Weltklasse-Tennis im Gasteinertal

Haslauer: Höhepunkt des Gasteiner Sommers – Reichel: Welttennis und Jugend: eine einzigartige Kombination

Salzburger Landeskorrespondenz, 25.04.2007
 

(LK)  Ab der letzten Juli-Woche dieses Jahres werden jährlich die weltbesten Profis im Damentennis und die besten Tennis-Jugendlichen Europas in Bad Gastein im Gasteinertal (www.matchmaker.at/gastein/) um Siegerehren kämpfen. Wirtschafts- und Tourismusreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer ist es gemeinsam mit der renommierten oberösterreichischen Sportagentur MatchMaker Communication gelungen, dieses sportliche Topevent für Bad Gastein und das Land Salzburg zu sichern. Das einzigartige Turnierkonzept für Gastein wurde heute, Mittwoch, 25. April, bei einem Informationsgespräch im Gwandhaus in Salzburg vorgestellt. Zusammen mit Dr. Haslauer saßen die Vertreter von MatchMaker, Peter-Michael Reichel und Sandra Reichel, die die Turniere organisieren werden, sowie der Bürgermeister der gastgebenden Gemeinde Bad Gastein, Gerhard Steinbauer, auf dem Podium. Botschafterin des Turniers ist Salzburgs Ex-Tennisstar Judith Wiesner-Floimair, die auch im Organisationskomitee mitwirkt.

Die heurige Veranstaltung findet von 21. bis 29. Juli 2007 in Bad Gastein statt, wobei auch weitere Anlagen im Gasteinertal genützt werden sollen. In Gastein wird ein neues, einzigartiges Turnierkonzept umgesetzt, das in der europäischen Tenniswelt neue Maßstäbe setzen wird, nämlich Damen-Weltklassetennis mit den Europameisterschaften für Junioren, Burschen und Mädchen, zu verbinden. Der Weltklasse-Tennisevent soll langfristig im Gasteinertal etabliert und somit zu einer erfolgreichen und beliebten Marke werden.

Beim WTA-Damenturnier werden 30 Spielerinnen im Hauptbewerb und 32 Spielerinnen zuvor  in der Qualifikation um ein Preisgeld von 175.000 Dollar spielen. Die Europameisterschaft der Jugendlichen 18 Jahre und jünger, werden je zwei Burschen und Mädchen aus 49 europäischen Ländern bestreiten.

Damentennis hat in der jüngsten Vergangenheit eine atemberaubende Entwicklung genommen und ist weltweit der Frauensport Nummer eins. Auch das Damentennis in Österreich steht vor einer großen Zukunft, was die jüngsten Erfolge von Sybille Bammer (WTA Rangliste Nr. 26) und Tamira Paszek (WTA Platzierung Nr. 82) unterstreichen.

Auch die Jugend-EM wird attraktives Tennis bringen, haben doch so große Champions wie Steffi Graf, Arantxa Sanchez-Vicario, Monica Seles, Kim Clijsters, Justine Henin, Martina Hingis, Boris Becker, Stefan Edberg, Jewgeni Kafelnikow, Henri Leconte, Ivan Lendl, Carlos Moya, Yannick Noah oder Rafael Nadal bei den Nachwuchs-Europameisterschaften ihre ersten Erfolge gefeiert.

Haslauer: Höhepunkt des Sommers im Gasteinertal

Gastein werde bei diesem Tennis-Event mehrere Wochen im Blickpunkt der Öffentlichkeit und Medien stehen, betonte Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer. Dieser herausragende Event gelte für ihn als Höhepunkt des Sommers im Gasteinertal, als ideale Ergänzung zum bisherigen sportlichen Angebot und werde dieser wichtigen Salzburger Tourismusregion ein fröhliches, jugendliches aber auch exklusives Image verleihen. Durch die Kombination Damen-Profitennis und den Austausch des jeweiligen Jahrganges der 18-Jährigen werden alljährlich neue Zielgruppen an Gastein herangeführt werden.

Das Ereignis erfülle eine Reihe von Eigenschaften die gut zum Ganzjahresreiseziel Salzburg bzw. Gastein passen: Es sei von weltweiter Bedeutung, attraktiv für die Zuseher, biete eine ideale Plattform, um Salzburg als jenes Reiseziel bekannt zu machen, an dem man 365 Tage im Jahr Urlaub machen könne; und bringe der Region Wertschöpfung. Entscheidendes Kriterium seiner Zustimmung neben der Mitwirkung von Judith Wiesner-Floimair sei die Nachhaltigkeit gewesen: Das heißt, Gastein erhalte ein Welt-Sportereignis, dass nicht nur einmal im Jahr Aufmerksamkeit auf sich ziehe, sondern jährlich stattfinde.

