Schutzgebiet

Seetaler See
Kategorie:Landschaftsschutzgebiet (LSG)
NOKEY:LSG00062
Fläche:214,54 ha
Seit:2008
Schutzzweck:LGBl 32/2008
Rechtsgrundlage:Naturschutzgesetz
Beschreibung:Der "Seethalersee" liegt an einer Wasserscheide, zwischen den glazial überprägten Höhen des Überling und Sauerfeldberg, am Fuße des Gstoders (Bereich Ostalpen) und ist, Pollenuntersuchungen zufolge, schon seit 5000 Jahren besiedelt. Der Kernbereich ist vom See mit seinem breiten Schwingrasengürtel geprägt. Ein in den See einmündender Bach wurde vor einigen Jahren verlegt. Der See selbst wurde einst durch einen Schwemmkegel aufgestaut. Der den Kernbereich umgrenzende Landschaftsschutzbereich ist von Wirtschaftswäldern und Einödfluren geprägt. Das Gebiet ist mit Wanderwegen und Informationsstellen gut erschlossen.
Flora:Der offene See, bekannt für seinen Reichtum an Zieralgen, weist am Ostufer einen Grauerlenbestand auf, während die anderen Randbereiche mit dem größten Bestand Österreichs an Schwingrasen und Mooren mit unterschiedlichen Vegetationstypen, gesegnet ist. Durch den Ost-West-Verlauf des Tales und den steilen Hängen des Schwarzenbachwaldes im Süden, wird der Nordteil durch Sonneneinstrahlung stark erwärmt, wogegen die Vegetation des Südufers durch winterliche, nächtliche Kältestaus extremen klimatischen Bedingungen ausgesetzt ist. Der seltene Europa-Siebenstern ist ein Vertreter der besonderen Pflanzeinheiten. Auch die Feuerlilie hat hier ein sicheres Überlebensgebiet. Der Fichten-Tannen- Wald, der den sensiblen Bereich der Kernzone umgrenzt, ist mit lebenden Hochmooren und Latschenmooren durchsetzt.
Fauna:Dieses Feuchtgebiet mit den angrenzenden Wiesen- und Gehölzstrukturen bietet eine Menge von Tierarten einen Lebensraum. Im Waldbereich kann man Schwarzspechte beobachten. Durchziehende Feuchtgebietsbewohner wie Flussuferläufer und Zwergtauchen finden hier eine Raststätte.Der See ist Laichgewasser für Amphibien (Bergmolch, Erdkröte, Grasfrosch). Hier leben auch die Ringelnatter sowie mindestens 13 Libellenarten, darunter die Kleine Moosjungfer, die Kleine Binsenjungfer und die Arktische Smaragdlibelle.
Anmerkung:
Biogeographische Region: a: Alpin
IUCN:V: Geschützte Landschaft / Geschütztes Marines Gebiet
Landschaftsraum: 19 Nockberge; 21 Niedere Tauern;
Bewertung:
Ökologie: 4: groß Erholung: 4: groß
Artenschutz: 4: groß Wohlfahrt: 3: durchschnittlich
Landschaftsästhetik: 4: groß Nutzung: 1: keine, sehr gering
Wissenschaft: 5: sehr groß Kulturgeschichte: 1: keine, sehr gering
Flächendetails:
Datum ab Fläche Info
30.4.2008 2.145.439 m² LGBl 32/2008
Teilflächen:
Fläche 1: 207.988 m²
Fläche 2: 1.937.450 m²
Fläche 3: 0 m²
Fläche 4: 0 m²
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