Schutzgebiet

Seetaler See
Kategorie:Europaschutzgebiet - Natura2000 (ESG)
NOKEY:ESG00016
Fläche:214,54 ha
Seit:2002, letzte Ausweisung 2008
Schutzzweck:LGBL 32/2008, § 2
LGBl 32/2008
Rechtsgrundlage:Naturschutzgesetz
Sitecode:AT3207020
Beschreibung:Der Landschaftsbereich liegt an einer Wasserscheide zwischen den glazial überprägten Höhen des Überling und Sauerfeldberg, am Fuße des Gstoders (Bereich Ostalpen) und ist, Pollenuntersuchungen zufolge, schon seit 5000 Jahren besiedelt. Der Kernbereich wird von dem See mit seinem breiten Schwingrasengürtel belegt. Ein sich in den See ergießender Bach wurde vor einigen Jahren verlegt. Der See selbst wurde einst durch einen Schwemmkegel aufgestaut. Der den Kernbereich umgrenzende Landschaftsschutzbereich ist von Wirtschaftswäldern und Einödfluren geprägt. Das Gebiet ist mit Wanderwegen und Informationsstellen gut erschlossen.
Flora:Der offene See, bekannt für seinen Reichtum an Zieralgen, weist am Ostufer einen Grauerlenbestand auf, während die anderen Randbereiche mit dem größten Bestand Österreichs an Schwingrasen und Mooren mit unterschiedlichen Vegetationstypen, gesegnet ist. Durch den Ost-West-Verlauf des Tales und den steilen Hängen des Schwarzenbachwaldes im Süden, wird der Nordteil durch Sonneneinstrahlung stark erwärmt, wogegen die Vegetation des Südufers durch winterliche, nächtliche Kältestaus extremen klimatischen Bedingungen ausgesetzt ist. Der seltene Siebenstern ist ein Vertreter der besonderen Pflanzeinheiten. Der Fichten-Tannen- Wald, der den sensiblen Bereich der Kernzone umgrenzt, ist mit lebenden Hochmooren und Latschenmooren durchsetzt.
Fauna:Dieses Feuchtgebiet mit den angrenzenden Wiesen- und Gehölzstrukturen bietet eine Menge von Tierarten einen Lebensraum. Fledermäuse nutzen die Fels- und Bäumhöhlen sowie Altholz und verschiedene Gehölzstrukturen. Im Waldbereich kann man Schwarzspecht und Raufußhühner beoachten (Hasel-, Auerhuhn). Die nassen Flächen hingegen sind Laichgewasser für Amphibien (Molch, Erdkröte, Grasfrosch). Eidechse, Ringelnatter und Kreuzotter huschen und schlingeln sich heimlich davon. Durchziehende Feuchtgebietsbewohner wie Zwergdommel, Flussuferläufer und Zwergtauchen finden hier ebenso eine Raststätte.
Anmerkung:Fläche 1 ist das ehemalige NDM Seethaler See, jetzt der Bereich Seetaler See Kernzone.
Biogeographische Region: a: Alpin
IUCN:IV: Biotop-/Artenschutzgebiet mit Management
Landschaftsraum: 19 Nockberge; 21 Niedere Tauern;
Bewertung:
Ökologie: 4: groß Erholung: 4: groß
Artenschutz: 4: groß Wohlfahrt: 3: durchschnittlich
Landschaftsästhetik: 4: groß Nutzung: 1: keine, sehr gering
Wissenschaft: 5: sehr groß Kulturgeschichte: 1: keine, sehr gering
Flächendetails:
Datum ab Fläche Info
3.12.2002 2.145.439 m² Meldung EU
30.4.2008 2.145.439 m² LGBl 32/2008
Teilflächen:
Fläche 1: 207.988 m²
Fläche 2: 1.937.450 m²
Fläche 3: 0 m²
VSR: 0 m²
FFH: 2.145.439 m²
VSR und FFH: 0 m²
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