Großes Engagement für die Salzburger Volkskultur

Burgstaller und Eberle überreichten 14 Verdienstzeichen des Landes an verdiente Persönlichkeiten aus der Volkskultur

Salzburger Landeskorrespondenz, 07.10.2010
 

(LK)  Für großes Engagement auf dem Gebiet der Salzburger Volkskultur wurden kürzlich zahlreiche in der Volkskultur tätige Personen mit Auszeichnungen des Landes geehrt. Bei einem Festakt in der Salzburger Residenz überreichten Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller und Volkskulturreferentin Landesrätin Doraja Eberle 14 Verdienstzeichen des Landes an verdiente Persönlichkeiten aus der Salzburger Volkskultur. Darüber hinaus wurden 37 Jungmusikerinnen- und Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Gold und sechs Musikerinnen- und Musiker-Leistungsabzeichen in Gold verliehen sowie drei Personen mit dem Volkstanz-Leistungsabzeichen in Gold, drei Absolventen des Kapellmeisterkurses und 17 Absolventen der Stabführerprüfung geehrt.

Das Verdienstzeichen des Landes Salzburg erhielten Leo Ederer (Lamprechtshausen), Armin Fingerlos (Mariapfarr), Konrad Gauger (St. Johann im Pongau), Michael Grabner (Grödig), Alois Hammerschmid (Maria Alm), Josefine Heitzmann (Tamsweg), Kommerzialrat Hubert Herbst (Saalfelden), Alois Kirchner (Bramberg am Wildkogel), Fritz Kranawendter (Saalfelden), Martin Ottino (Dienten am Hochkönig), Gerhard Schweiger (Grödig), Josef Seidl (Werfen-Tenneck), Martina Seiwald-Reiter (Hallein) und Annelie Wieland (St. Michael im Lungau).

Leo Ederer hat den Michael-Haydn-Chor in Lamprechtshausen, der erfolgreich an zahlreichen Landesjugend-,  Bundesjugend- und Wertungssingen des Chorverbandes Salzburg teilnahm, gegründet und war Chorleiter der Liedertafel Oberndorf und Bezirkschorleiter des Flachgaues. Armin Fingerlos ist seit 1971 Mitglied der Trachtenmusikkapelle Unternberg und seit 1993 Kapellmeister. Seit vielen Jahren übt er die Funktion des Bezirkskapellmeister-Stellvertreters im Lungauer Blasmusikverband und die Funktion des Leiters des Schülerblasorchesters der Hauptschule Mariapfarr aus.

Konrad Gauger ist seit 1974 Mitglied bei der Bürgermusikkapelle St. Johann im Pongau und seit 2000 Kapellmeister. Er ist Mitglied der Plankenauer Tanzlmusi, Hochzeitslader und Kassaprüfer im Bezirksverband der Pongauer Blasmusikkapellen. Michael Grabner ist seit 1992 Obmann der Brauchtumsgruppe Salzburg-West. 1996 gründete er innerhalb dieser Brauchtumsgruppe eine eigene Theatergruppe. Er ist Beirat des Gauverbandes der Heimatvereinigungen der Stadt Salzburg.

Alois Hammerschmid war bis 1995 stellvertretender Kapellmeister der Trachtenmusikkapelle Maria Alm. Von 1995 bis 2009 übte er die Funktion des Kapellmeisters aus. Außerdem war er Mitbegründer des Jugendorchesters Samadi sowie zehn Jahre Bezirksstabführer im Pinzgauer Blasmusikverband. Josefine Heitzmann ist seit 1993 Kustodin und langjährige Schriftführerin des Lungauer Museumsvereines Tamsweg und seit 1998 Schriftführerin der Erzbruderschaft an der Wallfahrtskirche St. Leonhard zu Tamsweg. Sie ist für die Organisation und Durchführung der jährlichen Sonderausstellungen verantwortlich. Kommerzialrat Hubert Herbst war zehn Jahre Landesinnungsmeister für Schlosser und Schmiede sowie langjähriger Finanzreferent des Pinzgauer Heimatmuseums Schloss Ritzen. Große Verdienste hat er sich um die Erfassung der Kleindenkmäler Saalfeldens sowie als Verfasser verschiedener Publikationen erworben. Alois Kirchner ist langjähriges Mitglied bei der Trachtenmusikkapelle Bramberg, der Freiwilligen Feuerwehr Bramberg und des Bramberger Chores sowie Gründer und Mitglied des Bramberger Zweigesanges. Zudem ist er als Autor und Illustrator tätig.

