Schützen schlagen Brücke zwischen Tradition und Moderne

Widmann bei Anton-Wallner-Gedenktag: Gesunder Patriotismus und bewusste Traditionspflege

Salzburger Landeskorrespondenz, 11.04.2012
 

(LK)  "Die Schützenvereine wurden ursprünglich zum Zweck der Landesverteidigung gegründet, um dem eigenen Heim und der Heimat Schutz und Schirm zu bieten. Diese Heimatverbundenheit wirkt fort. Sie lebt in den Schützen. Sie wird sichtbar im Einstehen für die Gemeinden, für die Städte, für das Land, in der besonderen Liebe zur salzburgerischen Heimat, in einem gesunden Patriotismus, in einer bewussten Traditionspflege." Das betonte Volkskulturreferentin Landesrätin Dr. Tina Widmann am Ostermontag, 9. April, beim Anton-Wallner-Gedenktag in Krimml.

Da der Begriff "Patriotismus" oftmals falsch interpretiert werde, wies Landesrätin Widmann ausdrücklich auf den Unterschied zwischen Patrioten und Nationalisten hin. "Nationalisten denken an die Nation und wollen Grenzen gegenüber Nachbarn aufbauen, der Patriot liebt seine Heimat und denkt über Grenzen hinaus", betonte Widmann.

"Unsere Gesellschaft ist einem rasanten Wandel unterzogen. Trotzdem gibt es für mich Werte, die vor Jahrhunderten ihre Gültigkeit hatten, die auch heute noch ihre Gültigkeit haben und auch in Zukunft ihre Gültigkeit haben werden und müssen: Freiheit, Verantwortung, Solidarität, Chancengerechtigkeit und Ehrlichkeit. Diese Werte sind nicht alt. Sie haben die Zeit überdauert, und es sind Werte, die der Welt ihr Gefüge geben", sagte die Landesrätin.

"Mit ihrem Engagement im Vereinsleben, in der Jugendarbeit, in der Pflege von Tradition und Brauchtum und nicht zuletzt mit ihrem dokumentierten Zusammenhalt schlagen die Schützen Brücken zwischen Tradition und Moderne. Bei den Schützen finden Alt und Jung zusammen. Dieses Miteinander der Generationen ist bei den Schützen selbstverständlich. Damit leistet unsere Schützengesellschaft auch einen wichtigen Beitrag zur Sozialkultur in unserem Land", so die Landesrätin, die auch das ehrenamtliche Engagement der Schützen unterstrich. "Durch diese Freiwilligentätigkeit leisten die Schützen einen uneigennützigen Beitrag für das Gemeinwohl." q77-12