Dank an alle, die freiwillig und ehren- amtlich für die Gesellschaft arbeiten

Schausberger bei Ehrungsfestakt in der Residenz / Landesauszeichnungen verliehen

Salzburger Landeskorrespondenz, 20.09.2001
 
Medium: Landeskorrespondenz

Das Goldene Ehrenzeichen des Landes Salzburg erhielten Korpskommandant Richard Neururer aus Innsbruck, Dr. Helfried Scharmüller aus Linz sowie MMag. Dr. Gerhard Stadler aus Wien.
Korpskommandant Richard Neururer war von 1987 bis heuer Militärkommandant von Tirol. Im Jahr 1959 schloss er seine militärische Ausbildung an der Militärakademie in Wiener Neustadt ab. 1966 erfolgte die Einberufung zum Generalstabslehrgang. Nach der Generalstabsverwendung bei der 6. Jägerbrigade in Innsbruck wurde er zum Militärkommando Tirol versetzt. Als Tiroler Militärkommandant unterstand Korpskommandant Neururer auch der auf Salzburger Gebiet liegende Truppenübungsplatz Hochfilzen, der unter seiner Führung um- und ausgebaut wurde und heute auch Schauplatz international bedeutender Sportveranstaltungen ist.
Leitender Staatsanwalt i.R. Dr. Helfried Scharmüller war von 1989 bis März 2001 Leiter der Staatsanwaltschaft Salzburg. Er promovierte 1967 in Innsbruck zum Doktor der Rechtswissenschaften. Ab 1972 war Dr. Scharmüller bei der Staatsanwaltschaft Linz tätig, 1986 wurde er zum ersten Stellvertreter des Leiters der Staatsanwaltschaft Linz ernannt. 1989 erfolgte die Bestellung zum Leiter der Staatsanwaltschaft Salzburg. Dr. Scharmüller verfügt über herausragende Kenntnisse des Strafrechts und all seiner Facetten. Seine Amtsführung war geprägt von Aufgeschlossenheit, vor allem gegenüber neuen Wegen der Strafrechtspflege.
MMag. Dr. Gerhard Stadler ist als Director General Secretariat der "Eurocontrol" in Brüssel tätig und setzt sich dort unter anderem für die Belange der Regionalflughäfen ein. Als Sektionschef im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie war er Mitglied des Aufsichtsrates des Salzburg Airports und hat sich in dieser Funktion große Verdienste um die Salzburger Wirtschaft erworben. Dr. Stadler hat mit einem erfolgreichen Mediationsverfahren zwischen Flughafen und Anrainerschutzverband die Ausweitung der Betriebszeiten des Airports erreichen können, was zum Ausbau des Liniennetzes des Salzburger Flughafens geführt hat.
Das Silberne Ehrenzeichen des Landes Salzburg wurde an Dr. Friedrich Moosleitner aus Hallein und Karl Popp aus Bergheim verliehen.
Senatsrat Dr. Friedrich Moosleitner war bis zu seiner Ruhestandsversetzung Anfang 2001 lange Jahre als Landesarchäologe tätig. Mit seinen Forschungen an mehr als 100 Fundorten im Land Salzburg hat er wichtige Beiträge zur Erforschung der Ur- und Frühgeschichte Salzburgs geleistet. Mit der Schaffung des Schaubergwerkes "Arthurstollen" in St. Johann im Pongau hat Dr. Moosleitner ein bleibendes Dokument zum bronzezeitlichen Kupfererzbergbau bewerkstelligt. Zahlreich sind seine Publikationen, bedeutend auch seine Mitwirkung an Ausstellungen wie den Landesausstellungen "Die Kelten in Mitteleuropa" und "Die Bajuwaren".
Karl Popp war von 1980 bis Ende 2000 Alleingeschäftsführer der Firma Melitta GesmbH in Salzburg. Der Auszuzeichnende hat die Österreichtochter des deutschen Familienunternehmens Melitta zum Marktführer in Österreich ausgebaut. Karl Popp ist es nicht nur gelungen, Österreich als Zentral für die Region Südosteuropa abzusichern, sondern auch den Umsatz des Unternehmens während seiner Geschäftsführertätigkeit mehr als zu verdoppeln. Trotz dem sich Karl Popp Ende 2000 ins Privatleben zurückgezogen hat, wird er der Firma Melitta auch weitere Jahre als Berater zur Verfügung stehen.
