15 ehemalige Landtagsabgeordnete mit Landesauszeichnungen geehrt

Burgstaller: Geschicke des Landes entscheidend mitgeprägt / Illmer: Viel Zeit für ehrenamtliche Funktionen gewährt

Salzburger Landeskorrespondenz, 11.11.2010
 

(LK)  15 Auszeichnungen des Landes Salzburg überreichte Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller gestern, Mittwoch, 10. November, bei einem Ehrungsfestakt in der Salzburger Residenz an ehemalige Mitglieder des Landtages. Das Große Ehrenzeichen des Landes erhielten die Zweiten Landtagspräsidenten a.D. MMag. Michael Neureiter und Wolfgang Saliger. Darüber hinaus wurden ein Ehrenzeichen des Landes, fünf Große Verdienstzeichen des Landes, drei Verdienstzeichen des Landes und vier persönlich gewidmete Ehrenbecher der Landeshauptfrau verliehen. Am Rande des Festaktes sprach Landeshauptfrau Burgstaller einen besonderen Dank dem Präsidenten des Bundesrates außer Dienst, Bürgermeister Ludwig Bieringer, aus.

MMag. Michael Neureiter aus Bad Vigaun gehörte dem Salzburger Landtag von 1984 bis 2008 an und war dabei von 1999 bis 2004 Klubobmann-Stellvertreter des ÖVP-Landtagklubs und von April 2004 bis Mai 2008 Zweiter Präsident des Landtages. Er bekleidete auch mehrfach Ausschussfunktionen, wobei ihm die Europaangelegenheiten ein besonderes Anliegen waren. Außerdem ist Mag. Neureiter Initiator und Förderer vieler Kultur- und Sozialinitiativen.

Wolfgang Saliger aus Plainfeld hat sich von März 1991 bis April 2009 als Abgeordneter zum Landtag, davon eineinhalb Jahre als Dritter Präsident und ein Jahr als Zweiter Präsident, engagiert. Von 1989 bis 1991 übte er die Funktion des Bundesrates aus. Wolfgang Saliger ist auch in vielen Bereichen ehrenamtlich tätig.

Das Ehrenzeichen des Landes Salzburg erhielt Ökonomierätin Theresia Fletschberger aus Henndorf. Theresia Fletschberger war 15 Jahre als Abgeordnete zum Landtag, davon von 1999 bis 2004 als Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses und von 2004 bis 2009 als Vorsitzende-Stellvertreterin des Sozial- und Gesundheitsausschusses tätig. Sie engagiert sich zudem im Salzburger Hilfswerk und anderen ehrenamtlichen Bereichen.

Fünf Große Verdienstzeichen des Landes verliehen

Das Große Verdienstzeichen des Landes Salzburg bekamen Kommerzialrat Dkfm. Dr. Bernd Petrisch aus Salzburg, Dr. Heidi Reiter aus Eugendorf, Bürgermeister a.D. Matthias Scheiber aus Leogang, Emmerich Schwemlein aus Bruck an der Glocknerstraße und Hilde Wanner aus Salzburg. Dr. Petrisch war zehn Jahre als Abgeordneter zum Landtag, davon von 2001 bis 2009 in der Funktion des Vorsitzenden des Petitionsausschusses sowie des Bildungs-, Schul-, Sport- und Kulturausschusses und von 1999 bis 2004 als Vorsitzender-Stellvertreter des Wirtschaftsausschusses tätig. Außerdem war er jahrelang mit großem Engagement als Kurator des Wirtschaftsförderungsinstitutes tätig.

Dr. Heidi Reiter war zehn Jahre verdienstvoll als Abgeordnete zum Landtag tätig. Sie war außerdem jahrelang in der Gemeindevertretung Eugendorf engagiert und Vorstandssprecherin der Bürgerliste Land Salzburg. Matthias Scheiber war von 1999 bis 2009 als Abgeordneter zum Landtag tätig. Von 1987 bis 2004 arbeitete er als Bürgermeister der Gemeinde Leogang für das Wohl und die Anliegen der Leoganger Bevölkerung.

Emmerich Schwemlein hat sich fünf Jahre als Abgeordneter zum Landtag und zehn Jahre als Abgeordneter zum Nationalrat in Wien für die Salzburger Interessen engagiert. Hilde Wanner war zehn Jahre als Abgeordnete zum Landtag, davon fünf Jahre als Vorsitzende des Finanzausschusses mit Engagement tätig.

