Spitzenköchin Johanna Maier erhielt Großes Verdienstzeichen

Burgstaller: Weltbeste Köchin stellt sich Jahr für Jahr in den Dienst einer guten Sache

Salzburger Landeskorrespondenz, 02.09.2010
 

(LK)  "Trotz ihrer zahlreichen beruflichen Verpflichtungen stellt sich die weltbeste Köchin, Johanna Maier aus Filzmoos, Jahr für Jahr in den Dienst der guten Sache und kreiert für die Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung die Fastensuppe, die sie mit ihrer Familie an die Salzburgerinnen und Salzburger ausschenkt. Wie selbstverständlich stellt sie nicht nur ihre kostbare Zeit, sondern auch die Lebensmittel zur Verfügung." Mit diesen Worten würdigte heute, Donnerstag, 2. September, Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller das soziale Engagement von Johanna Maier bei der Eröffnung von deren Kochschule in Filzmoos. Dabei überreichte die Landeshauptfrau der weltweit einzigen Vier-Hauben-Köchin für deren Verdienste um das Land Salzburg und das großes karitative Engagement das Große Verdienstzeichen des Landes Salzburg.

"Johanna Maier ist seit vielen Jahren für ihre Kochkunst auf allerhöchstem Niveau bekannt und beweist mit ihrem langjährigen sozialen Engagement, dass sie im wahrsten Sinn des Wortes weit über den Tellerrand hinaus denkt. Mit der Wahl der von ihr zu Köstlichkeiten verarbeiteten Produkte beweist Johann Maier ihre Verbundenheit zur Region und ist nicht zuletzt damit eine hervorragende und außergewöhnliche Botschafterin Salzburgs", sagte die Landeshauptfrau. Als bemerkenswert führte Mag. Burgstaller den Umstand an, "dass mit Johanna Maier eine Frau den ‘Himmel‘ in der männlich dominierten Kochwelt erklommen hat. Sie versteht es dabei auf vorbildhafte Art, den sehr fordernden Beruf mit dem ihr so wichtigen Familienleben ebenso wie mit ihrem sozialen Engagement unter einen Hut zu bringen". Mag. Burgstaller bezeichnete die Vier-Hauben-Köchin weiters als "glänzendes Beispiel für eine ‘Karriere mit Lehre‘". Zu Johanna Maiers Karriere hätten auch die wichtigen Erfahrungen aus zahlreichen beruflichen Auslandsaufenthalten beigetragen.

Der Familienfasttag, der von Johanna Maier seit Jahren unterstützt wird, wurde von der Katholischen Aktion im Jahr 1958 zur Bekämpfung des Hungers in der Welt ins Leben gerufen. Durch den Verzicht auf ein üppiges Mal sollen die Solidarität mit Menschen in Armut und Not und die Bereitschaft zum Teilen mit Benachteiligten ausgedrückt werden. "Durch ihr Engagement hat Johanna Maier wesentlich dazu beigetragen, die Aktion Familienfasttag öffentlichkeitswirksamer zu machen und sie dadurch einer breiteren Bevölkerungsschicht näher zu bringen", betonte Mag. Burgstaller.

Johanna Maier absolvierte im Sporthotel ihrer Heimatgemeinde Radstadt eine Koch- und Kellnerlehre und arbeitete nach Praxisjahren in Paris gemeinsam mit ihrem Mann Dietmar im von dessen Eltern geführten Gasthof Hubertus in Filzmoos, den das Paar 1984 übernahm. Nach dem ersten erfolgreichen Geschäftsjahr besuchte Johanna Maier zunächst ein mehrtägiges Kochseminar bei Dieter Müller in Bischofshofen, visitierte bei Hans Haas in München, André Jaeger in Schaffhausen sowie bei Jean-Georges Vongerichten in New York und holte sich außerdem Anregungen im "Regent" in Hongkong. All diese Weiterbildungsaktivitäten und das Sammeln von Erfahrungen wurden schon 1987 mit der ersten Haube von Gault Millau belohnt, der 1993 eine zweite, 1998 eine dritte und 2001 die vierte Haube folgten. 1996 war sie im Gault Millau auch "Koch des Jahres" und 2005 erhielt sie zwei Sterne im Guide Michelin und 2009 erneut vier Hauben im Gault Millau. Nachdem Johanna Maier bereits drei Kochbücher herausgegeben hat, wird sie nunmehr in der neu eröffneten Kochschule in Filzmoos ihren umfangreichen, kulinarischen Wissensschatz an Berufskollegen sowie an Hobbyköchinnen und Hobbyköche weitergeben. o192-30

 Franz Neumayr wird den Redaktionen für das Landespressebüro Fotos von der Überreichung der Landesauszeichnung an Johanna Maier anbieten.