Schutzgebiet

Liechtensteinklamm
Kategorie:Naturdenkmal (NDM)
NOKEY:NDM00051
Fläche:25,03 ha
Seit:1942
Schutzzweck:
Rechtsgrundlage:Naturschutzgesetz
Beschreibung:Fürst Johannes von und zu Liechtenstein ließ die in der Folge nach ihm benannte "Liechtensteinklamm" in St.Johann/Pg im Jahr 1875 durch Wege, Geländer und Brücken öffentlich begehbar machen. Die tosenden und reißenden Wasser schnitten sich tief in die Kalk- und Schiefergesteinsschichten ein. Der umgebende Fels erfuhr eine langsamere Erosion, so dass eine bis 300 m tiefe und an einigen Durchgangstellen nur 3,5 m breite Schlucht entstand. Die Klamm selbst lässt sich in mehrere Bereiche einteilen: Durchbruch, Kessel, Dunkelklamm und ein weiterer, durch einen Tunnel erreichbarer Kessel. Den Abschluss bildet der 50 m hohe Schleierwasserfall, der allerdings technischen Ursprungs ist (Überwasser aus der Fassungsstelle einer oberhalb gelegenen Wasserkraftanlage. Die Klamm bietet mit den engstehenden Felswänden, den tosenden Wassermassen und der sprühenden Gischt, die bei seltenen Sonnenlichteinfällen einen Regenbogen bildet, eine außergewöhnliche Atmosphäre.
Flora:Die Schluchtvegetation setzt sich aus Moos- und Farnvorkommen zusammen. Zu ihnen gesellen sich weitere, feuchtigkeitsliebende, an dämmrige Lichtverhältnisse angepasste Pflanzen. Die Felsen tragen an nicht zu steilen Stellen Reitgrasfluren mit Wald-Geißblatt und Berg-Goldnessel sowie Pariser Hexenkraut. Baumarten wie Buche und Bergahorn bilden zusammen mit anderen Arten an einer kleinen Stelle einen typischen Schluchtwald.
Fauna:
Anmerkung:
Biogeographische Region: a: Alpin
IUCN:III: Naturdenkmal
Landschaftsraum: 16 Östliche Hohe Tauern; 21 Niedere Tauern;
Bewertung:
Ökologie: 4: groß Erholung: 4: groß
Artenschutz: 3: durchschnittlich Wohlfahrt: 3: durchschnittlich
Landschaftsästhetik: 5: sehr groß Nutzung: 2: gering
Wissenschaft: 3: durchschnittlich Kulturgeschichte: 2: gering
Flächendetails:
Datum ab Fläche Info
22.9.1942 250.277 m² 3100 a/46
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Grundstücke [ein-/ausblenden]