Blasmusik ist wesentlicher Bestandteil der Volkskultur

Burgstaller dankte Wiener Philharmonikern für deren Förderung junger Blasmusik-Talente

Salzburger Landeskorrespondenz, 08.08.2010
 

(LK)  "Die Blasmusik ist ein wesentlicher Bestandteil der Salzburger Volkskultur. Viele tausend Musiker spielen in ihren Gemeinden und Verbänden in Kapellen und Musikgruppen, die zum Selbstverständnis unserer Kultur gehören und zur Identität unseres Bundeslandes beitragen. Nicht auszudenken, wie unsere Kulturlandschaft ohne dieses freiwillige Engagement aussehen bzw. sich anhören würde. Ich bedanke mich daher bei allen Verbänden und Vereinen, Sängern und Musikern für diesen herausragenden volkskulturellen Beitrag." Dies betonte heute, Sonntag, 8. August, Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller vor dem Konzert der Wiener Philharmoniker mit jungen Blasmusikern aus Salzburg und der Steiermark auf dem Domplatz.

Heuer findet dieses Sonderkonzert der Wiener Philharmoniker mit der Blasmusikjugend bereits zum fünften Mal statt. Sie wollen mit diesem Projekt den Nachwuchs fördern und gehen dafür  mit den Salzburger und Blasmusikvereinen aus einem anderen Bundesland auf Talentsuche. Nach Tirol im vergangenen Jahr war heuer die Steiermark an der Reihe. Besonders begabte junge Musiker sollen dazu angeregt werden, eine professionelle Ausbildung zu absolvieren, um damit den Grundstein für eine Karriere als Berufsmusiker zu legen.

Es sei erfreulich, dass es auch heuer wieder gelungen sei, dieses wunderbare Projekt auf die Beine zu stellen und den jungen Musikern die Möglichkeit zu geben, mit Vertretern des wichtigsten Klangkörpers Österreichs, den Wiener Philharmonikern, zusammenzukommen, um von ihnen zu lernen und gemeinsam zu musizieren, so Mag. Burgstaller. "Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese Begegnung für beide Seiten inspirierend ist. Ein besonderer Dank gilt auch all jenen, die in vielen ehrenamtlichen Stunden dafür sorgen, dass die Qualität der Musikkapellen ein derart hohes Niveau erreicht hat. Dazu gehören vor allem die Funktionäre der Verbände und deren Kapellmeister. Zudem leisten die Musikschulen des Landes hervorragende Arbeit in der Ausbildung der Musiker - vor allem im Bereich der Vorbereitung für das Musizieren in
Kapellen und Gruppen ist das Musikum sehr engagiert", betonte die Landeshauptfrau. Sie dankte abschließend der steiermärkischen Landesregierung für die großzügige finanzielle Unterstützung dieser Veranstaltung sowie den Wiener Philharmonikern, allen voran Karl Jeitler, die sich die Zeit nehmen, gemeinsam mit den jungen Musikern zu arbeiten und sie musikalisch zu begleiten.

Auf dem Programm des Konzertes der Wiener Philharmoniker mit Salzburger und steirischen Blasmusiktalenten standen der Königsmarsch von Richard Strauss, die Ouvertüre zur Oper "Die lustigen Weiber von Windsor" von Otto Nicolai, eine Melodienfolge aus der Oper "Carmen" von Georges Bizet, der Walzer "Morgenblätter" sowie die Polka schnell "Stürmische in Lieb‘ und Tanz" von Johann Strauß, die Polka francaise "Heiterer Mut" und die Polka Mazurka "Die Nasswalderin" von Josef Strauß sowie der steirische Traditionsmarsch des 47er Regiments von Josef Franz Wagner.

Im Bundesland Salzburg gibt es 151 Musikkapellen mit rund 8000 aktiven Mitgliedern. Rund die Hälfte davon ist jünger als 30 Jahre. "Die Jugendarbeit und die damit verbundene Aus- und Weiterbildung der Musiker ist das oberste Ziel der Arbeit des Salzburger Blasmusikverbandes. Die Musikkapellen und damit alle ihre Musikerinnen und Musiker übernehmen durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit ein hohes Maß an sozialer Verantwortung und geben der heimischen Wirtschaft auch wichtige volkswirtschaftliche Impulse", betonte Landeshauptfrau Burgstaller. o171-32 

Franz Neumayr wird den Redaktionen Fotos vom Konzert der Wiener Philharmoniker mit jungen Blasmusikern aus Salzburg und der Steiermark anbieten.