Umgang mit gelebtem Brauchtum zeigt Verbundenheit mit der Heimat

Widmann beim Gründungsfest mit Fahnenweihe der "D'Embacher Schnalzer" in Embach

Salzburger Landeskorrespondenz, 12.10.2012
 

(LK)  Der Pinzgauer Ort Embach steht an diesem Wochenende ganz im Zeichen der Schnalzer. Gefeiert wird das Gründungsfest D´Embacher Schnalzer, und anschließend messen sich Schnalzergruppen aus Nah und Fern beim 22. Ruperti-Preisschnalzen. "Als Volkskulturreferentin sehe und erlebe ich immer wieder, wie stark die Volkskultur bei den Menschen in unserem Land verankert ist. Die Volkskultur ist die Visitenkarte des Landes. So wie wir mit unserer Geschichte, unseren Bräuchen und unserer Tradition umgehen, so stehen wir zu unserer Heimat. Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass in unserer schnelllebigen und von rasanten Veränderungen geprägten Zeit Vereine gegründet werden, die unser Brauchtum und unsere Tradition hoch halten und leben." Das erklärte die für die Volkskultur im Land Salzburg ressortverantwortliche Landesrätin Dr. Tina Widmann heute, Freitag, 12. Oktober, beim Gründungsfest mit Fahnenweihe der "D'Embacher Schnalzer" in Embach.

Denn gerade in Zeiten einer immer stärker werdenden Entwurzelung vieler Menschen und einer voranschreitenden Vereinheitlichung sei, so Widmann, die Rückbesinnung auf das eigene Brauchtum, auf den heimatlichen Lebensraum und auf das geistige und kulturelle Erbe unseres Landes besonders wichtig. Bereits 2009 wurde in Embach der Entschluss gefasst, einen Schnalzerverein zu gründen. Innerhalb kürzester Zeit konnten viele Embacher von dieser Idee begeistert werden, und so zählt die Schnalzergruppe mittlerweile 27 Mitglieder.  

Jugend in sinnvolle Freizeitgestaltung einbinden

"Speziell in unseren Regionen ist es wichtig, die Jugend in die Ortsgemeinschaft einzubinden und ihr eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung mit sozialen Kontakten zu ermöglichen. Dem im wahrsten Sinne des Wortes jungen Embacher Schnalzerverein ist das auf hervorragende und beispielgebende Art und Weise gelungen – gehören doch bereits acht Burschen, die jünger als 15 Jahre sind, diesem Brauchtumsverein an", so die Landesrätin. "Wo immer Jung und Alt an einem Strang ziehen und wo immer das Vereinsleben und der Zusammenhalt lebendig sind, gibt es wertvolle menschliche Beziehungen und Freundschaften. Und es zeigt sich, dass Tradition etwas Lebendiges und Kostbares ist für die Identität von Land und Leuten", so die Landesrätin, die sich beim Obmann der "D'Embacher Schnalzer", Hannes Eder, sowie bei der Fahnenmutter Monika Fletschberger und der Fahnenpatin Elisabeth Röck bedankte und dem 22. Ruperti-Schnalzen, das am Samstag, 13. Oktober, in Embach stattfindet, einen erfolgreichen Verlauf wünschte. q229-112