Salzburg freue sich auf die Spitzensportler und die jugendlichen Tennisspieler. Man wolle ein guter Gastgeber sein, getreu dem Salzburger Motto "als Gast kommen und als Freund gehen". Nach den abschließenden Gesprächen mit den Veranstaltern Peter-Michael und Sandra Reichel und unserer Salzburger Tennis-Botschafterin Judith Wiesner-Floimair sei er überzeugt, es werde eine bestens organisiertes Turnier mit attraktiven Wettbewerben und Rahmenveranstaltungen.

Reichel: Aufbruchstimmung im Damentennis

"Wir freuen uns sehr, dass Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer den touristischen Wert dieser Sportveranstaltung sofort erkannt hat und somit die Damen-Welttour und auch die Jugend-Europameisterschaft in das Land Salzburg nach Bad Gastein geholt werden konnten. Wir sind überzeugt, dass dieser kombinierte Event eine nachhaltige Belebung für den Standort Gastein im Sommer bedeutet", meinte Peter-Michael Reichel von MatchMaker Communication, der auch der höchste europäische Repräsentant des "World Bord of Directors" der Damenprofitennis-Tour (WTA) ist.

"Im österreichischen Damentennis herrscht eine Aufbruchstimmung die sich auch im kommenden Juli in Bad Gastein bemerkbar machen wird", so Sandra Reichel, die wie beim Generali-Ladys Linz auch beim Turnier in Salzburg als Turnier-Direktorin fungieren wird.

Steinbauer: Gasteiner Tradition bei Sportgroßveranstaltungen

Bad Gastein habe eine lange Tradition als Austragungsort internationaler Sportgroßveranstaltungen, betonte Bürgermeister Gerhard Steinbauer, in dessen Ort der Sportevent stattfinden wird. Bereits 1958 fand in Bad Gastein die Alpine Schi-WM am Graukogel statt. Der Alpine Schiweltcup machte in Bad Gastein mit dem traditionellen Silberkrugrennen ebenso Station wie der nordische Weltcupzirkus mit dem Biathlon-Bewerben in Sportgastein, sowie der Weltcup der Snowboarder, für den Bad Gastein seit Jahren Fixpunkt im Weltcupkalender ist. Im vergangenen April fand in Sportgastein auch die Junioren-WM der Snowboarder statt.

Dieser Überblick zeige die Erfahrung Gasteins mit der Durchführung von sportlichen Großveranstaltungen, aber auch, dass ein Schwerpunkt auf Ereignissen des Wintersports gelegen sei, sagte Steinbauer. Die Ganzjahres-Destination Gasteinertal im Allgemeinen und Bad Gastein im Speziellen biete aber auch ein hervorragendes Umfeld für ein vielfältiges Angebot für den Sommersport. Für das Gasteinertal sei dieses Tennis-Event ein absolutes sportliches Highlight. Steinbauer dankte den Verantwortlichen, allen voran Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer für den Einsatz, wodurch es möglich wurde, jährlich ein Weltklasse-Tennisevent in Bad Gastein stattfinden zu lassen. Gastein freue sich sehr die Weltspitze des Damentennis und die Tennis-Jugendlichen begrüßen zu dürfen.

                      Wiesner-Floimair: Gastein zu fixer Größe im Welttennis-Turnierkalender machen

Ex-Tennisstar Judith Wiesner-Floimair, die für das neue Turnier im Gasteinertal als Botschafterin und als Mitglied im Organisationskomitee wirkt, betonte, in ihrem Berufsleben habe sie zwei Hauptanliegen verfolgt: Tennis und Salzburg. Mit ihren nunmehrigen Funktionen könne sie eine Verbindung zwischen beiden Themen schaffen; in dem sie die Tennis-Profis von MatchMaker mit dem für Wirtschafts- und Tourismusfragen ressortzuständigen Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer zusammengebracht habe. Auf diese Art und Weise könnten zwei Profis auf ihrem Gebiet Erfolgreiches für Salzburg leisten.

Als Turnier-Botschafterin wolle sie mithelfen, die Veranstaltung zu einer fixen Größe im Turnierkalender des Welttennis zu machen. Außerdem biete sich mit dieser neuen Konzeption eine einmalige Chance die besten Jugendlichen mit Damen-Profitennis zu kombinieren. Als Mitglied im Organisationskomitee, sei sie erstmals auf der anderen (der organisatorischen) Seite des Tennissportes tätig und könne hier ihre Erfahrung als Spielerin einbringen.

Judith Wiesner-Floimair verwies darauf, dass Damentennis die weltweit führende Sportart für Frauen sei. Außerdem registriere sie bei Salzburgs Jugend einen starken Zuzug zum Tennissport, der sich auch in Zahlen belegen ließe. Dieser werde durch das Welttennis-Event in Salzburg einen zusätzlichen Impuls erhalten.

