Gratis in Salzburgs Museen

Haslauer und Widmann: Die Woche der Salzburger Museen vom 14. bis 20. Mai bietet wieder zahlreiche attraktive Angebote

Salzburger Landeskorrespondenz, 04.05.2012
 

(LK)  In wenigen Tagen startet die dritte Auflage der "Woche der Salzburger Museen". Von 14. bis 20. Mai 2012 warten wieder zahlreiche Museen in Stadt und Land bei freiem Eintritt mit spannenden Sonderprogrammen für Groß und Klein auf. Die von Museumsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer initiierte Aktion findet in Kooperation mit Landesrätin Dr. Tina Widmann, die für Volkskultur und damit für die Regionalmuseen ressortzuständig ist, statt. Heute, Freitag, 4. Mai, präsentierten Haslauer und Widmann bei einem gemeinsamen Informationsgespräch die Details, die auch unter www.museumswoche.at abzurufen sind.

An den ersten sechs Tagen der "Woche der Salzburger Museen" - also von Montag bis Samstag - bieten abwechselnd jeweils eines oder mehrere der "großen" Museen in der Landeshauptstadt und Umgebung bei freiem Eintritt attraktive Sonderprogramme. Teilnehmende Museen sind die beiden Häuser der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg (Mozarts Geburtshaus und Mozart-Wohnhaus), Haus der Natur, Residenzgalerie Salzburg, Museum der Moderne, Dommuseum, Salzburg Museum (mit seinen Häusern Neue Residenz, Panorama Museum, Volkskunde Museum, Domgrabungsmuseum, Barockmuseum, Spielzeug Museum und Keltenmuseum Hallein) sowie das Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain.

Am Sonntag, 20. Mai, dem Internationalen Museumstag, laden zum Abschluss der "Woche der Salzburger Museen" die "großen" Museen noch einmal zum kostenlosen Besuch und mancherorts zu Sonderprogrammen ein. Darüber hinaus bieten 28 regionale Museen in allen Bezirken unter dem Motto "Tag der Salzburger Museen" vielfältige Angebote - ebenfalls bei freiem Eintritt. Der Bogen reicht vom spannenden Mitmach-Programm für Kinder und Erwachsene über Sonderausstellungen bis hin zu Zeitzeugengesprächen oder Kunstateliers.

Haslauer: Große Vielfalt in moderner Museumslandschaft

Salzburgs Museumsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Haslauer lädt alle Salzburgerinnen und Salzburger ein, die Museen und Sammlungen des Landes zu besuchen: "Wir haben eine moderne Museumslandschaft, die sich stetig weiterentwickelt. Die Museumswoche ist eine hervorragende Gelegenheit, diese große Vielfalt in Stadt und Land Salzburg bei freiem Eintritt zu erkunden. Es freut mich sehr, dass neben den Museen in der Stadt Salzburg wie dem Salzburg Museum mit seinen verschiedenen Häusern wie dem Barockmuseum, dem Haus der Natur, der Residenzgalerie, dem Museum der Moderne, dem Dommuseum und den Mozartmuseen sowie dem Freilichtmuseum in Großgmain und dem Keltenmuseum Hallein auch viele Regionalmuseen und regionale Sammlungen an der Museumswoche 2012 teilnehmen".

Im Vorjahr überzeugten sich in der Museumswoche und am Tag der Familien fast 29.000 Besucherinnen und Besucher von den Kostbarkeiten der zahlreichen Ausstellungen mit verschiedenen Themenschwerpunkten. Besuchermagneten waren einmal mehr das Haus der Natur und die beiden Mozartmuseen der Internationalen Stiftung Mozarteum mit je rund 5.600 Besuchern. Dahinter folgten das Museum der Moderne Mönchsberg mit 3.800 und das Salzburg Museum mit rund 3.000 Interessierten, die die Möglichkeit nutzten, die Sammlungen bei freiem Eintritt zu besichtigen. Dazu kamen noch die zahlreichen Orts-, Regional und Fachmuseen.

Haslauer dankte allen beteiligten Museumsdirektoren und Kustoden mit ihren Teams für das große Engagement, das auch heuer zum Zustandekommen der Museumswoche beigetragen hat.