Das Goldene Verdienstzeichen des Landes Salzburg erhielten Johann Fischer aus Dorfbeuern, Bürgermeister Mag. Matthias Hemetsberger aus Seeham, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Müller aus Salzburg, Ober-Ing. Josef Schlosser aus Piesendorf, Ing. Mag. Herbert Silberberger aus Unken, Bürgermeister Johann Spatzenegger aus Seekirchen, Helmut Weiss aus Altenmarkt, Prof. Rudi Wilfer aus St. Michael im Lungau und Prof. Dr. h.c. Leopold Ziller aus Salzburg.
Johann Fischer ist Gesellschafter und Prokurist der Firma Sico-Intarsia, Fischer & Co., Parkettfabrik in Nußdorf am Haunsberg. Im Jahr 1954 übernahm er die Leitung einer Parkettfabrik in Nußdorf und wurde 1962 Alleininhaber der Sico-Intarsia, Fischer & Co., einem bedeutenden Arbeitgeber der Region. Derzeit sind 160 Mitarbeiter im Produktionsbetrieb in Nußdorf/Lauterbach sowie in mehreren Verkaufsfilialen in ganz Österreich tätig. Johann Fischer hat sich neben dem Aufbau seines Unternehmens in zahlreichen öffentlichen Funktionen und als Freund und Förderer von vielen Vereinen in der Region verdient gemacht.
Dir. Mag. Matthias Hemetsberger ist seit 20 Jahren Bürgermeister der Gemeinde Seeham und seit fünf Jahren Schulleiter des Privatgymnasiums der Stadt Seekirchen. Im Mai dieses Jahres hat Bürgermeister Hemetsberger seine Tätigkeit als Präsident der EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein beendet. Hemetsbergers Initiativen ist es zu verdanken, dass mittlerweile rund 90 Salzburger und bayerische Gemeinden, die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein sowie die Wirtschaftskammer Salzburg grenzüberschreitend zusammenarbeiten. Bürgermeister Hemetsberger ist seit 1992 auch Vorsitzender der Flachgauer Bürgermeisterkonferenz.
Dr. Ulrich Müller ist seit 1976 Universitätsprofessor am Institut für Germanistik der Universität Salzburg. Gebürtig in Göttingen/Baden Württemberg hat Prof. Müller in Salzburg nicht nur in der Forschung Hervorragendes geleistet, sondern sich auch in der Lehre für Hunderte Studenten besonders bewährt. Seine Veröffentlichungen umfassen über 30 Bücher und über 100 wissenschaftliche Abhandlungen. Ein besonderes Anliegen ist Dr. Müller auch das Salzburger Landestheater. Weiters ist er im Rahmen der Internationalen Salzburg Association als Hauptorganisator eines jährlichen Symposions zur Festspielzeit tätig, der sich mit dem Musiktheater befasst.
Ober-Ingenieur Josef Schlosser aus Piesendorf war von 1987 bis 2001 Präsident des Salzburger Fußballverbandes und hat in dieser Funktion herausragende Arbeit für den Fußball in Salzburg geleistet. Als einer der führenden Sportfunktionäre des Landes war er stets modern, tatkräftig, entscheidungsfreudig und zukunftsorientiert für die Jugend im Land tätig. In die Amtszeit des langjährigen Kraftwerksbauers der Tauernkraftwerke fielen wichtige Entscheidungen für den heimischen Sport, wie die Installierung des Bundesnachwuchszentrums und eines Landesausbildungszentrums sowie der Erwerb der neuen Verbandsgeschäftsstelle.
