Auszeichnungen des Landes für verdiente Salzburger

Schausberger überreichte bei einem Festakt Auszeichnungen des Landes Salzburg

Salzburger Landeskorrespondenz, 12.03.1997
 

LK Ausgezeichnet mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Landes Salzburg wurde Mag. Siegfried Lackinger aus Linz, mit dem Silbernen Ehrenzeichen des Landes Salzburg Ministerialrat Dr. Karl Fuchs aus Klosterneuburg und Hofrat Mag. Edwin Gräupl aus Salzburg. Das Goldene Verdienstzeichen des Landes Salzburg erhielten Kurt Breuer aus Wiesbaden, Ing. Ferdinand Doll aus Seekirchen, Josef F. Holzleitner aus Salzburg, Hochschulprofessor Bruno Steinschaden aus Hallwang, Chefredakteur i.R. Odo Stierschneider aus Hallein und Dipl.-Vw. Dr. Kurt Weinkamer aus Salzburg. Das Abzeichen des Landes Salzburg Pro Caritate ging an Marianne Wessenmayr aus Radstadt. Landeshauptmann Univ.-Doz. Dr. Franz Schausberger überreichte Dekrete und Insignien der Auszeichnungen vergangene Woche bei einem Festakt in der Salzburger Residenz.

Mag. Siegfried Lackinger war ab dem Jahre 1983 Leiter des Post- und Telegrapheninspektorates Salzburg und ist seit 1988 Präsident der Direktion Linz der Post und Telekom Austria für Oberösterreich und Salzburg. Zu seinen besonderen Verdiensten zählen die ständigen Verbesserungen der postalischen Infrastruktur und der fernmeldetechnischen Versorgung sowie der Ausbau, die Modernisierung beziehungsweise Digitalisierung des Fernsprechnetzes.

Ministerialrat Dr. Karl Fuchs war bis zu seiner Ruhestandsversetzung im Jahre 1996 Stellvertretender Sektionschef im Bundesministerium für Finanzen. In dieser Position war er Gruppenleiter der Zoll- und Integrationssektion und Hauptverfasser der Österreichischen Zollgesetze 1955 und 1988. Unter seiner Leitung wurde auch das Zollrechts-Durchführungsgesetz geschaffen und das Pilotprojekt Modell Salzburg mit großen Verfahrenserleichterungen für die Wirtschaft eingeführt.

Hofrat Mag. Gräupl ist seit dem Jahre 1983 Landesschulinspektor für Allgemeinbildende höhere Schulen im Bundesland Salzburg sowie der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik. Darüber hinaus ist er Leiter der Projektgruppe für Physik beim Unterrichtsministerium zur Entwicklung und Neugestaltung der AHS-Lehrpläne, er ist Autor zahlreicher fachdidaktischer Publikationen sowie Präsident des Vereines Österreichischer Landesschulinspektoren. Er ist ferner seit 1984 Landesleiter des Österreichischen Jugendrotkreuzes, Leitender Komtur der Komturei Salzburg des Ritterordens vom Heiligen Grab und Vizepräsident des Lionsclubs Salzburg Mirabell.

Kurt Breuer ist seit dem Jahre 1963 Gründer und Vorsitzender der Mozart-Gesellschaft Wiesbaden. Es ist dies die weltweit größte Mozart-Gesellschaft. Sie pflegt einen besonders guten Kontakt zur Internationalen Stiftung Mozarteum in Salzburg. Auf seine Initiative hin hat die Mozart-Gesellschaft Wiesbaden auch einen maßgeblichen Förderer-Baustein zum Wiederaufbau des Mozart-Wohnhauses gestiftet. Auch am internationalen Mozart-Wettbewerb der Stiftung Mozarteum und der Hochschule Mozarteum beteiligt sich seine Gesellschaft als großzügiger Sponsor und gibt dem Preisträger die Möglichkeit, sich bei den Konzerten im Wiesbadener Kurhaus einem großen Publikum vorzustellen.

