Volkskulturpreis 2011 für das Buchprojekt "Denk ich an Heimat"

Widmann: Breite Palette der Preise zeugt von der Vielfalt der Formen in der Volkskultur

Salzburger Landeskorrespondenz, 25.10.2011
 

(LK)  Aus insgesamt 46 Einreichungen zum Salzburger Volkskulturpreis 2011 hat eine unabhängige Jury das Buchprojekt "Denk ich an Heimat – ein Straßenbuch" der Straßenzeitung Apropos für den Hauptpreis vorgeschlagen. Die beiden Förderpreise gehen an das Museum SIGL.HAUS in St. Georgen für das Projekt "Unser SIGL.HAUS – Sonderausstellung 2011" und an die Volksschule Salzburg-Itzling für das Projekt "Tanzend eine Brücke bauen – zwischen den Kulturen und zwischen Jung und Alt".

Volkskulturreferentin Landesrätin Dr. Tina Widmann dankte den Juroren für die gewissenhafte Arbeit und betonte, dass "die Palette der Preise von kultureller Dokumentation und Präsentation in einem Regionalmuseum über das Tanzprojekt einer Volksschule bis hin zu einem Heimat-Buch der Straßenzeitung Apropos einen großen Bogen spannt und die Vielfalt der Formen für die Bedeutung der Volkskultur deutlich macht." Bei allen Preisträgerprojekten werde die Frage nach Heimat, nach Verankerung in einem vertrauten Umfeld auf unterschiedliche Art und Weise behandelt, worin sich zeige, dass dies eine wichtige volkskulturelle wie auch persönliche Frage eines jeden Einzelnen sei. "Ganz so, wie es Herbert Grönemeyer in einem seiner Lieder so treffend besingt: Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl!", erklärte Dr. Widmann.

Ein halbes Jahr lang konnten sich Vereine, Gruppen oder auch Einzelpersonen für maßgebliche und innovative Impulse des volkskulturellen Lebens im Land Salzburg um den Salzburger Volkskulturpreis 2011 bewerben. Der Fokus richtete sich dabei auf die Jugend, die Gemeinschaft, die kulturelle Vielfalt, erneuerte und neue Bräuche sowie auf kulturwissenschaftliche Publikationen. Der alle zwei Jahre mit Unterstützung der Salzburger Nachrichten und der Kurt-und-Felicitas-Vössing-Stiftung vergebene Volkskulturpreis des Landes Salzburg ist mit 12.000 Euro dotiert, wovon 6.000 Euro auf den Hauptpreis und je 3.000 Euro auf die zwei Förderpreise entfallen. Die Überreichung der Volkskulturpreise 2011 findet am Donnerstag, 10. November, um 19.00 Uhr im Saal der Salzburger Nachrichten statt. Um Anmeldung unter 0662/8042-2615 oder volkskultur@salzburg.gv.at wird gebeten.

Der Jury für den Volkskulturpreis 2011 gehörten Prof. Dr. Manfred Seifert (Volkskundeinstitut Dresden), als Vorsitzender, sowie Univ.-Prof. Dr. Karl Müller (Universität Salzburg), Elisabeth Schneider (Kulturmanagerin Radstadt), Alfred Huemer (Salzburger Volkskultur) sowie Sabine Zaunschirm (Preisträgerin 2009) an. p241-33