Ing. Mag. Herbert Silberberger steht seit dem Jahr 1977 erfolgreich den Geschützten Werkstätten als Geschäftsführer vor. Neben dem Stammbetrieb in der Landeshauptstadt stehen seit dem Vorjahr auch in Bruck an der Glocknerstraße und in St. Margarethen im Lungau Arbeitsstätten für beeinträchtigte Menschen zur Verfügung. Inzwischen werden im Land Salzburg rund 400 Arbeitnehmer in diesen Einrichtungen beschäftigt. Geschäftsführer Mag. Silberberger hat sich mittlerweile seit fast 25 Jahren mit viel Einsatz und großem Engagement dieser verantwortungsvollen Aufgabe zum Wohl behinderter Menschen verschrieben.
Bürgermeister Ökonomierat Johann Spatzenegger ist seit 14 Jahren erfolgreiches Gemeinde- bzw. Stadtoberhaupt von Seekirchen am Wallersee. Der Landwirt war zunächst in der Landjugend sowie unter anderem als Vorstandsmitglied des Fleckviehzuchtsverbandes und als Kammerrat der Landwirtschaftskammer tätig, ehe er 1987 zum Bürgermeister gewählt wurde. Unter Spatzenegger hat sich Seekirchen zu einem zentralen Ort im Flachgau entwickelt. Insgesamt wurde in seiner bisherigen Amtszeit nahezu eine Milliarde Schilling zum Ausbau der örtlichen Infrastruktur (Schulbauten, Gemeindehaus, Kläranlage, Kindergarten,...) investiert.
Helmut Weiss ist geschäftsführender Gesellschafter der Holzcenter Weiss GmbH. Weiss arbeitete nach der Sägelehre zunächst als Holzeinkäufer und selbstständiger Holzkaufmann, bis er im Jahr 1981 das erste "Holzcenter Weiss" eröffnete und der Nachfrage des Marktes nach Holzfachmärkten für Endverbraucher Rechnung trug. Es folgten Investitionen in ein Hobelwerk und die Schaffung weiterer Holzfachmärkte in Zell am See und Tamsweg. Von 1991 bis 1999 erfolgte der Aufbau einer eigenen Massivholzplattenproduktion. Helmut Weiss ist seit 1995 auch Gremialvorsteher-Stellvertreter des Landesgremiums des Holz- und Baustoffhandels.
Professor Rudi Wilfer zählt heute zu den großen Jazzpianisten in Österreich und wird bei Insidern in einem Atemzug mit Joe Zawinul und Friedrich Gulda genannt. Seit mehr als 40 Jahren hat sich Rudi Wilfer seiner großen Leidenschaft, dem Jazz, verschrieben. Seine Karriere begann mit der Fatty George Band in Wien. Ende der Sechzigerjahre debütierte dann das Rudi Wilfer Trio, im Laufe der Jahre arbeitete er mit zahlreichen weiteren Bands zusammen. 1973 gewann Prof. Wilfer den "International Jazz Composition Contest of Monaco" und machte sich in weiterer Folge auch als Komponist ("St. Michaeler Messe") einen Namen.
Prof. Dr. h.c. Leopold Ziller hat sich als besonders umtriebiger Heimatforscher einen Namen gemacht. Sein Einsatz für die Heimatforschung, die regionale Sprache und Kultur zeigt sich nicht nur in zahlreichen Publikationen und Veröffentlichungen, sondern auch als Kulturreferent von St. Gilgen, Leiter der Zweigstelle der Salzburger Kulturvereinigung und als Reorganisator der Liedertafel. Weiters hat er zahlreiche Vorträge über Mundart sowie Flur- und Hausnamen gehalten. Prof. Ziller ist Gründungsmitglied des Museumsvereins St. Gilgen und stellt dem Heimatkundlichen Museum seine seit vielen Jahren gesammelten Exponate zur Verfügung.
Das Silberne Verdienstzeichen des Landes Salzburg wurde an Franz Altenberger aus Stuhlfelden, Andreas Eibl aus Krispl, Augustin Kloiber aus St. Gilgen, Stefan Lutsch aus Elixhausen, Bernhard Müller aus Lamprechtshausen und Hubert Ruhdorfer aus Seekirchen verliehen.
