Die Botschaft vom Frieden

Schreiner eröffnete die Krippenausstellung "Xandi Schläffer und Sizilien"

Salzburger Landeskorrespondenz, 26.11.1999
 
Medium: Landeskorrespondenz
LK · Kultur könne ohne Avantgarde, ohne Vorreiter und ohne Provokateure nicht leben. Aber sie könne auch ohne eine solide Basis, einer im Volk verwurzelten und deshalb oft auch geradezu als selbstverständlich gelebten Basis an Kultur, nicht existieren. Ohne eine solche Tiefenverankerung in der Bevölkerung gleite der moderne Kulturbetrieb in Beliebigkeit ab, die alles und jedes überall möglich sein lässt. Das Schaffen des Krippenbauers Xandi Schläffer sei ein Fenster, das einen Blick in die Tiefenstruktur unserer Kultur, nämlich in die Volkskultur, ermögliche. Er zeige Werte, die überregional Geltung beanspruchen dürfen. Er stelle diese Werte aber nicht abstrakt und überzeitlich vor, sondern drücke sie in der Sprache und den Lebensformen seiner engeren Heimat, des Pinzgaues, aus. Das betonte heute Freitag, 26. November, Landtagspräsident Univ.-Prof. Dr. Helmut Schreiner bei der Eröffnung der Krippenausstellung "Xandi Schläffer und Sizilien" im Salzburger Carolino Augusteum.
Die Botschaft der Krippen Xandi Schläffers ist nicht die vordergründig anheimelnde Idylle des Stalles mit der heiligen Familie, den Hirten, den Engeln, dem Ochs und dem Esel und den heiligen drei Königen. Seine Botschaft ist der Friede und ein ganz besonderes Verständnis vom Frieden: der Friede verstanden nicht nur als Angelegenheit, für die Regierende verantwortlich sind, sondern verstanden als Frage der Haltung und Gesinnung jedes Einzelnen, gleich, wo er steht. Dass wahrer Friede nur auf der Basis gegenseitigen Wohlwollens möglich ist, signalisieren die zahlreichen Krippen Xandi Schläffers, so Schreiner. D250-11h