Panoramafenster in den Nationalpark eröffnet

Widmann bei der Eröffnung des Panoramafensters auf der Resterhöhe: Nationalparkidee fasziniert und steckt an

Salzburger Landeskorrespondenz, 11.08.2012
 

(LK)  Ein einzigartiges Panoramafenster als weitere Infrastruktureinrichtung des Nationalparks Hohe Tauern wurde heute, Samstag, 11. August, auf der Resterhöhe, der 1.900 Meter hoch gelegenen Bergstation der Panoramabahn in Hollersbach, eröffnet. "Einem möglichst großen Kreis an Menschen ein eindrucksvolles Naturerlebnis zu ermöglichen, das ist neben dem Schutz der letzten noch ursprünglichen Ökosysteme unserer Erde wesentlicher Bestandteil der großartigen und weltumspannenden Nationalparkidee", zeigte sich Nationalparkreferentin Landesrätin Dr. Tina Widmann über die Eröffnung einer weiteren Attraktion des Nationalparks erfreut.

"Schon bald nach der Eröffnung der Nationalpark Gallery auf dem Kitzsteinhorn im Sommer 2011 hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, Menschen an anderen touristischen Hot Spots der Region auf den Nationalpark aufmerksam zu machen", so Widmann weiter. "Die modernen, im Winter und Sommer erfolgreichen und stark frequentierten Seilbahnen in der Region sind für viele Menschen die einzige Möglichkeit, die Berg- und Hochgebirgswelt zu erleben. An den Bergstationen werden die Gäste der Bergbahnen dann von einem einzigartigen Panorama der gletscherbedeckten Dreitausender der Hohen Tauern überwältigt. Und hier müssen wir ansetzen, von der Nationalparkidee zu erzählen."

Während die Nationalpark Gallery am Kitzsteinhorn direkt in die Außenzone des Nationalparks hineinragt, bietet sich von den – den Hohen Tauern im Norden vorgelagerten – Kitzbüheler Alpen ein eindrucksvoller Überblick über den 80.500 Hektar großen Salzburger Teil des Nationalpark. Von der Reichenspitze im Westen über den Großglockner bis in die Granatspitz- und Sonnblickgruppe – Großvenediger und Großglockner scheinen zum Greifen nahe, sie sind nur 15 beziehungsweise 30 Kilometer Luftlinie entfernt. So war es klar, dass die Nationalparkverwaltung die Kooperation mit der 2006 eröffneten Panoramabahn Kitzbüheler Alpen Hollersbach/Mittersill gesucht hat.

Mehr als eine herkömmliche Panoramatafel

Franz Wieser, Eigentümer und Chef der Panoramabahn, und Nationalpark-Direktor Dipl.-Ing. Wolfgang Urban wollten den tausenden Nutzerinnen und Nutzern der Panoramabahn etwas ganz Besonderes bieten. "Eine herkömmliche Panoramatafel oder ein Zwei-Euro-Münzfernrohr waren uns eindeutig zu wenig und entsprechen auch nicht der einzigartigen Situation an diesem Ort", berichtete Urban. So habe man sich für einen Anbau an die Bergstation in Form eines halbrunden Panoramafensters entschlossen. An einer im Boden eingelassenen Schiene können die Besucherinnen und Besucher einen Flachbildschirm bewegen und je nach Position am Fenster die Gipfelwelt der Hohen Tauern und vieles mehr erklärt bekommen. Die Nationalpark-Ausstellung mit ihrer großen Glasfassade ist inspiriert durch Elemente von Google Earth und wurde von Architekt Andreas Zangl konzipiert.

"Das heute eröffnete Nationalpark Panorama auf dem Resterkogel ist nicht nur ein weiterer Beweis für die erfolgreiche Zusammenarbeit von der Nationalparkverwaltung mit den wichtigen touristischen Leistungsträgern in der Region, sondern liefert für den Tourismus zusätzliche Möglichkeiten", so der Direktor der Ferienregion, Mag. Christian Wörister. "So können wir unseren Gästen zukünftig eine weitere allwetterfeste Nationalpark-Einrichtung anbieten. Vor allem wird es uns aber auf dem Resterkogel gelingen, an dem Ort, wo die Kitzbüheler Alpen in die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern hineinwachsen, das Millionenpublikum von Skifahrerinnen und Skifahrern aus Kitzbühel im Winter für die Natur und für einen möglichen Urlaub im Sommer zu begeistern. Die weltbekannte Marke Kitzbühel und der international anerkannte Nationalpark Hohe Tauern bieten mit dieser Premium-Partnerschaft mehr Angebote und damit noch mehr Freude für die Gäste."

Landesrätin Widmann betonte die Kreativität und das Engagement von Nationalparkverwaltung und Ferienregion, wenn es darum geht, die Schätze der Hohen Tauern den Besucherinnen und Besuchern näherzubringen und nicht zuletzt das Alleinstellungsmerkmal für die ganze Region noch mehr zu unterstreichen. "Mit dieser und allen anderen seit 2007 getätigten Maßnahmen für die Infrastruktur im Nationalpark werden bis 2013, dem Ende der laufenden EU-Förderperiode, rund 20 Millionen Euro aus dem EU-Förderansatz für Umweltbildung in der Region investiert sein", so Widmann. q177-51