Ehrungsfestakt in der Salzburger Residenz

Schausberger überreichte Dekrete für Berufstitel Professor, Hofrat Baurat, Medizinalrat, Regierungsrat und Oberschulrat

Salzburger Landeskorrespondenz, 06.12.2000
 
Medium: Landeskorrespondenz
LK · Bei dem Ehrungsfestakt am Montag, 4. Dezember, in der Salzburger Residenz überreichte Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger einer Reihe von verdienten Persönlichkeiten die Dekrete über die ihnen von Bundespräsidenten Dr. Thomas Klestil verliehenen Berufstitel:
Den Berufstitel "Professorin" erhielt Ingrid Haebler aus St. Jakob am Thurn: Professor Ingrid
Haebler ist seit bald 50 Jahren auf den Konzertpodien der Welt zu Hause, wo sie mit den größten Orchestern unter den großen Dirigenten unserer Zeit spielt. Die gebürtige Wienerin vermag das Publikum mit ihrer exquisiten Klavierkunst in ihren Bann zu ziehen. Professorin Haebler legte am Mozarteum die Reifeprüfung mit Auszeichnung ab und vervollständigte ihre Studien in Genf. Für ihr großes künstlerisches Schaffen wurde sie mit zahlreichen Preisen bedacht. Von der Pariser Zeitung "Le Figaro" wurde Professorin Haebler ob ihrer berühmten Mozartinterpretationen auch "Madame Mozart" genannt.
Der Berufstitel "Baurat h.c." ging an Dipl.-Ing. Dr. Andreas Sommerauer aus Seekirchen: Baurat h.c. Dipl.-Ing. Dr. Andreas Sommerauer ist Zivilingenieur für Bauwesen in Seekirchen am Wallersee. Dipl.-Ing. Sommerauer hat sich bereits im Laufe seiner Tätigkeit als Universitätsassistent durch großes Fachwissen und umfangreiche Detailkenntnisse ausgezeichnet. In seiner mehr als 20-jährigen beruflichen Tätigkeit als Zivilingenieur für Bauwesen konnte er an zahlreichen interessanten Ingenieurbauwerken seine Vorstellungen von konstruktiver Planungsqualität eindrucksvoll belegen und zählt zu den namhaften Vertretern der "Ingenieur-Baukunst" der Gegenwart.
Den Berufstitel "Hofrat" erhielten Mag. Dr. Ernst Mitgutsch, Dr. Rudolf Seiwald, Dipl.-Ing. Dr. Herbert Suppan sowie Dr. Peter Weixelbaumer (alle aus Salzburg).
Hofrat Mag. Dr. Ernst Mitgutsch steht seit 1. Jänner 1989 dem Musischen Gymnasium in Salzburg als Direktor vor. Bereits der Vater von Direktor Dr. Mitgutsch war als Volksschullehrer tätig. Der gebürtige Salzburger legte 1968 am BG Salzburg die Reifeprüfung ab und studierte nach der Ableistung des Militärdienstes ab 1969 Deutsch und Englisch im Lehramt an der Universität Salzburg. Im Juli 1976 schloss Direktor Mitgutsch seine Studien mit dem Doktorat der Philosophie ab. Nach dem Probejahr und seiner Tätigkeit als Volksschullehrer wurde er mit 1. September 1977 definitiv zum Professor ernannt.
Hofrat Dr. Rudolf Seiwald ist Leiter des Referates "Katastrophenschutz" beim Amt der Landesregierung. Er trat 1972 in der Bezirkshauptmannschaft Hallein in den Landesdienst ein, wo er als Leiter des Polizeiamtes und des Wasserrechtsamtes tätig war. 1982 wurde er in das damalige Referat 6/02 "Umfassende Landesverteidigung und Katastrophenhilfsdienst" versetzt und mit 1. Juli des Jahres mit der Leitung des Referates betraut. Hofrat Dr. Seiwald hat sich unter anderem um die Ausarbeitung des "Handbuches für den behördlichen Einsatzstab" bemüht. Ein weiterer Schwerpunkt konnte mit der Novelle des Rettungsgesetzes im Jahr 1999 gesetzt werden.
Hofrat Dipl.-Ing. Dr. Herbert Suppan ist seit 1994 Landesschulinspektor beim Landesschulrat für Salzburg. Er wurde in Graz geboren und absolvierte dort an der Technischen Universität die Studienrichtung "Wirtschaftingenieurwesen". 1979 trat er in den Schuldienst ein und unterrichtete an der HTL Hallein "Betriebs- und Führungstechnik" sowie "Qualitätsmanagement". Auf Grund seiner hervorragenden fachlichen wie pädagogischen Leistungen wurde er mit 1. März 1994 zum Landesschulinspektor ernannt. Unter anderem gilt das besondere Augenmerk Hofrat Suppans dem technisch-gewerblichen Schulwesen.
Hofrat Dr. Peter Weixelbaumer leitet seit 1996 den Fachbereich Tourismus in der Abteilung 15 des Amtes der Salzburger Landesregierung und übt die Funktion des Landesbeauftragten für Tourismusentwicklung aus. Bereits seit dem Jahr 1971 ist Hofrat Weixelbaumer in verschiedensten Funktionen für das Land Salzburg tätig. Er begann seine berufliche Karriere im Landesverkehrsamt, wo er ab 1973 in leitender Funktion Referatsleiter für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit war. Im Jahr 1986 wechselte er als Prokurist und Leiter des internen Marketings in die neu gegründete Salzburger Land Tourismus GesmbH.
