Vereine beleben die Dorfgemeinschaft

Widmann gratulierte Weißbacher Vereinen zu runden Jubiläen

Salzburger Landeskorrespondenz, 21.11.2010
 

(LK)  "Die Funktion der Vereine reicht weit über deren eigentlichen Vereinszweck hinaus. Sie sind durch ihre zahlreichen Veranstaltungen für ein funktionierendes Dorfleben sowie das soziale Miteinander unentbehrlich. In der heutigen Zeit muss man sich schon etwas Besonderes einfallen lassen, um die Menschen hinter dem Ofen hervorzulocken. Trotz der gestiegenen Ansprüche werden die Vereine diesen Anforderungen gerecht." Dies betonte heute, Sonntag, 21. November, die für die Volkskultur ressortzuständige Landesrätin Dr. Tina Widmann beim Tag der Vereine in Weißbach bei Lofer, bei dem der Sportverein das 40-, das Bildungswerk das 50- und die Kameradschaft das 60-Jahre-Jubiläum feierten.

Ein reges Vereinsleben wäre jedoch ohne ehrenamtlich tätige Funktionäre und Mitarbeiter undenkbar. "Ehrenamt hat für mich immer mit Leidenschaft, Nächstenliebe und Wertschätzung der Mitmenschen zu tun. Ich setze mich für den anderen ein, weil er es mir wert ist: Diese Tätigkeiten lassen sich nicht bezahlen, weil sie unbezahlt sind. Aus meinem persönlichen Engagement heraus kann ich noch anfügen, dass ich die größte Motivation vor allem aus meinem Team ziehe. Das bedeutet, dass die Hälfte des Ehrenamts eigentlich aus Teamarbeit besteht", sagte die Landesrätin.

Besonders wichtig sei die Arbeit mit und für die jungen Menschen, um der nächsten Generation Werte zu vermitteln und die Bereitschaft zu wecken, Verantwortung zu übernehmen. Vor allem die Gemeinden sollten den jungen Menschen die Chance geben, die Gemeinschaft mit zu gestalten. Keine Gemeinde komme ohne Mitmenschen aus, die sich kostenlos für andere einsetzen, so Widmann.

"Wer einmal ein Ehrenamt ausgeübt hat, weiß, dass man das, was man gibt, auch wieder zurückbekommt. Schon allein zu sehen, dass man anderen Menschen Freude bereiten kann, ist Lohn genug für die ehrenamtliche Tätigkeit. Sie ist keine kostensparende Alternative zu hauptamtlich geleisteter Arbeit, sondern ein tragender Pfeiler unserer Gesellschaft", sagte die Landesrätin.

Eine große Hoffnung für die Zukunft sei, dass sich immer wieder Menschen finden, die als Bildungswerkleiterin, Obmann des Sportvereins oder des Kameradschaftsbundes ehrenamtlich tätig werden. "Allen helfenden Händen, die in vielen Stunden ehrenamtlich tätig sind, sowie den Betrieben, die die Vereine stets tatkräftig unterstützen, gilt der Dank der Allgemeinheit und des Landes", sagte die Landesrätin abschließend. o255-30