Salzburg baut Forschungsfeld Biomechanik weiter aus

Burgstaller bei der Preisverleihung des Christian-Doppler-Preises: Anreiz und forschungsfreundliche Bedingungen im Land

Salzburger Landeskorrespondenz, 20.06.2006
 

(LK)  "Mit der kurz bevorstehenden Errichtung eines zweiten Christian-Doppler-Labors, dem Christian-Doppler-Labor für Allergieforschung, macht das Land sein Engagement zur Förderung der Wissenschaft und nach Möglichkeit deren praktischer Anwendung deutlich". Dies erklärte Forschungsreferentin Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller heute, Dienstag, 20. Juni, bei der Verleihung des Christian-Doppler-Preises im Haus der Natur.

"Christian Doppler selber hat sein Verständnis von Wissenschaft so formuliert: 'Die lohnendsten Forschungen sind diejenigen, welche, indem sie den Denker erfreu'n, zugleich der Menschheit nützen'. Das Land Salzburg bietet die Rahmenbedingungen für fruchtbringendes Forschen. Mit dem Christian-Doppler-Preis wird ein zusätzlicher Anreiz für Forscher geboten", so die Landeshauptfrau.

Die Preisverleihung fand heuer erstmals im Haus der Natur statt. In diesem erfolgreichsten aller Salzburger Museen wird in einer Dauerausstellung zu Christian Doppler zahlreichen Schulklassen der gar nicht so leicht zu erklärende Doppler-Effekt näher gebracht. Das Doppler-Archiv ist erst im Vorjahr aus dem Geburtshaus Christian Doppler vis-a-vis vom Landestheater ins Haus der Natur übersiedelt. Mit der Übersiedlung des Salzburger Museums Carolino Augusteum in die Neue Residenz ist für die Erweiterung des Hauses der Natur Platz geschaffen worden. 

Die Preisträger der einzelnen Sparten sind:

·         Sparte 1: Anwendung des Doppler-Prinzips: Dipl.-Ing. Dr. Stefan Obermair

·         Sparte 2: Technische Wissenschaften einschließlich Umweltschutz: Dr. Alexander
Petutschnig

·         Sparte 3: Chemie, Mathematik und Physik: Dr. Bernhard Krön

·         Sparte 4: Geowissenschaften: Dr. Erwin Krenn

·         Sparte 5: Biowissenschaften: Univ.-Prof. Dr. Fritz Aberger

Der Preis ist mit je 2.180 Euro dotiert. Die Bewerber um den Christian-Doppler-Preis müssen entweder im Bundesland Salzburg geboren sein, seit mindestens zwei Jahren ihren Hauptwohnsitz im Bundesland Salzburg haben, ihren Universitätsabschluss an der Universität Salzburg abgelegt haben oder eine Arbeit einreichen, die einen Bezug zum Bundesland Salzburg hat. Die Prüfung und Auswahl der eingereichten Arbeiten ist einer von der Salzburger Landesregierung bestellte Jury von Expertinnen und Experten vorbehalten. Jury und Gutachter arbeiten ehrenamtlich. Der Christian-Doppler-Preis wird alle zwei Jahre in fünf naturwissenschaftlichen Sparten ausgeschrieben.

Neue Therapien gegen Allergien

Allergieforscherin Univ.-Prof. Dr. Fatima Ferreira wird Leiterin des zweiten Doppler-Labors und ist damit österreichweit die zweite Frau in einer solchen Position. Das Land Salzburg wird rund 130.000 Euro beisteuern. Die Fördersumme wird für maximal sieben Jahre gewährt, bereits nach zwei Jahren wird die Forschungstätigkeit evaluiert. Gemeinsam mit Universitätsprofessor Josef Thalhamer, der von insgesamt fünf Modulen eines leiten wird, wird weiter an Diagnosen und neuen Therapien gegen Allergien geforscht, wie beispielsweise an der Entwicklung von Impfstoffen gegen Allergien.

Christian-Doppler-Labors dienen der anwendungsorientierten Grundlagenforschung, der Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Unternehmen sowie dem allgemeinen Technologietransfer. Die CD-Labors werden je zur Hälfte von der öffentlichen Hand und den kooperierenden Mitgliedsfirmen der Christian-Doppler-Gesellschaft finanziert. Partner des Allergie-Labors ist die in Wien ansässige Firma Biomay. Biomay war die erste Firma weltweit, die rekombinante, also künstliche Allergene auf den Markt gebracht hat. Ferreira arbeitet mit Biomay seit vielen Jahren zusammen und hat das erste künstliche Allergen hergestellt. k118-60b

 Franz Neumayr wird den Redaktionen für das Landespressebüro Fotos von der Preisverleihung anbieten.