Bauernherbst setzt heuer auf Salzburger Brauchtum

Widmann: Volkskulturvereine von Anfang an tragende Säule des Bauernherbstes / Eröffnungsfest in Bad Vigaun

Salzburger Landeskorrespondenz, 28.08.2011
 

(LK)  Mit dem Schwerpunkt "Salzburger Brauchtum" setzt der Salzburger Bauernherbst heuer auf das Motto "G‘sungen und g‘spielt – ‘tanzt und ‘plattelt". "Damit stellt der heurige Bauernherbst die Vereine der Salzburger Volkskultur in den Mittelpunkt", betonte Volkskulturreferentin Landesrätin Dr. Tina Widmann heute, Sonntag, 28. August, bei der Eröffnung des Bauernherbstes in Bad Vigaun.

"Mehr als 1.000 Vereine mit rund 65.000 Mitgliedern halten die Salzburger Volkskultur hoch", so Widmann weiter. "Die für den Bauernherbst Verantwortlichen holten heuer die Vereine der Salzburger Volkskultur, die von Anfang an eine tragende Säule des Bauernherbstes waren, vor den Vorhang.

Das Land Salzburg und der Bauernherbst seien ohne seine Volkskultur nicht denkbar. "Es gibt kaum ein Fest ohne Musik, ohne Gesang, ohne Tanz, ohne Tracht oder ohne die Mitwirkung der Schützen. Diese Traditionen gilt es zu erhalten und weiterzugeben. Auch die nächsten Generationen sollen unsere Bräuche und unsere Kultur kennen und leben. Man muss für die Jugend die Brücken von früher zur heutigen Zeit schlagen. Das ist verbunden mit dem Zulassen von Wachstum und Entwicklung, ohne die Wurzeln zu verlieren", sagte Widmann. Die Volkskultur sei fest verankert bei den Salzburgerinnen und Salzburgern. "Das gibt Halt und Sicherheit, aber vor allem die Freiheit, sich mit anderen Kulturformen in unserem Land und mit Volkskulturen anderer Länder zu befassen."

Die Volkskultur sei die Visitenkarte des Landes. "So wie wir mit unserer Geschichte, unseren Bräuchen und unserer Tradition umgehen, so stehen wir zu unserer Heimat. Volkskultur ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Gesellschaftslebens, der Jung und Alt in den Gemeinden zusammenbringt. Genau das schafft der Bauernherbst", stellte Widmann fest. Die Philosophie des Bauernherbstes "Von Salzburgern für Salzburger" garantiere auch heuer die ungekünstelte Bodenständigkeit. Darin liege die Anziehungskraft, die der Bauernherbst seit vielen Jahren auf die Salzburger und die Urlaubsgäste ausübe. Der Salzburger Bauernherbst sei die "fünfte Jahreszeit" im Land Salzburg und schaffe es jährlich, bei rund 2.000 Veranstaltungen eine halbe Million Einheimische und Touristen zu begeistern, sagte Widmann.

"Der Bauernherbst wurde für Einheimische und Gäste gleichermaßen zu einem Fest der hohen Lebensqualität in unserem Land, die in vielfältiger Weise zum Ausdruck kommt. Der Erfolg jeder Bauernherbstveranstaltung besteht darin, dass in den Gemeinden gemeinsam an einem Strang gezogen wird und gemeinsam Ideen und Projekte entwickelt werden. Die Erfolgsgeschichte des Bauernherbstes ist vom Engagement der Menschen im Land getragen: im Tourismus, in der Land- und Forstwirtschaft, in Handwerk und Handel, in der Gastronomie, im vielfältigen Vereinsleben und besonders in den volkskulturellen Vereinen. Durch dieses Engagement und Miteinander entstehen Lebensqualität und lebendige ländliche Räume", so Widmann. Als ressortzuständige Landesrätin für Gemeindeentwicklung, Kinderbetreuung, Jugend und Senioren, Familie, Volkskultur, Nationalpark Hohe Tauern und Integration sei es ihr Ziel, diese Lebendigkeit in den Salzburger Gemeinden weiter zu forcieren und zu unterstützen, betonte Landesrätin Widmann abschließend. p192-54

Franz Neumayr wird für das Landespressebüro den Redaktionen Fotos anbieten.