Fritz Kranawendter war von 1981 bis 1986 Obmann der Landjugend Leogang und ist seit 1981 aktives Mitglied im Trachtenverein "D‘ Spielberger" in Leogang und seit 1997 deren Obmann. Martin Ottino ist seit mehr als dreißig Jahren Mitglied der Trachtenmusikkapelle Dienten und seit 1983 Kapellmeister. Weiters ist er Mitbegründer und Kapellmeister des Jugendorchesters Samadi und übt seit 2009 die Funktion des Bezirkskapellmeister-Stellvertreters Pinzgau aus.

Gerhard Schweiger ist als Mitarbeiter im Salzburger Freilichtmuseum seit der Gründung 1967 maßgeblich an der Abtragung und Wiedererrichtung vieler Museumsbauten beteiligt. Seit 15 Jahren übt er die Funktion des Museums-Depotleiters aus und organisiert viele Sonderausstellungen im Salzburger Freilichtmuseum. Josef Seidl ist seit 1967 aktives Mitglied des Heimatvereines "D‘ Blühnbachtaler" in Werfen. Große Verdienste hat er sich vor allem bei der Jugendausbildung und bei der Dokumentation "200 Jahre Schützen am Pass Lueg" erworben.

Martina Seiwald-Reiter ist Gesangspädagogin. Seit 2000 leitet sie den Männerchor Kuchl, und seit 2003 übt sie die Funktion der Bezirkschorleiterin des Chorverbandes Salzburg für den Tennengau aus. Annelie Wieland ist seit 1986 Mitglied der Trachtenfrauen St. Michael im Lungau und war von 1996 bis 2008 Obfrau. Jahrelang war sie Bezirksobfrau und Trachtenreferentin der Lungauer Trachtenfrauen sowie Gauobmann-Stellvertreterin des Gauverbandes der Lungauer Heimatvereinigungen.

Leistungsabzeichen in Gold verliehen

Das Jungmusikerinnen- und Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Gold erhielten Michael Aigner (Maishofen), Anja Arlhofer (Lend), Caroline Brodinger (Schleedorf), Markus Burgschwaiger (Dienten), Claudia Dum (Hallein), Florian Egger (Rauris), Anja Gruber (Tamsweg), David Grubinger (Thalgau), Friedrich Gschaider (Lamprechtshausen), Michaela Hartl (Henndorf), Andrea Haselwallner (Henndorf), Christian Hemetsberger (Köstendorf), Philipp Höller (Kleinarl), Alexander Holzmann (Bischofshofen), Alexandra Kendler (St. Georgen im Pinzgau), Petra Klieber (Radstadt), Petra Koch (Wals-Siezenheim), Sebastian Kollmann (Plainfeld), Philipp Kranjc (Hof bei Salzburg), Markus Leyerer (Rauris), Elisabeth Lindinger (Hof bei Salzburg), Magdalena Meikl (Werfen), Andrea Moser (Bischofshofen), Birgit Neuschmied (Goldegg), Philipp Pernerstetter (Seeham), Julia Rehrl (Kuchl), Teresa-Maria Rettensteiner (Pfarrwerfen), Jasmin Sampl (Siezenheim), Philipp Santner (Unternberg), Elisabeth Schnöll (Anif), Verena Stöllinger (Fuschl am See), Elisabeth Struber (St. Koloman), Kathrin Strübler (Hintersee), Michael Voithofer (Wagrain), Thomas Walter (Radstadt), Matthias Wirnsperger (Großarl) und Ricarda Zambelli (Bad Hofgastein).

Das Musikerinnen- und Musiker-Leistungsabzeichen in Gold ging an Leopold Ernstbrunner (Oberalm), Thomas Feldhofer (Radstadt), Erich Geierspichler (Anif), Josef Oberascher (Bad Vigaun), Frank Reschreiter (Rußbach) und Christian Wieser (Mittersill).