Die Salzburger Museumslandschaft hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt und wird weiter in Bewegung bleiben. "Neben den hochkarätigen Ausstellungen werden auch Projekte wie die Realisierung des Dom-/Residenz-Rundganges sowie die Präsenz des Themas Barock Salzburgs Ruf als Museumsstadt international weiter stärken", betonte Haslauer. Gemeinsam arbeiten die Residenzgalerie GmbH, die Burgen und Schlösser Betriebsführung, der Domkirchenfonds zu Salzburg mit dem Dommuseum, das Benediktinerstift St. Peter, das Salzburg Museum und die Universität Salzburg am Projekt des Dom-/Residenz-Rundganges "Salzburger Domquartier", der noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden soll.

Zudem wurden wichtige Salzburger Museen, die hervorragende wissenschaftliche und kulturelle Leistungen erbringen, mit effizienten Verwaltungsstrukturen ausgestattet:

  • Das Salzburg-Museum hat mit der GmbH bereits eine effiziente Organisationsform bekommen und in diesem Bereich Vorbildcharakter. 
  • Zwischen dem Keltenmuseum Hallein und der Salzburg Museum GmbH wurde ein Betriebsführungs- und Kooperationsvertrag abgeschlossen, von dem zahlreiche Synergien erwartet werden.
  • Das Barockmuseum wurde organisatorisch in das Salzburg Museum integriert; die Bestände der Sammlung Rossacher werden mittelfristig im Museumsrundgang im Nordoratorium des Domes zu sehen sein.
  • Mit Jahresbeginn 2012 wurde die Residenzgalerie in die Residenzgalerie Salzburg GmbH umgewandelt.

Widmann: Regionalmuseen dokumentieren Wandel der Zeit

"Als Volkskulturreferentin freut es mich, dass sich auch heuer wieder 28 Regionalmuseen am Aktionstag beteiligen und den Internationalen Museumstag mit einem abwechslungsreichen Erlebnis-Tag feiern. Das Motto des heurigen Museumstages lautet bekanntlich 'Welt im Wandel - Museen im Wandel'. Und wer könnte den Wandel der Zeit besser und gelungener dokumentieren als unsere Regionalmuseen? Der Tag der Museen bietet eine sehr gute Gelegenheit, gemeinsam auf den Beitrag unserer Regionalmuseen zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben im Wandel der Zeit hinzuweisen", betonte Landesrätin Tina Widmann.

"Den Internationalen Museumstag möchte ich auch zum Anlass nehmen, die vorwiegend ehrenamtlich erbrachten Leistungen in den Salzburger Regionalmuseen zu würdigen. Den ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist es zu verdanken, dass die Kostbarkeiten und Besonderheiten in unseren Museen erhalten bleiben, fundiert aufbereitet und so präsentiert werden, dass sie einen Museumsbesuch zum Erlebnis werden lassen", unterstrich Widmann.

Museen seien sehr häufig der erste außerschulische Ort für Kinder und Jugendliche, sich mit der Geschichte ihres Heimatortes auseinanderzusetzen. "Gerade in den Regionalmuseen werden Geschichte und Tradition zielgruppengerecht vermittelt. Unsere Regionalmuseen verstehen es in hervorragender Art und Weise, die Begeisterung der Menschen für unsere Heimat bereits in jungen Jahren zu wecken", so die Landesrätin.

Zugleich seien die Regionalmuseen aber auch ein Anziehungspunkt für die gesamte Familie. "Damit animieren sie unsere Familien immer wieder aufs Neue, ganz bewusst Zeit miteinander zu verbringen. Die Regionalmuseen versuchen mit unterschiedlichen, generationenübergreifenden Methoden und Ansätzen, spielerische und zugleich spannende Wege und Zugänge zu Vergangenheit und Gegenwart, zu traditionellen und innovativen kulturellen Ausdrucksformen aufzuzeigen", unterstrich die Landesrätin, für die die Museen zugleich auch wertvolle Vermittlungsarbeit zwischen den verschiedenen Kulturen leisten. "Als Orte der Begegnung zeigen die Regionalmuseen Gemeinsamkeiten in den unterschiedlichen Kulturen auf - sei es durch kultur-vergleichende Ausstellungen oder durch Feste, die die Vielfalt sichtbar machen. Die Regionalmuseen sind Begegnungsorte, wo Besucher - Gäste, Einheimische, Zugezogene, Menschen mit Migrationshintergrund - für das erhaltenswerte Natur- und Kulturerbe sensibilisiert werden.

