Auszeichnung für Walter Schwaiger

Drexler: Saalfeldner Altbürgermeister erhielt den Pinzgauer Ehrenring

Salzburger Landeskorrespondenz, 03.02.1997
 

LK Der Saalfeldner Altbürgermeister Walter Schwaiger wurde kürzlich mit dem Pinzgauer Ehrenring ausgezeichnet. Schwaigers politische Karriere hatte 1965 mit der Wahl in die Gemeindevertretung begonnen, ab 1972 fungierte er als Vizebürgermeister und von 1978 bis 1996 übte er das Bürgermeisteramt in Saalfelden aus. Die Bürgermeister des Bezirkes Pinzgau haben auf ihrer jüngsten Konferenz beschlossen, Schwaiger für dessen Engagement mit dem Ehrenring auszuzeichnen, teilte heute Freitag, 31. Jänner, Bezirkshauptfrau Dr. Rosmarie Drexler mit.

Walter Schwaiger wurde am 22. August 1935 in Saalfelden geboren. Nach dem Abschluß einer Kfz-Mechanikerlehre absolvierte er die Sozialakademie der Arbeiterkammer Wien. Er wurde Bediensteter der Marktgemeinde Saalfelden und übernahm 1969 die Leitung der Betriebsverwaltung Saalfelden. 1965 wurde er in die Gemeindevertretung gewählt, ab 1969 war er Gemeinderat und schließlich Vizebürgermeister und Bürgermeister. Von Beginn seiner Bürgermeistertätigkeit an habe er neben traditionellen, volkstümlichen Kulturströmungen auch die alternative Richtung, wie das alljährlich stattfindende und inzwischen über die Grenzen Österreichs hinaus bekannte Jazzfestival gefördert, so Bezirkshauptfrau Drexler. Walter Schwaiger hat auch mitgeholfen, daß Saalfelden zu einer der Schulstätten des Pinzgaus geworden ist. Unter seiner Führung wurde 1985 der Saalfeldener Rathausplatz zur Fußgängerzone umgestaltet. Diese erfüllt heute eine wichtige Funktion als Veranstaltungsort und Treffpunkt für die Bevölkerung.

Auch in Umweltbelangen sei Schwaiger ein Pionier gewesen, so Drexler weiter. So habe 1988 die Gemeinde Saalfelden als erste Gemeinde des Bundeslandes einen Umweltberater eingestellt. Im folgenden Jahr wurde bereits die Mülltrennung in einigen Ortsteilen begonnen. 1994 wurde unter Schwaigers Führung auch das Bildungszentrum Saalfelden fertiggestellt. Außerdem war er in einigen Unternehmungen Aufsichtsratsmitglied, wie zum Beispiel in der Aberg-Bahn Liftgesellschaft, der Zemka, der Wohnbaugenossenschaft, und er war Obmann des Reinhalteverbandes Pinzgauer Saalachtal. B20-40