutzen will und das mit dem "FairTeiler" umgesetzt hat.

LMZ: Was genau ist der "FairTeiler"?

Giulia Battaglia: Ein öffentlicher Kühlschrank, den jeder nutzen kann, um Lebensmittel mit anderen Menschen zu teilen, anstatt sie wegzuwerfen. Das können Privatpersonen, aber auch Besitzer von Geschäften sein, die unverkaufbare Ware nicht verschwenden wollen.

LMZ: Wo oder wie lässt sich der "FairTeiler" einsetzen?

Giulia Battaglia: Er wird im MARK eingesetzt, einem Freizeitzentrum, wo viele verschiedene kulturelle Veranstaltungen und Workshops stattfinden.

LMZ: Wie bist Du auf diese Idee gekommen?

Giulia Battaglia: Ich interessiere mich schon seit langem für die Foodsharing-Bewegung, weil es ein wichtiger Teil von einer umweltfreundlichen Einstellung ist, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Es gibt an der Naturwissenschaftlichen Fakultät und im Fakultätsgebäude am Rudolfskai bereits zwei vergleichbare Angebote, aber beide sind im Süden der Stadt. Ich dachte, es wäre besser, weitere Foodsharing-"Hotspots" in andere Stadtgebiete zu stellen. Je mehr, desto besser! INT_180606_60 (sm/mel)

Rückfragen: Philipp Penetzdorfer, Büro Landesrätin Martina Berthold, Tel.: +43 662 8042-4888, E-Mail: philipp.penetzdorfer@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.

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