Rund 3.800 begeisterte Besucherinnen und Besucher haben im Vorjahr am Museumstag in den Regionalmuseen für einen Besucherrekord gesorgt. "Ich bin mir sicher, dass auch heuer wieder sehr viele Salzburgerinnen und Salzburger sowie Gäste auf Entdeckungsreise in unseren Regionalmuseen gehen und von der Vielfalt der Salzburger Museumslandschaft begeistert sein werden", so Widmann abschließend. 

Woche der Salzburger Museen im Überblick

Montag, 14. Mai: Freier Eintritt und Sonderprogramm in den beiden Mozart-Museen der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg (Mozarts Geburtshaus, Mozart-Wohnhaus) und in der Residenzgalerie Salzburg

Dienstag,15. Mai: Freier Eintritt und Sonderprogramm im Haus der Natur

Mittwoch, 16. Mai: Freier Eintritt und Sonderprogramm im Keltenmuseum Hallein

Donnerstag, 17. Mai: Freier Eintritt in beiden Häusern des Museums der Moderne Salzburg (MdM Mönchsberg, MdM Rupertinum)

Freitag, 18. Mai: Freier Eintritt und Sonderprogramm im Dommuseum zu Salzburg und im Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain

Samstag, 19. Mai: Freier Eintritt und Sonderprogramm in folgenden Häusern des Salzburg Museums: Salzburg Museum und Panorama Museum in der Neuen Residenz, Domgrabungsmuseum, Volkskunde Museum im Monatsschlössl Hellbrunn, Barockmuseum, Spielzeug Museum

Sonntag, 20. Mai: Internationaler Museumstag, Tag der Salzburger Museen - Freier Eintritt und Sonderprogramme in den "großen" Museen und in 28 Heimat-, Orts-, Regional- und Fachmuseen in allen Bezirken.  

Einige Programmschwerpunkte der einzelnen "großen" Museen

Einige Programmschwerpunkte der einzelnen großen Museen im Überblick: Mozarts Geburtshaus bietet spezielle Führungen an, im Mozart-Wohnhaus erwarten die Besucher unter anderem Vorführungen auf Mozarts originalem Hammerklavier und Filmvorführungen von Opernproduktionen der Salzburger Festspiele. Die Residenzgalerie wartet mit Führungen durch die aktuelle Sonderausstellung "Faszination Ägypten. Die imaginäre Reise des Norbert Bittner (1786 - 1851)" auf. Das Haus der Natur bietet unter anderem eine Physik-Show und eine Brain-Show, wobei spannende Phänomene rund um unser Gehirn und deren Entstehung fachkundig und kurzweilig erklärt werden. Außerdem zeigen Highlight-Führungen durch vier unterschiedliche Abteilungen die unglaubliche Vielfalt des Museums. Im Keltenmuseum in Hallein dreht sich ein Programmpunkt um die Schnabelkanne, das wohl bekannteste keltische Objekt des Dürrnbergs, andererseits gibt es kurzweilige Kinder- und Familienprogramme sowie einen Workshop für alle Altergruppen, der sich mit der Arbeit der archäologischen Restauratoren auseinandersetzt.

Im Museum der Moderne auf dem Mönchsberg dürfen sich Interessierte auf Führungen durch die aktuellen Ausstellungen "Röcke tragen. Die Inszenierung von Kleidung in der zeitgenössischen Fotografie und Plastik" und "Dieter Roth. Selbste" freuen. Das Museum der Moderne in der Altstadt (Rupertinum) zeigt die Kinderausstellung mit dem Titel "Ungeheuerlich!", die um das Fürchten und Gruseln kreist. Das Dommuseum zu Salzburg veranstaltet Führungen durch die Ausstellung über "Erzbischof Marcus Sitticus von Hohenems (1612 - 1619) und zum Thema "Museumsleitplan: Von der Residenz durch den Dom zur langen Galerie". Für Kinder gibt es ebenfalls ein spannendes Programm: Sie können sich in der Kunst- und Wunderkammer auf eine Entdeckungsreise zu erstaunlichen und sagenhaften Dingen der Natur, exotischen Tieren und Pflanzen, Mineralien und künstlich geschaffenen Kuriositäten begeben. Im Salzburger Freilichtmuseum erwartet die Gäste eine Sonderführung unter dem Motto "Sammeln im Freilichtmuseum", die der Frage nachgeht, was das museale vom privaten Sammeln unterscheidet. Dazu begeben sich Interessierte einerseits auf einen Rundgang durch die Sonderausstellung "Die Summe eines Lebens" und andererseits durch das Depot des Museums.

