Potenzial für neue Friedenskultur aufzeigen

Eberle bei der Eröffnung der St. Johanner Friedenstage: Abbau von Vorurteilen entzieht Gewalt und Fanatismus den Nährboden

Salzburger Landeskorrespondenz, 14.10.2010
 

(LK)  "Friede braucht gegenseitiges Kennen und Schätzen, denn nur was Menschen schätzen, schützen sie auch. So ist es auch Aufgabe der Volkskultur, Menschen einander näherzubringen und andere Kulturen kennen zu lernen. Sich übereinander zu informieren, voneinander zu lernen und Vorurteile abzubauen, entzieht Gewalt und Fanatismus den Nährboden", so Landesrätin Doraja Eberle bei der Eröffnung der 6. St. Johanner Friedenstage heute, Donnerstag, 14. Oktober, im Kultur- und Kongresshaus am Dom in St. Johann im Pongau.

Ein Fest der Volkskulturen, ein Symposion über das Friedenspotenzial der Religionen, Schulprojekte zum Thema "Mit allen Sinnen", Ausstellungen und vieles mehr stehen auf dem Programm der heurigen St. Johanner Friedenstage, die bis Samstag, 16. Oktober, dauern. "Ziel der St. Johanner Friedenstage ist die Sensibilisierung für die latenten und akuten Kriegs- und Un-Friedenszustände. Darüber hinaus geht es um das Aufzeigen von positiven Bedingungen und praktischen Beispielen mit dem Potenzial für eine neue Friedenskultur", betonte Landesrätin Eberle.

Schwerpunkte des heurigen Programms sind das Symposion "Das Friedenspotenzial der Religionen - Integration durch Vielfalt", das Schulprojekt "Friede überall - Peace, Shalom, Baris", Begegnungen von volkskulturellen Vereinen, Gastgruppen aus Litauen und Burgenland sowie Migrantenvereinen aus Salzburg, die Ausstellungen "Pongauer Friedensgebete" des Goldegger Künstlers Mag. Reinhold Aschbacher und "Weltreligionen - Weltfrieden - Weltethos" der Weltethos-Initiative Österreich. Dazu kommen Texte und Musik unter dem Motto "Eine Stunde Frieden" sowie das Fest der Volkskulturen am Samstag, 16. Oktober, auf dem Stadtplatz von 13.00 bis 17.00 Uhr.

"Was unsere Zeit und unsere Gesellschaft brauchen, sind Brückenbauer im Großen und im Kleinen, ist eine Friedenskultur, die mehr ist, als die Abwesenheit einer Kriegskultur. Europa als Ganzes, wie auch jede einzelne Gemeinde, kann Keimzelle des Neuen werden", so Landesrätin Doraja Eberle.

Die Friedenstage sind eine gemeinsame Veranstaltung des Landes Salzburg (Referat Volkskultur und Erhaltung des kulturellen Erbes und Referat Kunstförderung), des Vereines Intersol (Verein zur Förderung internationaler Solidarität), des Dachverbandes Salzburger Volkskultur, des Salzburger Bildungswerkes, des Landesverbandes der Salzburger Heimatvereine und der Stadtgemeinde St. Johann im Pongau. Weitere Details gibt es unter www.friedenstage.at im Internet. o224-74

 

Franz Neumayr wird den Redaktionen für das Landespressebüro Fotos anbieten.