Mit dem Verdienstzeichen des Landes Salzburg wurden Dipl.-Ing. Sonja Hartl aus Zell am See, Michael Kretz aus Golling und Helmut Lindenthaler aus Abtenau ausgezeichnet. Sonja Hartl hat sich fünf Jahre als Abgeordnete zum Landtag engagiert. Sie war Bereichssprecherin für Raumordnung und Wohnen. Michael Kretz war fünf Jahre verdienstvoll als Landtagsabgeordneter tätig und hat sich besonders im Gesundheitsbereich eingesetzt. Helmut Lindenthaler war sechs Jahre mit Engagement als Abgeordneter zum Landtag tätig. Vor allem der Sport- und Wirtschaftsbereich waren ihm ein besonderes Anliegen.

Den persönlich gewidmeten Ehrenbecher der Landeshauptfrau erhielten Josef Gönitzer aus Oberndorf, Oberschulrat Hannes Miller aus St. Georgen bei Salzburg, Othmar Schneglberger aus Wals-Siezenheim und Veronika Schuster aus Salzburg. Josef Gönitzer hat dem Landtag von Dezember 2008 bis April 2009, Hannes Miller von April 2004 bis Oktober 2006, von April 2004 bis Dezember 2005 und Veronika Schuster von Dezember 2006 bis April 2009 angehört.

Salzburger Sicht in Wien vertreten

Darüber hinaus bedankte sich Landeshauptfrau Burgstaller beim Präsidenten des Bundesrates außer Dienst, Bürgermeister Ludwig Bieringer, für seine Arbeit für das Land Salzburg. Ludwig Bieringer habe immer die Salzburger Sicht der Dinge in Wien vertreten, so Landeshauptfrau Burgstaller. Am 16. Mai 1984 zog Ludwig Bieringer erstmals in den Bundesrat ein. Die ÖVP bestellte ihn 1997 zum Obmann der Bundesratsfraktion, diese Funktion übte er zwölf Jahre lang aus. Zwischen 1989 und 1991 war Abgeordneter zum Salzburger Landtag. Für insgesamt fünf Jahre bekleidete Bieringer in zwei Perioden das Amt des Ordners im Bundesrat, dreimal für jeweils ein halbes Jahr. Er war drei Mal Bundesratspräsident (jeweils ein Halbjahr 1993, 1998 und 2002). Am 20. April 2009 erklärte Ludwig Bieringer, Bürgermeister von Wals-Siezenheim, seinen Rücktritt aus dem Bundesrat.

Burgstaller: Jahrelanges großes politisches Engagement

"Die geehrten ehemaligen Landtagsabgeordneten bewiesen jahrelang großes politisches Engagement und prägten in den jeweiligen Wirkungsbereichen die Geschicke des Landes Salzburg entscheidend mit - und das mit Kompetenz und viel Einsatz", betonte Landeshauptfrau Burgstaller gestern Abend bei dem Festakt. "Sie zeichneten sich durch die wichtigen Eigenschaften Leidenschaft, Verantwortungsgefühl und Augenmaß aus und räumten stets dem Gemeinwohl den Vorzug ein."

Illmer: Arbeit der Abgeordneten sichtbar machen

"Wenn die Zeit als eines der wertvollsten Güter angesehen wird, dann haben die geehrten Abgeordneten außer Dienst Zeit für Mitmenschen, für die Gesellschaft, für ehrenamtliche Funktionen, für berufliche Interessensvertretungen und unmittelbar für institutionelle Politik, für den Landtag gewährt", betonte Landtagspräsident Simon Illmer. "Zeit spielt auf dem Arbeitsplatz oder zu Hause, im Beruf oder privat, in einer menschlichen Beziehung oder in ehrenamtlichen Funktionen eine große Rolle. Abgeordneter wird man nicht ohne ein entsprechendes Umfeld und nicht ohne eine entsprechende vorherige Entwicklung in Staat und Gesellschaft, im Beruf, in der Wissenschaft, in Interessensvertretungen. Die ausgezeichneten Abgeordneten haben sich ihre Mandate auch über den Einsatz an Zeit erarbeiten müssen. Um diese Arbeit, die die Abgeordneten außer Dienst geleistet haben, noch einmal sichtbar zu machen, werden diese Auszeichnungen verliehen." o247-51 

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