Das Salzburg Museum bietet am Standort in der Neuen Residenz zum Beispiel Führungen durch die Sonderausstellungen  "ARS SACRA" oder "Herwig Schubert". Für Kinder gibt es einen Workshop unter dem Motto "Initialzündung". Angeboten werden auch Führungen im Panorama Museum, im Domgrabungsmuseum und auf den Glockenspielturm. Im Barockmuseum können Kinder am Salzburger Fratzenspaziergang teilnehmen. Außerdem gibt es eine Führung zu ausgewählten Kunstwerken und hinter die Kulissen zu Büro-, Werkstatt- und Depoträumen. Das bunte Angebot im Spielzeug Museum reicht von Kreativ-Workshops zu den Themen "Bunte Papiertaschen" oder "Sockentiere" bis hin zum Kindertheater mit dem Titel "Nur ein Tag".

Vielfältiges Angebot für Jung und Alt in den Regionalmuseen

Auch die Heimat-, Orts-, Regional- und Fachmuseen haben sich für Sonntag, 20. Mai, den '"Tag der Salzburger Museen", ein buntes Programm einfallen lassen. Einige Beispiele: Im Museum im Fürstenstöckl in Ebenau präsentieren die Volksschüler ihre Vorstellungen von Heimat unter dem Motto "Heimatschachtel - Schachtelheimat". Im Rauchhaus "Mühlgrub" in Hof werden Zeitzeugen vom früheren Leben erzählen, auf offenem Feuer werden Speisen zubereitet, die damals auf den Tisch kamen. "Ohren spitzen" heißt es im Michael-Haydn-Museum in der Landeshauptstadt, wenn die Teilnehmer/innen des Musikwettbewerbes "Prima la musica" bei einem Familienkonzert aufspielen.

Im Tennengau präsentieren im Museum Burg Golling Schulkinder auf spannende und amüsante Weise das Leben römischer Kinder. Dabei werden Kostproben von römischen Speisen und Getränken gereicht. Das Bindereimuseum Kaltenhausen zeigt das Handwerk der Fassbinderei. Im Pongau gibt es beispielsweise im Hoamathaus Altenmarkt zahlreiche Aktivitäten für Kinder und Interessierte rund um das Thema Schule unter dem Motto "Vom Ranzen zum Laptop". Auf der Burg Klammstein in Dorfgastein herrscht ritterliches Treiben mit mittelalterlicher Musik und Verköstigung. Das Freilichterlebnis 7 Mühlen in Pfarrwerfen lockt große und kleine Besucher mit Führung, Mühlenrallye, Märchenerzähler und Magie.

Im Pinzgau präsentiert etwa das Museum Bramberg die neu eröffnete Bergbau-Abteilung, das Felberturmmuseum in Mittersill zeigt Handwerke im Wandel der Zeit und im Kaprun Museum kann man das Museumsteam beim Aufbau einer neuen Sonderausstellung begleiten und hinter die Kulissen blicken. Das Lungauer Heimatmuseum in Tamsweg organisiert gemeinsam mit dem Musikum die Veranstaltung "Wie es damals war".

Homepage, Online-Video und Druckwerke

Weitere Informationen zur Woche der Salzburger Museen und das detaillierte Programm sind unter www.museumswoche.at abzurufen. Die Woche der Salzburger Museen wird landesweit mit Plakaten, Foldern, Fernseh- und Radiospots, Inseraten und PR-Beiträgen beworben. Auch für das Online-Video-Angebot des Landespressebüros unter www.salzburg.gv.at/online-video wurde das Thema interaktiv aufbereitet. q95-40