Schutzgebiet

Bluntautal
Kategorie:Geschützter Landschafteil (GLT)
NOKEY:GLT00007
Fläche:433,80 ha
Seit:1980, letzte Ausweisung 1993
Schutzzweck:VO 441-309/9-1979, 21.5.1980, zum GLT
Rechtsgrundlage:NSchG
Beschreibung:Das einstige Jagdgebiet des Erzherzog Franz Ferdinand, der auch eine Forststraße zur Jochalm bauen ließ, ist umgrenzt von den Wänden des Hohen Göll (ein Teil der Nördlichen Kalkalpen) und dem Hagengebirge. Dieses U-förmige Tal hat eine Breite von rund 500 m und wird vom Fischbach bzw. der Torrener Ache in die Salzach entwässert. Das Tal ist mit künstlich angelegten Seen, die von Nebenarmes des Baches und Grundwasser gespeist werden, bestückt.
Flora:Auf den steilen Abhängen wechseln sich Schutthaldenvegetation mit Blockwald ab. Im Talboden finden sich Quellfluren und Mischwald. Rund um die Bäche sind Ausbildungen von Gebirgsauen möglich. Folgende Vegetationstypen und Vertreter der wärmeliebenden Flora sind zu vorhanden: Seidelbast, Nestwurz, Schneerose, Waldvögelein, Knabenkräuter, Schneeball, Waldrebe, verschiedene Farnarten.
Fauna:Das Tal bietet vielfältige Lebensräume: Schotterbänke für Kiesbankbrüter, Felswände für Horst- und Schlafplätze, durch die wärmeliebende Flora sind die Hälfte aller Arten der Schmetterlingsfauna hier vertreten (z.B. Apollo- und Scheckenfalter, Augsburger Bär). Der Ort bietet auch ein Habitat für Amphibien und Schlangen, die Wälder sind ein Paradies für Vögel. Schon seit langen Zeiten ein beliebtes Jagdgebiet, sind auch Rot-, Gams- und Rehwild hier beheimatet. Als ruhiger Naturbeobachter kreuzt hin und wieder ein Hase oder Fuchs den Weg. Laut der Gollinger Chronik soll es hier Jagdveranstaltungen auf Bär, Wolf und Luchs, ohne Büchse, gegeben haben. Eine Höhle, als Bärenloch bezeichnet, mit Funden von Knochenresten, untermauert diese Darstellung.
Anmerkung:
Biogeographische Region: a: Alpin
IUCN:IV: Biotop-/Artenschutzgebiet mit Management
Landschaftsraum: 9 Kalkhochalpen;
Bewertung:
Ökologie: 5: sehr groß Erholung: 4: groß
Artenschutz: 4: groß Wohlfahrt: 4: groß
Landschaftsästhetik: 4: groß Nutzung: 3: durchschnittlich
Wissenschaft: 4: groß Kulturgeschichte: 1: keine, sehr gering
Flächendetails:
Datum ab Fläche Info
21.5.1980 4.337.971 m² VO 441-309/9-1979, 21.5.1980, zum GLT
1.6.1992 4.337.971 m² VO 3/253-175/18-1992, Änderung VO 21.5.1980, Art. I, e
30.7.1993 4.337.971 m² VO 3/253-175/20-1993, Änderung VO 21.5.1980
Teilflächen:
Fläche 1: 0 m²
Fläche 2: 0 m²
Fläche 3: 0 m²
Biotope [ein-/ausblenden]
Grundstücke [ein-/ausblenden]