Judith Wiesner-Floimair ist nach wie vor ein Aushängeschild der österreichischen Tennisszene, obwohl sie bereits 1997 ihre Karriere beendet hat. Sie errang in ihrem Profi-Sportlerleben zwölf WTA- und ITF-Turniersiege, davon allein acht im Single. Sie erreichte bei 40 Grand-Slam-Turnieren zwei Viertelfinali (Wimbledon und US-Open), sieben Achtelfinali und im Doppel u.a. das Halbfinale des Grand-Slam-Turniers in Paris. Ihr bester WTA-Platz war Platz Nr. 11, rund zehn Jahre lang hielt sie sich in den Top 20 der Welt. l88-100

Franz Neumayr wird für das Landespressebüro den Redaktionen Fotos vom Informationsgespräch anbieten. In der Datenbank des Landespressebüros sind ferner Sportfotos von Judith Wiesner-Floimair abrufbar.

BIOGRAFIE

Judith Wiesner (verheiratete Floimair)  - Tennisweltklassespielerin aus Salzburg

Judith-Wiesner Floimair war rund ein Jahrzehnt Österreichs Aushängeschild im Damen-Welt-Profitennis und ist nach wie vor - abgesehen vom Top-Ranking - Österreichs erfolgreichste Tennis-Dame (die meisten Einzelsiege, Halbfinal-Viertelfinal- und Achtelfinalteilnahmen, Fed-Cup-Spiele und Siege, Teilnahmen am Tennis-Masters (Championships u.a.m.).

16 österreichische Meistertitel stehen für die langjährige Nummer eins Österreichs zu Buche. Einzigartig dürfte sein, dass Judith Wiesner-Floimair in ihrer ganzen Karriere in eineinhalb Jahrzehnten kein einziges Spiel in der österreichischen Staatsliga verloren hat. Ihre Treue zu ihrem Stammclub, dem STC und zum österreichischen Nationalteam war vorbildlich.

International hat sie im Zeitraum zwischen 1983 und 1997 unglaubliche 66 Einsätze beim Federation-Cup geleistet, und dabei 39 Siege, davon 28 im Einzel, errungen. Ihr bester WTA-Platz war Platz Nummer 12, rund zehn Jahre lang hielt sie sich in den Top 20 der Welt. Im Einzel erreichte sie bei 17 Finalteilnahmen acht Siege; im Doppel bei 12 Finalteilnahmen vier Siege. Bei 40 Teilnahmen an Grand-Slam-Turnieren erreichte sie zwei Viertelfinali (Wimbledon und US-Open), sowie sieben Achtelfinali. In 209 Turnieren insgesamt erreichte sie 112 Platzierungen unter den besten 16. In ihrer Bilanz 14 Jahren Tennis-Professional auf der WTA-Tour stehen 366 Siege in Einzelturnieren 209 Niederlagen gegenüber. Im Doppel erreichte sie 109 Siege und 100 Niederlagen, Höhepunkt darin war das Halbfinale beim Grand-Slam-Turnier in Paris. Zweimal nahm Judith Wiesner-Floimair am Masters der besten 16 Spielerinnen in New York teil (1990 und 1996). Höhepunkt ihrer Tenniskarriere war 1990 das Finale des Turniers von Key Biscayne, das sie gegen Monica Seles verlor. Die Teilnahmen an den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona, 1996 in Atlanta sind weitere Höhepunkte.

1990 erhielt Judith Wiesner-Floimair den "Virgina Slims most improved player of the year" für die am meisten verbesserte Spielerin der Saison und 1991, von den Spielerinnen gewählt, den "Karen Krantzke sportsmanship Award" für besonders sportlich faires und kollegiales Verhalten auf und außerhalb des Tennis-Courts. Von 1991 bis 1997 war Judith Wiesner-Floimair als von den Spielerinnen gewählte Vertreterin Mitglied des WTA-board of directors. Ihre erfolgreiche Karriere zeigt sich u.a. auch darin, dass sie u.a. fünfmal gegen Jennifer Capriati, neunmal gegen Mary-Joe Fernandez, elfmal gegen Steffi Graf, achtmal gegen ihre langjährige Doppelpartnerin Arantxa Sanchez-Vicario, neunmal gegen ihre ebenfalls langjährige Doppelpartnerin Natalie Tauziat und 13mal gegen ihre "Lieblingsgegnerin" Jana Novotna spielte, die sie achtmal besiegte. Zweimal, 1987 und 1994, wurde Judith Wiesner-Floimair zu Salzburgs Sportlerin des Jahres gewählt.

Von 1995 bis 2001 übte sie die Funktion einer Direktorin des österreichischen Federation-cup-Teams aus und von Jänner 1998 bis August 1999 war sie gleichzeitig Spitzensportverantwortliche für den Bereich Damen und Damen-Nachwuchs im ÖTV.