Der Berufstitel Medizinalrat ging an Dr. Ludwig Arnsteiner aus Schwarzach im Pongau, Dr.
Dietrich Lahoda aus Zell am See und Dr. Helmut Traun aus Salzburg.
Medizinalrat Dr. Ludwig Arnsteiner ist seit dem Jahr 1978 Sprengelarzt des Gesundheitssprengels Schwarzach im Pongau. Der gebürtige Uttendorfer studierte nach Absolvierung der Pflicht- und Mittelschule an der Universität Wien Medizin, wo er am 30. April 1975 zum Doktor der gesamten Heilkunde promovierte. Seine Turnusausbildung absolvierte er zur Gänze am Krankenhaus Schwarzach. Im Jahr 1976 eröffnete er eine Vertragspraxis als Praktischer Arzt in seiner Heimatgemeinde. Medizinalrat Dr. Arnsteiner ist auch als Funknotdienstarzt tätig und besitzt seit 1995 das Diplom für Manuelle Medizin.
Medizinalrat Dr. Dietrich Lahoda ist seit 1976 Arzt für Allgemeinmedizin in Zell am See. Er studierte in Wien Medizin, wo er 1972 zum Doktor der gesamten Heilkunde promovierte. Seine Turnusausbildung absolvierte er im Bezirkskrankenhaus Lienz. 1976 eröffnete er eine Praxis als praktischer Arzt in Zell am See, zwei Jahre später wurde er zum Sprengelarzt des Gesundheitssprengels Zell am See bestellt. Medizinalrat Dr. Lahoda ist unter anderem auch als Schularzt, Sportarzt und Funknotdienstarzt tätig und leistet als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr der Bergstadt einen wertvollen Beitrag zum Funktionieren des Zeller Feuerwehrwesens.
Medizinalrat Primar i.R. Dr. Helmut Traun war bis zu seiner Pensionierung im Vorjahr als Primar der II. Medizinischen Abteilung an den Landeskrankenanstalten Salzburg tätig. Der gebürtige Wiener studierte in seiner Geburtsstadt Medizin und promovierte 1966 zum Doktor der gesamten Heilkunde. Seine Turnus- und Facharztausbildung absolvierte er in Salzburg. 1973 erhielt Medizinalrat Dr. Traun den Titel "Facharzt für Innere Medizin" zuerkannt und war ab diesem Zeitpunkt an der II. Medizin als Facharzt angestellt. 1986 wurde er zum ärztlichen Leiter der Privatkrankenanstalt EMCO in Bad Dürrnberg und 1994 zum Primar der II. Medizin bestellt.
Den Berufstitel "Regierungsrat erhielt Rudolf Russmayr aus Salzburg: Regierungsrat Rudolf Russmayr war bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand mit Ende 1999 in der Abteilung 6 mit Aufgaben der Altstadterhaltung betraut. Der gebürtige Berliner trat 1972 in den Landesdienst ein und begann seine Tätigkeit in der Fachabteilung Hochbau. Regierungsrat Russmayr, der mehrere Jahre auch Geschäftsführer der Ortsbildschutzkommission für den Pongau war, zeichnete unter anderem für die Einführung der EDV in der Altstadterhaltung sowie für die Erstellung von Broschüren verantwortlich. Daneben betreute er freiwillig im Referat "Katastrophenschutz" die technischen Belange des Nachrichtenwesens.
Den Berufstitel "Oberschulrat" ging an Josef Etzer und Friedrich Jäger beide aus Bruck an der Glocknerstraße.
Fachoberlehrer Oberschulrat Josef Etzer ist Lehrer für Metallbearbeitung an der Landwirtschaftlichen Fachschule Bruck an der Glocknerstraße. 1975 legte er die Meisterprüfung im Landmaschinenmechaniker-Gewerbe und 1982 die Lehramtsprüfung für den Fachunterricht an Berufsbildenden, mittleren und höheren Schulen ab. Besonderes Engagement zeigt Oberschulrat Etzer im Bereich der Fortbildung; seine Wissensvermittlung entspricht dabei immer dem neuesten Stand der Technik und der pädagogischen Ausbildung.
Fachoberlehrer Oberschulrat Friedrich Jäger ist Lehrer an der Landwirtschaftlichen Fachschule Bruck an der Glocknerstraße. 1974 legte Oberschulrat Jäger die Meisterprüfung im Tischlergewerbe ab und legte 1980 die Lehramtsprüfung für den Fachunterricht an Berufsbildenden, mittleren und höheren Schulen ab. Beim Aufbau der dreijährigen Fachschulform wirkte er bei der Erstellung der Lehrpläne für sein Fach maßgeblich mit. Oberschulrat ist darüber hinaus langjähriger Obmann der Sportunion Bruck und Gründungsobmann des Rodelvereines Bruck.
Das Abzeichen des Landes "Pro Caritate" erhielt Erika Maringer aus Mattsee. Erika Maringer war 35 Jahre lang Ortsleiterin der Frauenbewegung Mattsee und hat erst vor wenigen Tagen ihr Amt zurückgelegt. Die gebürtige Abtenauerin legte 1960 an der Lehrerinnen-Bildungsanstalt die Reifeprüfung ab. Danach war sie zehn Jahre als Volksschullehrerin, als Religionslehrerin an der Hauptschule Mattsee und als Lehrerin am Musikschulwerk tätig. Durch ihr Organisationstalent hat Erika Maringer eine große Frauenorganisation in Mattsee aufgebaut. Besonders ihre sozial-karitativen Aktionen, gehen weit über die Grenzen des Landes Salzburg hinaus. E251-11C