Keramikpreis des Landes für Charlotte Wiesmann

Kurt Spurey und Margit Denz erhielten Anerkennungspreise / Zweite Landtagspräsidentin Mosler-Törnström überreichte Preise

Salzburger Landeskorrespondenz, 02.06.2010
 

(LK)  Charlotte Wiesmann erhielt den Keramikpreis des Landes Salzburg 2010. Die beiden Anerkennungspreise gingen an Kurt Spurey und Margit Denz. Zweite Landtagspräsidentin Gudrun Mosler-Törnström überreichte gestern, Dienstag, 1. Juni, Abend, in der Galerie im Traklhaus in Vertretung von Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. David Brenner die Preise. Der österreich-weit ausgeschriebene Salzburger Keramikpreis ist die einzige Würdigung in diesem Bereich. Heuer wurde das Preisgeld auf 6.000 Euro erhöht, und es wurden erstmals auch zwei Anerkennungspreise vergeben. In der Galerie im Traklhaus in Salzburg sind noch bis 12. Juni die Arbeiten der für den Keramikpreis nominierten Künstler/innen und der Preisträger zu sehen.

Die Jury (Nele Ströbel, Künstlerin aus München; Toni Stooss, Direktor des Museums der Moderne in Salzburg; Mag. Barbara Reisinger, Lehrbeauftragte für Keramik an der Universität Mozarteum Salzburg) begründete ihre Entscheidung für die Preisträgerin folgendermaßen: "Ihre Arbeit beeindruckt durch mehrere Möglichkeiten der Annäherung. Das prämierte Werk aus dünnen Tonwülsten hat einen inhaltlichen Aspekt, die enorm hohe Zahl, die nicht entziffert werden kann (trotzdem hat sie eine konkrete Bedeutung). Die Form des in Worten geschriebenen Milliardenbetrags ist auch eine Anspielung auf die Heizspiralen eines Brennofens. Die Werke der Linzer Künstlerin laden zu Gedankenspielen ein, welchen Stellenwert hat die Zahl, warum möchte sie, dass man die Zahl nicht lesen kann? Die Inhaltlichkeit und die Materialität bilden einen spannenden Zusammenklang."

Über die Träger der Anerkennungspreise urteilte die Jury: "Kurt Spurey spielt in der hier gezeigten Serie mit der Aura des österreichischen Traditionsbetriebes, das ‘Superlabel‘ Augarten wird neu inszeniert. Der Künstler hat sich bei seinem Arbeitsaufenthalt dort aus dem Prozess der Porzellanfabrik ausgeklinkt und auf seine Weise halbfertige Produkte weiter verarbeitet.

Die Werke von Margit Denz verraten ein lustvolles plastisches Arbeiten, sie reizen zum Widerspruch. In technischer Perfektion gelingt ihr die Umsetzung ihrer Ideen mit adäquaten Mitteln, wie die stimmige Präsentation der Köpfe als Einheit mit ihren Metallträgern. Die ‘Tentakel-Gefäße‘ ergänzen die Kinderköpfe und zeigen die Vielseitigkeit der Arbeit." o118-20

 

Fotos sind im Internet unter www.salzburg.gv.at/pressefoto.htm abzurufen. Eine ausführliche Biografie der Preisträger steht unter http://www.salzburg.gv.at/keramikpreis.pdf zur Verfügung.