Wie die Bilder gemacht wurden

Schellhorn bei Eröffnung der Ausstellung "Ultramarin und Muschelgold – Wie die Bilder gemacht wurden" in der Residenzgalerie Salzburg

Salzburger Landeskorrespondenz, 08.06.2018
 

(HP)  Mit Zeitreisen vergleicht Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn die zahlreichen und hochwertigen Sonderausstellungen im Salzburger DomQuartier. Und eine solche Zeitreise unternahm Landesrat Schellhorn gestern Abend auch selber. Denn die Eröffnung der Ausstellung "Ultramarin und Muschelgold – Wie die Bilder gemacht wurden" in der Residenzgalerie Salzburg war für Schellhorn zugleich auch die letzte als Museumsreferent in dieser Regierungsperiode.

"Wie die Bilder gemacht wurden" ist das Thema der aktuellen Sonderpräsentation. Anhand von ausgewählten Meisterwerken aus dem Sammlungsbestand der Residenzgalerie wird der Entstehungsprozess von Kunstwerken veranschaulicht und Einblick in die Rezepturen der Künstler genommen. Die Ausstellung ist eine Überarbeitung und Neugestaltung des Vorgängers aus dem Jahre 1996 mit dem Titel "Grünspan und Schildlaus". Angestrebt wurde dabei nicht eine systematische oder umfassende Auseinandersetzung mit Maltechnik, sondern die Betrachtung der wichtigsten Arbeitsweisen der Meister des 16. bis 19. Jahrhunderts.

Den Alten Meistern über die Schulter blicken

"Sonderausstellungen im DomQuartier sind wie Zeitreisen, bei denen die Besucherinnen und Besucher den Alten Meistern über die Schulter blicken können", betonte Landesrat Schellhorn gestern Abend. "Aus einer DomQuartier-Sonderausstellung geht man stets mit einer Horizont- und Wissenserweiterung nach Hause. Bei dieser Sonderausstellung geht es darum, alte Herstellungstechniken neu zu erfahren. Das Team des DomQuartiers bringt dabei immer neue Ideen in die Vermittlungsarbeit ein und weitet das Spektrum innovativer Vermittlungsangebote aus."

Mit freiem Auge erkennbare Korrekturen der Künstler

Temperamentvolle Virtuosen des Barock schenken Kostproben ihrer Handschrift, ihrer Sprezzatura. Mit Künstlern wie Rembrandt, Bernardo Strozzi, Federico Barocci, Luca Giordano, Alessandro Magnasco, Franz Anton Maulbertsch, Hans Makart und vielen anderen erweist sich die Residenzgalerie Salzburg diesbezüglich als wahre Fundgrube. "Wichtiges Kriterium für die Gemäldeauswahl sind die mit freiem Auge erkennbaren Spuren von Malwerkzeugen, Pigmenten, Bildträgern sowie die eigenhändigen Korrekturen der Künstler", so die Ausstellungskuratorin Erika Oehring.

Ausstellung läuft bis 26. November

Den Mittelpunkt der Präsentation bildet ein prächtiges Spektrum von Pigmenten. Besonders bemerkenswerte Werkspuren in den Gemälden wurden durch Detailaufnahmen von Ulrich Ghezzi fotografisch dokumentiert. "Mit dieser Präsentation ist das Publikum eingeladen, einen ungewöhnlichen Blick auf die Kunstwerke zu werfen und aktiv auf eine spannende künstlerische Spurensuche zu gehen", so Elisabeth Resmann, Geschäftsführerin DomQuartier Salzburg.

Zu sehen sind die Werke bis 26. November in der Residenzgalerie. LK_180608_51 (grs/jus)

Rückfragen: Johanna Jenner, Büro Landesrat Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.

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