Ökonomierat Franz Altenberger hat mit Ende März dieses Jahres nach 20 Jahren seine Obmannschaft beim Landespferdezuchtverband zurückgelegt. Ökonomierat Altenberger, der ab 1973 im Pferdezuchtverband tätig war, ist die heute starke Verbreitung des Noriker-Pferdes in ganz Europa zu einem großen Teil zu verdanken. Er kämpfte auch für die gesamte österreichische Pferdezucht jahrelang an vorderster Front in seiner Funktion als Obmann der Arbeitsgemeinschaft norischer Pferdezüchter Österreichs. ÖR Altenberger hat sich auch als Stuhlfeldener Ortsbauernobmann über viele Jahre für die Interessen der Landwirte eingesetzt.
Andreas Eibl steht seit dem Jahr 1981 der Wassergenossenschaft "Mörtlbach" in Krispl als Obmann vor. Der gebürtige Adneter, der Inhaber einer Tischlerei mit rund 26 Mitarbeitern ist, hat die Genossenschaft durch schwierige Verhandlungen geführt. Durch das besondere Verhandlungsgeschick von Andreas Eibl und seinen großen Einsatz konnten in den Jahren 1992 bis 1998 rund 35 Millionen Schilling in Schutzbauten im Gemeindegebiet von Krispl investiert werden. Der Auszuzeichnende hat dabei in besonderem Maße mit der Gemeinde, dem Bürgermeister und den zuständigen Stellen zusammen gearbeitet.
Augustin Kloiber hat sich große Verdienste um die Gründung und Entwicklung des Heimatkundlichen Museums St. Gilgen sowie des Archivs für Ortsgeschichte St. Gilgen erworben. Seit 1991 ist er Kustos und Geschäftsführer des Museums und hat in dieser Zeit mit großem Erfolg zahlreiche Ausstellungen durchgeführt. Durch sein Engagement gelingt es Augustin Kloiber immer wieder, das Museum durch wertvolle Exponate zu erweitern und die Finanzierung durch Spender zu erreichen. Kloiber, der als Restaurator im Bildungswerk arbeitet, ist auch Bezirksleiter im Arbeitskreis Heimatsammlungen im Salzburger Bildungswerk.
Stefan Lutsch hat sich um die Ansiedlung der Siebenbürger-Sachsen in Elixhausen große Verdienste erworben. Er verstand es, beim Aufbau der Siedlung und der Honteruskirche sowie des Vereinshauses zur Nachbarschaft die Landsleute um sich zu versammeln und durch freiwillig, unentgeltlich geleistete Arbeiten die Siedlung aufzubauen. Stefan Lutsch, der in Botsch/Rumänien geboren wurde, hat auch zahlreiche ehrenamtliche Funktionen inne gehabt, unter anderem beim Verein der Siebenbürger Sachsen, innerhalb der evangelischen Kirche sowie beim Kameradschaftsbund und in der Gemeindevertretung.
Hauptschuloberlehrer Bernhard Müller ist seit dem Jahr 1971 in der außerschulischen Jugenderziehung und im vereinsmäßigen Naturschutz ehrenamtlich tätig. 1976 übernahm er die Leitung der Landesgruppe Salzburg der Österreichischen Naturschutzjugend und 1985 die Bundesleitung der Naturschutzjugend, die er bis heute bestens betreut. Als geschäftsführender Vizepräsident des Österreichischen Naturschutzbundes seit dem Jahr 1995 hat er ebenfalls beachtliche Leistungen erbringen können. Im Naturschutz war und ist er stets um Ausgleich zwischen ökonomischen und ökologischen Interessen bemüht.
Fachoberinspektor Hubert Ruhdorfer ist dem Jahr 1975 beim Amt der Salzburger Landesregierung beschäftigt. Seit 1978 ist er als Personalvertreter in der Abteilung 4 aktiv, wobei er von 1983 bis 1988 die Funktion als Mitglied des Dienststellenausschusses und seit 1988 als Mitglied des Zentralausschusses ausübt. FOI Ruhdorfer vertritt seit dieser Zeit in bester Art und Weise die Anliegen aller Kolleginnen und Kollegen in der Abteilung 4. Er wirkte bei allen großen Reformvorhaben mit, wobei er den Großteil seiner Tätigkeit ehrenamtlich in seiner Freizeit erledigte. Auch in seiner Heimatgemeinde Seekirchen ist Ruhdorfer ehrenamtlich tätig. F187-11