Mehr Personal für Jugendämter, Konradinum und SPZ

Schmidjell: Bessere Unterstützung für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen und für Menschen mit Beeinträchtigungen
Salzburger Landeskorrespondenz, 07. May 2012

(LK)  "Meinen monatelangen Bemühungen um mehr Personal für die so genannten Kleinen Anstalten und die Jugendämter in den Bezirkshauptmannschaften ist nun endlich Erfolg beschieden. Immer mehr Kinder und Jugendliche brauchen Schutz und Unterstützung durch die Jugendwohlfahrt. Das gilt auch für die Betreuung von Menschen mit Beeinträchtigungen, die einen besonders großen Betreuungs- und Pflegebedarf haben, wie dies im Konradinum der Fall ist. Zusätzliches Personal braucht es daher nicht nur bei den externen Diensten und Betreuungsleistungen, sondern auch beim Personal des Landes - dem wurde jetzt entsprochen", betonte Sozialreferentin Landesrätin Mag. Cornelia Schmidjell heute, Montag, 7. Mai.

In der heutigen Regierungsausschusssitzung wurde das dafür Notwendige vereinbart: Zur Abdeckung des Personalmehrbedarfes der Jugendämter der Bezirkshauptmannschaften werden die Sozialarbeiter/innenstellen jetzt in einem ersten Schritt um 7,68 Vollzeitäquivalente aufgestockt und darüber hinaus wird das Personalressort bis 30. Juni 2013 ein Gesamtkonzept zur Erfüllung des restlichen Personalbedarfes (Zielstand 15,39 Vollzeitäquivalente) vorlegen. Das Konradinum Eugendorf erhält 4,21 zusätzliche Dienstposten, das Mutter-Kind-Heim im Sozialpädagogischen Zentrum einen zusätzlichen Dienstposten. Da es sich bei den Kleinen Anstalten um landeseigene Betriebe handelt, wird in diesem Bereich das Personal dem Sozial- und Gesundheitsressort zugeordnet. "Ich freue mich, dass meine Bereitschaft, für die Kleinen Anstalten das zusätzliche Personal aus meinem Budget aufzustocken, jetzt aufgegriffen wird", so Schmidjell.

"Ich erachte die Personalerhöhung in den Jugendämtern der Bezirkshauptmannschaften als erste wichtige Sofortmaßnahme, die darin münden muss, dass das restliche Personal auf den Zielstand von 15,39 Dienstposten ehestmöglich auch noch aufgestockt wird. Dies ist notwendig, weil die Leistungen für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen deutlich ausgeweitet wurden. Die Jugendwohlfahrtsausgaben von rund 30 Millionen Euro jährlich sind von 2011 auf 2012 um rund elf Prozent erhöht worden - unter anderem für mehr ambulante therapeutische Hilfe, zusätzliche Wohngemeinschaften, Streetwork und Elternberatung."

"Durch diese vernünftige Lösung gibt es für die Betreuung schwerst beeinträchtigter Menschen (Konradinum) oder traumatisierter Kinder (MuKi) die notwendigen personellen Ressourcen. Das ist nicht nur eine notwendige Lösung im Sinn der Betreuungsbedürftigen, sondern vor allem auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihr Bestes geben und dringend diese Entlastung brauchen", so Schmidjell weiter.

Das Konradinum in Eugendorf hat eine spezifische Aufgabe in der Betreuung von Menschen mit Beeinträchtigungen, die besonders intensive Betreuung und Pflege brauchen. Im MuKi werden Babys und Kleinkinder versorgt, die oft plötzlich und unvermittelt zum Beispiel wegen Gewalt aus den Familien genommen und durch besonders verantwortungsvolle sozialpädagogische Betreuung in traumatisierten Situationen begleitet werden müssen. q96-113