Gedenken an zwei verstorbene Landespolitiker

Trauerkundgebung im Landtag für Landesrat a. D. Sepp Baumgartner und Landtagsabgeordnete a. D. Annemarie Dengg

Salzburger Landeskorrespondenz, 09.02.2011
 

(LK)  Am Beginn der heutigen Plenarsitzung gedachte der Salzburger Landtag zwei kürzlich verstorbener Landespolitiker. Der frühere Landesrat Dr. Sepp Baumgartner (FPÖ) ist am 26. Dezember des vergangenen Jahres im Alter von 88 Jahren und die ehemalige Landtagsabgeordnete Annemarie Dengg (ÖVP) am 31. Jänner 2011 im 91. Lebensjahr gestorben.

Sepp Baumgartner wurde 1922 in Salzburg geboren und leistete nach dem Besuch der Volks- und Hauptschule sowie der Lehrerbildungsanstalt in Salzburg ab dem Jahr 1941 Kriegsdienst in der Deutschen Wehrmacht. 1945 wurde er Volksschullehrer in Altenmarkt und Filzmoos, in der Folge Direktor der Volksschule Wegscheid bei Abtenau. Ab 1950 leitete er die Schulversuchsklasse an der Pädagogischen Akademie in Salzburg, wo er von 1972 bis 1978 als Abteilungsvorstand für die Ausbildung der Haupt- und Sonderschullehrer tätig war. Neben dem Beruf absolvierte Sepp Baumgartner ab 1963 das Studium der Pädagogik, Psychologie, Philosophie und Politikwissenschaften. Das Studium wurde mit der Promotion zum Dr. phil. im Jahr 1968 abgeschlossen. Die Funktion als Mitglied der Landesregierung, als Landesrat, bekleidete der Verstorbene von 1978 bis 1983. Seine Zuständigkeiten waren Fremdenverkehr, Heimatpflege und Straßenbau. Neben seinem Engagement in der Erwachsenenbildung für die FPÖ war Sepp Baumgartner lange Jahre hindurch im Landesschulrat tätig.

Annemarie Dengg gehörte dem Salzburger Landtag von 1969 bis 1984 an und bekleidete zahlreiche Funktionen, so etwa als Obfrau im damaligen Wohlfahrtsausschuss oder im Ausschuss für Schule und Kultur. "Ich habe Annemarie Dengg persönlich gekannt und ihr selbstloses Engagement, ihre Großherzigkeit und einzigartige Persönlichkeit geschätzt. Sie war eine engagierte Politikerin, tatkräftig um soziale Anliegen bemüht und hat auch immer den Ausgleich zwischen den Bevölkerungsgruppen gesucht", betonte Landtagspräsident Simon Illmer. Beruflich war die Verstorbene von 1945 bis 1965 Diözesan- und Zentralsekretärin der Katholischen Arbeiterjugend sowie Redakteurin der Mädchenzeitschrift "Unser Leben". Ab 1958 arbeitete sie als Lehrerin für Stenografie und Maschineschreiben an der Handelsschule in St. Johann im Pongau. Überdies bekleidete sie verschiedene Funktionen als Mitglied der Gemeindevertretung von St. Johann und in der Österreichischen Frauenbewegung. p34-30