Nusserkapelle im Saalachtal nun komplett renoviert

Eberle: Immer mehr Besitzer erkennen den Wert des kulturellen Erbes / Land unterstützte die Außensanierung

Salzburger Landeskorrespondenz, 02.04.2010
 

(LK)  In neuem, saniertem Aussehen präsentiert sich die Nusserkapelle im Pinzgauer Saalachtal zwischen Weißbach bei Lofer und Saalfelden. Die Familie Volgger (Nusserbauer) hat die Feuchtschäden im Sockelbereich sowie die Wasserschäden an Vorbau und Glockentürmchen saniert und das Dach der Kapelle mit einer neuen Lärchenschindeldeckung versehen. Außerdem wurde das gesamt Bauwerk neu gefärbelt. Inneneinrichtung mit Altar, Baldachin und Mensa wurden von der Familie schon vor ein paar Jahren restauriert. Das Referat Volkskultur und Erhaltung des kulturellen Erbes des Landes und die Bezirksbauernkammer Zell am See beteiligten sich an der Außensanierung, die rund 5.000 Euro gekostet hat, mit Förderungen von je 1.099 Euro. Die Ursprünge der Nusserkapelle gehen auf das Jahr 1753 zurück. Ihr heutiges Erscheinungsbild verdankt sie einem Neubau von 1856.

"Es freut mich, dass auch im Pinzgau immer mehr Besitzer den Wert des kulturellen Erbes erkennen und die dafür zur Verfügung stehende finanzielle Hilfe des Landes in Anspruch nehmen. Die Sanierung der Nusserkapelle durch die Familie Volgger ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie umsichtig die Pinzgauer Bevölkerung mit dem historischen Erbe umgeht", betonte die ressortzuständige Landesrätin Doraja Eberle heute, Freitag, 2. April.

Im vergangenen Jahr wurden vom Referat Volkskultur und Erhaltung des kulturellen Erbes im Pinzgau 38 Projekte - historische Hofkapellen, Wegkreuze, Kirchen, Denkmäler etc. - in das Förderprogramm des Landes aufgenommen. Mit gut 420.000 Euro wurden die verschiedenen Projekte unterstützt, das Investitionsvolumen belief sich auf 2,9 Millionen Euro. Großprojekte waren im Jahr 2009 die Dacherneuerung der Pfarrkirche Krimml (Fördersumme 35.000 Euro), das Museum in Rauris (60.000 Euro), die Pfarrkirche Taxenbach (85.000 Euro) und der Kramerwirt in Unken (40.000 Euro). o70-23 

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