Kraftvolles Zeichen gelebter Tradition

Burgstaller und Widmann: Landesschützen unentbehrliche Stütze der Gesellschaft / Sieben Verdienstzeichen des Landes verliehen

Salzburger Landeskorrespondenz, 20.02.2011
 

(LK)  "Wenn sich die Abordnungen der Salzburger Schützen einmal im Jahr zu einer großen Landesschützenfeier zusammenfinden, dann ist das ein kraftvolles Zeichen gelebter Traditionspflege, aber auch eine Demonstration bürgerlichen Selbstbewusstseins und eines aufrechten Bekenntnisses zur Heimat." Dies betonte Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller heute, Sonntag, 20. Februar, bei der 52. Anton-Wallner-Gedenkfeier in Niedernsill. "Die Schützenvereine leisten jährlich viele Stunden an freiwilliger und unentgeltlicher Arbeit und sind ein Ort des Miteinander, an dem junge Menschen den Wert von Bindungen, Gemeinschaft und aktiver Mitarbeit kennen lernen." Für Volkskulturreferentin Landesrätin Dr. Tina Widmann ist das Schützenwesen "ein Eckpfeiler der Salzburger Volkskultur".

Auch heuer wurden wieder besonders verdiente Persönlichkeiten aus den Reihen der Schützen geehrt, die sich mit viel Idealismus für die Belange des Schützenwesens eingesetzt und in vielen unbezahlten Stunden ihren Schützenverein unterstützt haben. Landeshauptfrau Burgstaller überreichte das Verdienstzeichen des Landes an: Paul Bruckbauer (Schützenhauptmann der St. Leonharder Weihnachtsschützen in Grödig), Ökonomierat Johann Fenninger (Ehrenhauptmann der Prangerschützen-Gesellschaft Eugendorf), Hermann Jäger (Obmann der Historischen Schützenkompanie Lessach), Johann Kandler (Obmann des Struberschützenvereins Golling), Ing. Bernhard Steger (Obmann der Historischen Schützenkompanie Zell am See), Georg Thurner (Hauptmann der St. Johanner Bauernschützen) und Christian Zinnburg (Hauptmann der Salzburger Festungsprangerstutzenschützen).

Die Abhaltung der Anton-Wallner-Gedenkfeier ist seit dem Jahr 1960 Tradition. Jedes Jahr in einem anderen Bezirk des Landes Salzburg, fand sie heuer in der Pinzgauer Gemeinde Niedernsill statt. Fahnenabordnungen aller 109 Schützenkompanien des Landes marschierten auf, um ihre Verbundenheit zur Heimat zum Ausdruck zu bringen, um den gefallenen und verstorbenen Kameraden zu gedenken und um an das beherzte Eintreten der Salzburger Schützen während der Franzosenkriege von 1809 zu erinnern. Anton Wallner war in dieser Zeit einer der herausragenden Schützenkommandanten und Freiheitskämpfer. Ebenfalls ein Anliegen der Feier ist die Auseinandersetzung mit der Frage, welchen Dienst die Schützengemeinschaft heute für ihr Land erbringen kann.

"Die Vorväter unserer Schützen haben während der Franzosenkriege tapfer ihre Heimat gegen einen äußeren Feind verteidigt. Der heutige Kampf - im Sinne eines stetigen und aufrechten Bemühens - gilt der Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der Lebensqualität in unserem Land. Darum bemühen sich die Mitglieder der Landesschützen als unentbehrliche Stütze unserer Gesellschaft", so Burgstaller weiter. "Gerade im heurigen Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit möchte ich den Schützen namens der Landesregierung für den wertvollen, freiwilligen Dienst an der Gesellschaft danken." Der Landesverband der Schützen zählt rund 5.800 aktive Schützen und weitere 4.700 unterstützende Mitglieder.

Widmann: Schützenwesen ist Eckpfeiler der Volkskultur

"Die in den Schützenvereinen ehrenamtlich Tätigen halten das Schützenwesen im Land Salzburg hoch und investieren viel Zeit und Engagement für die gelebte Volkskultur", betonte Landesrätin Widmann, die ihren Dank allen Mitgliedern der Schützenvereine aussprach. "Die Schützen nehmen heute in den Gemeinden einen unverzichtbaren Platz in der Pflege der Volkskultur ein. Es zeigt sich, dass Tradition etwas Lebendiges und Kostbares für die Identität von Land und Leuten ist", so Widmann.

Die Anton-Wallner-Gedenkfeier begann mit einem Begrüßungssalut, der Aufstellung der Kompanien und der Meldung an den Landeskommandanten, Schützenobrist und Bürgermeister von Werfen, Franz Meißl. Nach dem Abmarsch zur Kirche mit Kranzniederlegung und Totengedenken zelebrierte Landesschützenkurat Prof. Dr. Hans Paarhammer die Anton-Wallner-Gedenkmesse. Für die musikalische Umrahmung des Festaktes sorgten die Militärmusikkapelle Salzburg unter Oberst Ernst Herzog, die Trachtenmusikkapellen Stuhlfelden und Niedernsill sowie die Steffelschützen Niedernsill. p41-72

Es gilt das gesprochene Wort!

Franz Neumayr wird den Redaktionen für das Landespressebüro Fotos anbieten.