Erfolgreiche Kursabsolventen

Als Absolventen des Kapellmeisterkurses wurden Johann Greischberger (Seeham), Reinhold Langegger (Dorfgastein) und Martin Schwab (Köstendorf) geehrt. Absolventen des Stabführerkurses sind Robert Frahndl (Werfen), Joachim Grassl (Scheffau), Matthias Hager (Pfarrwerfen), Christian Hartl (Uttendorf), Michael Jans (Salzburg), Manuel Kohlbacher (Michaelbeuern), Florian Lerchner (Neumarkt am Wallersee), Andreas Neumayer (Berchtesgaden), Christian Obermoser (Pfarrwerfen), Roland Ramgraber (Laufen), Sebastian Rippl (Michaelbeuern), Philipp Santner (Unternberg), Christoph Scharbert (Freilassing), Mathias Schrempf (Ramsau am Dachstein), Tobias Wallner (Hollersbach), Anton Wieser (Kuchl) und Florian Wirnsperger (Unternberg). Mit dem Volkstanz-Leistungsabzeichen in Gold wurden Magdalena Kalchschmied (Gries im Pinzgau), Alexandra Maislinger (Neumarkt am Wallersee) und Rupert Viehhauser (Kleinarl) ausgezeichnet.

Kulturstandort von internationalem Rang

"Das Bundesland Salzburg ist ein Kulturstandort von internationalem Rang mit einem überaus reichhaltigen kulturellen Angebot", sagte Landeshauptfrau Burgstaller bei dem Festakt. "An die 151 Blasmusikkapellen, 337 Heimatvereine, Trachten- und Brauchtumsgruppen, 108 Schützenkompanien, 170 Volkslied- und Volksmusikgruppen, 405 Chöre und 71 Heimatmuseen sowie die Fachorganisation Arge Volkstanz geben unserem Land seine besondere Note. Sie alle tragen in einem gemeinsamen Europa in besonderem Maße zur Erhaltung der kulturellen Identität unseres Bundeslandes bei."

Es sei auch eines der vorrangigen Ziele der Landespolitik, die kulturelle Identität zu fördern und unser Kulturerbe zu wahren, so Landeshauptfrau Burgstaller weiter. "Gleichzeitig sieht die Landesregierung in der Festigung der Position Salzburgs als international renommiertes Musikland eine ihrer wichtigsten landespolitischen Aufgaben. Salzburg ist es auch wichtig, die Musikerziehung der Jugend im ganzen Land zu fördern. Musikalische Erziehung trägt nicht nur zur geistigen und musischen Bildung, sondern auch zu einer umfassenden Persönlichkeitsentfaltung wesentlich bei." Derzeit stehen für die Salzburger Volkskultur 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. Das Budget für die Volkskultur wurde von 2006 bis 2009 mehr als verdoppelt. Mehr als 45.000 Salzburgerinnen und Salzburger sind in volkskulturellen Vereinen tätig. "Die Volkskultur wird aber auch außerhalb der Vereine gelebt und geliebt. Unseren Brauchtums- und Schützenvereinen, Musikkapellen und Chören, die fast ausschließlich auf Basis ehrenamtlicher Tätigkeit agieren, ist es zu verdanken, dass Salzburg auch in der Volkskultur auf ein breites Angebot verweisen kann", betonte Landeshauptfrau Burgstaller.

Salzburgs Musikkapellen halten insgesamt Jahr für Jahr fast 9.000 Proben ab und gestalten pro Jahr insgesamt mehr als 7.000 Veranstaltungen. Alle aktiven Salzburger Blasmusikerinnen und Blasmusiker leisten pro Jahr knapp 2,7 Millionen Stunden. "Aber Volkskultur bewahrt und pflegt nicht nur, sondern befasst sich mit neuen Aufgaben. Dies geschieht kreativ und zukunfts-orientiert. Die gesellschaftspolitische Bedeutung der Volkskultur ist unbestritten", stellte Landeshauptfrau Burgstaller fest.

Eberle: Lebendiges Signal der Jugend

"Es ist ein sehr lebendiges Signal der Jugend, dass unter anderem 41 Jungmusikerinnen und -musiker ihr Leistungsabzeichen bekommen", stellte Landesrätin Eberle fest. Beeindruckend sei, was von Tausenden Salzburgerinnen und Salzburgern im Ehrenamt geleistet werde. Wichtig sei es, junge Menschen für die Volkskultur zu begeistern und ihnen die Möglichkeit zu geben, von den Erwachsenen zu lernen, sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen und das Leben darauf aufzubauen. o219-51 

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