Das Gesetz ändert sich. Das Gewissen nicht.

Verwaltungsrichter diskutieren in Salzburg über Ethik, Verantwortung und Einflussnahme

Salzburger Landeskorrespondenz, 08.06.2018
 

(LK) "Das Gesetz ändert sich. Das Gewissen nicht", ist von Sophie Scholl überliefert. Sie wurde als Mitglied der Studentengruppe "Weiße Rose" vom NS-Staat hingerichtet. "Diese Erkenntnis und Forderung haben sich mehr als 50 Richterinnen und Richter aus allen Bundesländern sowie aus Bayern und Bulgarien heuer zum Motto ihrer Maitagung gemacht, die nach mehr als 20 Jahren Pause nach Salzburg zurückkehrt", erklärte Landtagspräsident Josef Schöchl bei der Eröffnung.

Verwaltungsrichter gehen in der Landeshauptstadt gemeinsam mit Rechtsexperten der Frage nach, welche moralischen Grundsätze für den Berufsstand gelten und wie mit versuchter Einflussnahme umgegangen wird. In Salzburg wurde 1982 eine Diskussion zur Ethik im Richteramt gestartet, der 2007 in der "Welser Erklärung" mündete: Grundrechte sollen nie in Frage gestellt werden, Richter unabhängig entscheiden, aber sich auch selbstverantwortlich weiterentwickeln. BT_180608_60 (sm/jus)

Rückfragen: Josef Hörmandinger, Büro Landtagspräsident Schöchl, Tel. +43 662 8042-2609, E-Mail: josef.hoermandinger@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.

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