Baumeister Ing. Ferdinand Doll hat im Jahre 1970 als Geschäftsführer den väterlichen Betrieb übernommen. Neben seinen vielfältigen Leistungen als erfahrener Baumeister gilt sein Betrieb auch als hochangesehene Ausbildungsstätte für Lehrlinge. Seit vielen Jahren ist er zudem Mitglied der Lehrlingsprüfungskommission und hat sich durch Jahre hindurch als Prüfungskommissär für die Abnahme der Baumeisterkonzessionsprüfung zur Verfügung gestellt.

Josef Holzleitner war über vier Jahre hindurch Geschäftsführer der Camerata Academica des Mozarteums und von 1983 bis 1996 Geschäftsführer des Salzburger Musikschulwerkes. In dieser Amtszeit war er Motor der Musikschulwerkreform. Unter ihm hat sich die Institution zu einem Großunternehmen mit 345 Lehrkräften, 15 Verwaltungsangestellten und über 7.000 Musikschülern und -schülerinnen entwickelt. Weiters war er auch Mitbegründer der Brauchtumsgruppe Salzburger Stierwascher, über viele Jahre Obmann von Heimatvereinen, Gründungsmitglied der Stille Nacht Gesellschaft, sowie Gründer der vorweihnachtlichen Veranstaltung "A b'sondere Zeit".

Hochschulprofessor Bruno Steinschaden war über viele Jahre Konzertmeister der Camerata Academica sowie des Mozarteum Orchesters Salzburg. Im Jahre 1974 wurde er zum Ordentlichen Hochschulprofessor an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mozarteum in Salzburg ernannt. Von 1983 bis Ende 1996 war er schließlich umsichtiger Direktor des Salzburger Musikschulwerkes. In diesen 13 Jahren ist es ihm mit großem persönlichen Einsatz gelungen, das Salzburger Musikschulwerk zu einer hochqualifizierten Ausbildungsstätte für den musikalischen Nachwuchs zu etablieren. Ein besonderes Anliegen war ihm auch stets die Aus- und Weiterbildung der Kapellmeister sowie der Ausbildungslehrgang für Lehrer von alpenländischen Volksmusikinstrumenten.

Odo Stierschneider war von 1972 bis Ende 1996 Eigentümer, Herausgeber und Chefredakteur der von seinen Eltern gegründeten Halleiner Zeitung. Bis zur Einstellung dieser Zeitung mit Jahresende 1996 war die Halleiner Zeitung die älteste lokale Wochenzeitung des Landes Salzburg. Chefredakteur Stierschneider legte stets großen Wert auf einen konstruktiven und mitgestaltenden Journalismus. Zahlreiche Vorschläge im redaktionellen Teil der Halleiner Zeitung wurden schließlich zum Wohle von Stadt und Bezirk Hallein dank seiner Initiativen auch realisiert und umgesetzt. Darüber hinaus war er auch Gründungsmitglied der beiden Stille-Nacht-Gesellschaften, des Halleiner Lions-Clubs Salina, der Bad Dürrnberger Konzerte, des Halleiner Cityringes sowie der Interessensgemeinschaft Handel und Gewerbe in Hallein.

Dipl.-Vw. Dr. Kurt Weinkamer war über viele Jahre Leiter der bekannten Wachsfabrik Weinkamer. Er hat aber nicht nur als Unternehmer jahrzehntelang für das Salzburger Wirtschaftsleben gewirkt, sondern sich über 30 Jahre auch im geistigen und kulturellen Bereich verdient gemacht. Bereits seit seiner Wahl im Jahre 1965 wirkt Dr. Weinkamer selbstlos als ehrenamtlicher Verwalter der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Durch die Führung der finanziellen Agenden unterstützt er in hervorragender Weise die Zielsetzungen der Salzburger Landeskunde.

Marianne Wessenmayr war in der Zeit von 1972 bis 1984 und ist nunmehr wieder seit dem Jahre 1993 Ortsleiterin der Frauenbewegung Radstadt. Mit verschiedensten Veranstaltungen konnte sie immer wieder finanzielle Mittel für sozial-caritative Zwecke sammeln. Sie konnte in Not geratenen Familien oder sozialen Einrichtungen schnell und unbürokratisch geholfen werden. Ein besonderes Anliegen sind ihr auch die Organisation persönlicher Seniorenheimbesuche, Einladungen zu Gesundheitsvorträgen sowie von Muttertags- und Weihnachtsfeiern. B48-11C