Christian-Doppler-Preis an sechs verdienstvolle Wissenschafter

Burgstaller überreichte Auszeichnung für wissenschaftliche und technische Leistungen und Erfindungen

Salzburger Landeskorrespondenz, 10.06.2008
 

(LK)  "Salzburg ist ein aufstrebender Wissenschaftsstandort. Mit Präsenz im naturwissenschaftlichen Umfeld bekommt das Land Salzburg die Chance, eine bedeutende internationale Position zu erringen." Das betonte Wissenschaftsreferentin Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller heute, Dienstag, 10. Juni, bei der Verleihung des Christian-Doppler-Preises 2007 im Haus der Natur in Salzburg.

Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger sind Dipl.-Ing. Dr. Georg Schitter (Sparte Technische Wissenschaften einschließlich Umweltschutz), Mag. Dr. Peter Kritzer (Chemie, Mathematik und Physik), Mag. Dr. Günther Redhammer (Geowissenschaften), Dr. Richard Weiß (Biowissenschaften), Mag. Dr. Peter Steinbacher (Biowissenschaften) und Dr. Claudia-Nicole Meisner (Biowissenschaften). Der Preis wird seit 1972 alle zwei Jahre von der Landesregierung für wissenschaftliche und technische Leistungen und Erfindungen ausgeschrieben und wird in fünf Sparten vergeben: Doppler Effekt, Biowissenschaften, Geowissenschaften, Chemie/Mathematik/Physik sowie Technische Wissenschaften einschließlich Umweltschutz.

Ziel des Landes Salzburg sei es, die Kooperation mit der nationalen und internationalen Forschung zu fördern, der Forschung in Salzburg zu erforderlicher kritischer Größe und internationaler Beachtung zu verhelfen, den Wissenstransfer zu Unternehmen zu stärken und die soziale und kulturelle Lebensqualität in Einklang mit dem wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt zu gestalten, so Burgstaller weiter. Für Standortentscheidungen stelle das Vorhandensein von Forschungseinrichtungen und hoch qualifiziertem wissenschaftlichem Personal oft die ausschlaggebenden Kriterien dar. Salzburg habe in diesem internationalen Wettbewerb eine sehr gute Position zu verteidigen.

Auf die Stärken konzentrieren

Mit drei Universitäten, einer Fachhochschule, vier Christian-Doppler-Labors, der Forschungsstelle der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), der Landesforschungsgesellschaft Salzburg Research, einem Krebsforschungslabor und einigen weiteren Forschungseinrichtungen sei Salzburg ein aufstrebender Wissenschaftsstandort, betonte Burgstaller. Die Forschungspolitik des Landes konzentriere sich dabei auf die Stärken von Wissenschaft und Forschung in Salzburg, und zwar auf die Sparte Biowissenschaften, Gesundheit und Medizin, der Sparte Angewandte Digitale Informationstechnologien sowie mit Kunst und Kultur.

Die Biowissenschaft in Salzburg umfasst ein Forschungszentrum für Biowissenschaft und Gesundheit mit Stiftungsprofessur des Landes, ein Christian-Doppler-Labor für Allergiediagnostik und Therapie sowie die Molekulare Biologie. Für den Forschungsbereich Gesundheit stehen das Christian-Doppler-Labor für Biomechanics and Skiing, das LIMCR (Labor für immunologische und molekulare Krebsforschung) sowie die Paracelsus Medizinische Privatuniversität PMU zur Verfügung. In der Geoinformatik gibt es die GIS-Forschungsstelle der ÖAW, das Z_GIS Zentrum für Geoinformatik und die Landesforschungsgesellschaft Salzburg Research, die erfolgreich an nationalen und internationalen Forschungsprogrammen teilnimmt. Bei den Zukunftstechnologien bietet Salzburg das Christian-Doppler-Labor ASEC (Applications of Sulfosalts in Energy Conversion), das auf der Zusammenarbeit des Fachbereichs Materialforschung und Physik, der Universität und Photovoltaikunternehmen basiert, das Christian-Doppler-Labor für Embedded Software Systems und das ICT&S Center (Information and Communication Technologies and Society), das die Wechselbeziehung zwischen Informations- und Kommunikationstechnologien und der Gesellschaft untersucht. Wesentliche Instrumente sind auch Stiftungsprofessuren und Gastprofessuren des Landes, die Vergabe von Forschungs-Fellowships sowie die Förderung von Forschungsprogrammen und auch die Förderung und Motivation junger Forscher/innen.

Mit dem Christian-Doppler-Preis setze Salzburg ein würdiges Denkmal für das Leben und Wirken des weltberühmten Physikers, sagte Landeshauptfrau Burgstaller. "Der Preis soll die persönliche und berufliche Karriere der Preisträgerinnen und Preisträger fördern und hilft, die Verfasserinnen und Verfasser in der Öffentlichkeit bekannt zu machen." M115-52

Franz Neumayr wird für das Landespressebüro den Redaktionen Fotos von der Überreichung der Christian-Doppler-Preise anbieten.