Schutzgebiet

Weidmoos
Kategorie:Europaschutzgebiet - Natura2000 (ESG)
NOKEY:ESG00003
Fläche:140,57 ha
Seit:2005, letzte Ausweisung 2015
Schutzzweck:LGBl 36/2006, § 2
LGBl 36/2006
Rechtsgrundlage:Naturschutzgesetz
Sitecode:AT3225000
Beschreibung:Der an der nördlichen Landesgrenze liegende Moorkomplex ist ein Teil eines Moorkörpers, der sich weit bis nach Oberösterreich (Ibmer Moor) gezogen hat. Das seit 2000 aufgelassene Torfbaugebiet zeigte Spuren der Verheidung und Verwaldung. In den Jahren 2003 - 2007 lief das Life-Projekt "Habitatmanagement im Vogelschutzgebiet". Nach den gesetzten Renaturierungmaßnahmen entwickelte sich ein sekundäres Biotopmosaik mit Stillgewässern, schilfdurchsetzten Weidegebüschen und Streuwiesen. Es werden auch weiterhin Pflegemaßnahmen gesetzt, um ein Zuwachsen der Fläche zu verhindern.
Flora:Nur beispielhaft können einige seltene und naturschutzfachlich bedeutsame Pflanzenarten genannt werden: In den dauerhaft nassen Bereichen finden sich Froschlöffel, Wasserstern, Quirlblättriges Tausendblatt, Dreispaltige Wasserlinse und Große Teichlinse. Im Hochmoorrest kommen typische Hochmoorarten wie Rundblättriger und Mittlerer Sonnentau, Moosbeere, Rosmarinheide und verschiedene Torfmoose vor, sowie ein kleiner Bestand des Moorbärlapps. In den noch jungen Streuwiesen und an Ruderalstellen haben sich einige bemerkenswerte Arten etablieren können wie z.B. Zypergrassegge, Helmknabenkraut, Kleines Tausendgüldenkraut sowie Gelbes und Braunes Zypergras. Da die erst nach dem Torfabbau entstandenen Streuwiesen ansonsten noch artenarm sind, wird hier seit 2015 das Projekt "Wiesenvielfalt Weidmoos" zur Erhöhung der Artenvielfalt der Streuwiesen durch Ansaat und Mähgutübertragung durchgeführt.
Fauna:Im Bereich der verbliebenen mächtigen Torfschichten mit spärlicher Vegetation tummeln sich Flussregenpfeifer und Schwarzkehlchen. Die vielen kleinen Stillgewässer nehmen Zwergtaucher, Knäkente und Watvögel gerne an. Die Schilfbestände sind ein begehrter Platz von Rohrsänger, Blaukehlchen und dem überwinternden Silberreiher. Die um das Moorgebiet liegenden Streuwiesen bieten sich dem Brachvogel und Kiebitz als Brut- und Nahrungsgebiet an. Weitere Vertreter aus der Tierwelt finden sich unter den Amphibien, Insekten und Fledermäusen.
Anmerkung:
Biogeographische Region: k: Kontinental
IUCN:IV: Biotop-/Artenschutzgebiet mit Management
Landschaftsraum: 1 Nordwestlicher Flachgau;
Bewertung:
Ökologie: 1: keine, sehr gering Erholung: 1: keine, sehr gering
Artenschutz: 1: keine, sehr gering Wohlfahrt: 1: keine, sehr gering
Landschaftsästhetik: 1: keine, sehr gering Nutzung: 1: keine, sehr gering
Wissenschaft: 1: keine, sehr gering Kulturgeschichte: 1: keine, sehr gering
Flächendetails:
Datum ab Fläche Info
22.2.2005 1.359.313 m² Meldung EU
26.4.2006 1.359.313 m² LGBl 36/2006
17.3.2015 1.405.680 m² Meldung EU
15.6.2015 1.405.680 m² LGBl 53/2015, Erweiterung, Änderung §7
Teilflächen:
Fläche 1: 0 m²
Fläche 2: 0 m²
Fläche 3: 0 m²
VSR: 1.405.680 m²
FFH: 0 m²
VSR und FFH: 0 m²
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