Krippensammlung im Schloss Ritzen eine der größten Österreichs

Widmann eröffnet Krippenausstellung: Sonderausstellungen bringen Leben in die Museen

Salzburger Landeskorrespondenz, 21.11.2011
 

(LK)  Das Museum Schloss Ritzen als Regionalmuseum ist mit seinem mehr als 40-jährigen Bestehen eines der ältesten Museen im Pinzgau. Mit seinen vielfältigen Beständen und bedeutenden Sammlungen ist es eng mit der Geschichte von Saalfelden und der umliegenden Region verbunden. "Die originalen Objekte des Museums vermitteln Authentizität und schaffen Identität zu ihrer Herkunft, zur Geschichte und Region", betonte Volkskulturreferentin Landesrätin Dr. Tina Widmann kürzlich bei der Eröffnung der Krippenausstellung im Regionalmuseum Schloss Ritzen. "Gerade in der heutigen virtuellen und medialisierten Welt sind Museen als Orte der Originale und der Authentizität wichtiger denn je", so Widmann weiter. Mit dem Umbau und der Neupräsentation der Sammlungen stelle sich das Museum Schloss Ritzen den Anforderungen des 21. Jahrhunderts. "Die Sonderausstellungen in unseren Regionalmuseen sind eine wunderbare Ergänzung der interessanten Dauerausstellungen und bringen neues Leben in die Museen", betonte Landesrätin Widmann.

Land Salzburg schafft abwechslungsreiche Museumslandschaft

Das Land Salzburg verfolgt und unterstützt schon seit vielen Jahren das Ziel, in Salzburg eine abwechslungsreiche Museumslandschaft zu schaffen, die Einheimischen und Gästen gleichermaßen eine vielfältige Reise durch die Kulturgeschichte Salzburgs ermöglicht. "Es geht darum, jedem einzelnen Museum in der bunten und interessanten Museumslandschaft durch Schwerpunktbildung zu einem unverwechselbaren Charakter zu verhelfen", so Volkskulturreferentin Widmann.

Im Museum Saalfelden gibt es vier Schwerpunkte, die die Grundlage für das neue Gesamtkonzept bilden: Die Fresken von Wieserberg, die Sakrale Barockkunst, die Salzmann Galerie und die Krippensammlung. "Die Krippensammlung, die das Schloss Ritzen beherbergt, ist eine der größten und volkskundlich bedeutendsten Krippensammlungen Österreichs", so Widmann.

Pinzgauer "Schläffer"-Krippen weltweit begehrt

Entstehung und Inhalt sind untrennbar verbunden mit der Persönlichkeit des weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannten heimischen Krippenbauers Alexander "Xandi" Schläffer. Seiner Sammlertätigkeit ist es zu danken, dass einzigartige Kastenkrippen und Eingerichte, die zum Teil noch aus dem 18. Jahrhundert stammen, erhalten geblieben sind. Sie dokumentieren den Krippenbrauch dieser Gegend über Jahrhunderte in einer Dichte und Vielfalt, wie sie für keine andere Landschaft gegeben ist. Xandi Schläffer hat das Geschehen der Geburt Jesu in seine unmittelbare Umgebung transferiert. Dadurch hat er nicht nur der Krippe eine neue Heimat gegeben, sondern gleichzeitig der Architektur und Landschaft Saalfeldens weltweiten Bekanntheitsgrad verliehen. Schläffer-Krippen stehen heute in den Vereinigten Staaten, in Kanada, Frankreich, England, Italien, Deutschland, Belgien, ja selbst in Indien. In der Krippensammlung des Heimatmuseums Schloss Ritzen sind sie zum Publikumsmagneten geworden. p263-113

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