Verdienstvolle Salzburgerinnen und Salzburger ausgezeichnet

Burgstaller bei Ehrungsfestakt: Mehr geleistet als der Durchschnitt der Bevölkerung

Salzburger Landeskorrespondenz, 23.10.2012
 

(LK) Mit zwei Bundesauszeichnungen, zwei Berufstiteln und 32 Landesauszeichnungen, davon zwei Medaillen für Verdienste um die Gemeinde sowie zwei Ehrenbechern des Landes Salzburg und einem Ehrengeschenk in Form eines “Salzburger Stiers in Marmor“ zeichnete Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller gestern, Montag, 22. Oktober, bei einem Festakt in der Salzburger Residenz hervorragende Mediziner, Wissenschafter sowie Frauen und Männer, die sich sozial in Kunst, Kultur, oder für ihre Gemeinde engagiert haben, aus. "Der Dank, der Ihnen heute zuteil wird, gilt nicht nur Ihrem beruflichen, sozialen oder kulturellen Engagement. Er wird Ihnen auch dafür ausgesprochen, weil Sie – in Ihrem Beruf oder auch ehrenamtlich – stets dem Gemeinwohl den Vorzug eingeräumt haben und mehr getan und geleistet haben, als der Durchschnitt der Bevölkerung. Wir alle wissen, dass dies nicht selbstverständlich ist. Und ich weiß auch, dass Vieles nur funktioniert, weil Arbeit geleistet wird, die viele nicht bemerken – sozusagen hinter der Bühne", erklärte die Landeshauptfrau.

Das Lebensrettungs-Verdienstzeichen des Landes Salzburg erhielten Martin Panzer aus Großgmain sowie Inspektorin Michaela Koppler aus Thalgau und Inspektor Roman Schwaighofer aus Hallein. Panzer rettete am 13. Oktober des Vorjahres unter Einsatz seines eigenen Lebens einen Mann aus einer Garage, die bereits eine sehr hohe Konzentration an Auspuffgasen aufgewiesen hatte. Koppler und Schwaighofer retteten am 7. April 2012 unter Einsatz des eigenen Lebens einen Mann aus einer brennenden Wohnung.

Mit dem ProCaritate-Verdienstzeichen des Landes Salzburg wurden sechs Frauen ausgezeichnet: Katharina Mayerhofer aus Mittersill engagiert sich über viele Jahre ehrenamtlich als Klubleiterin für den Verein Volkshilfe Salzburg. Sieglinde Rettenbacher aus Adnet kümmert sich seit Jahren ehrenamtlich in der Justizanstalt Salzburg um den Bereich Freizeitgestaltung der Häftlinge. Elfriede Rasser aus Saalfelden und Helga Uhl aus Unken engagieren sich seit 1981 ehrenamtlich und mit großem Einsatz für die Lebenshilfe Pinzgau. Mag. Claudia Vilanek aus Salzburg ist seit 1982 unermüdlich für das Lepradorfprojekt "Little Flower" in Indien tätig und unterstützt dieses Lepradorf durch Vorträge, Rundbriefe, Interviews, Artikel und Spenden.

Um die Gemeinde verdient gemacht

Die Medaille für Verdienste um die Gemeinde erhielten Vizebürgermeister a.D. Josef Draxl, der sich 15 Jahre in seiner Funktion als Vizebürgermeister für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Göriach eingesetzt hat, sowie Stadtrat a.D. Dr. Claudius Egger, der 18 Jahre für die Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee, davon neun Jahre als Mitglied der Gemeindevorstehung tätig war und dabei in sämtlichen Ausschüssen der Stadtgemeinde Neumarkt mitwirkte.

Verdienstzeichen des Landes

Mit dem Verdienstzeichen des Landes Salzburg zeichnete Burgstaller zwölf Personen aus. Direktor Rudolf Angermayr aus Salzburg hat sich in den verschiedensten Funktionen und Aufgabebereichen, zuletzt als Geschäftsführer, bei der System Standbau GmbH sowie der Expoxx Messebau Gmbh besondere Verdienste um das Messewesen und den Wirtschaftsstandort Salzburg erworben. Friedrich Bahner aus Oberalm hat dem kulturellen Geschehen in der Stadt Hallein und der angrenzenden Region Impulse verliehen, die wesentlich dazu beigetragen haben, den Begriff "Kulturstadt Hallein" zu prägen. Hubert Kreer aus Hüttschlag hat bis 2010 zehn Jahre lang die Lawinenwarnkommission in der Gemeinde Hüttschlag geleitet. In dieser Funktion hat er wesentlich zum Aufbau der sehr gut funktionierenden Lawinenwarnkommission beigetragen. Johann Markus Millgrammer aus Bramberg engagiert sich in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens im Oberpinzgau. Neben seinen musikalischen Ambitionen hat er sich auch große Verdienste um die örtliche Lawinenwarnkommission Mittersill erworben. Vizebürgermeister a.D. Fritz Neu aus St. Johann im Pongau war 18 Jahre für die Stadtgemeinde St. Johann im Pongau kommunalpolitisch tätig. Zwölf Jahre hat er sich als Vizebürgermeister für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadtgemeinde eingesetzt. Betriebsratsvorsitzender Dipl.-Ing. Josef Schnöll aus Werfen war von 1977 bis 2009 Betriebsratsvorsitzender des Angestelltenbetriebsrates Eisenwerk Sulzau-Werfen. Außerdem hat er sich viele Jahre als Landesleitungs-Mitglied der Gewerkschaft der Privatangestellten Salzburg engagiert. Universitätsprofessorin Dr. Barbara Wolf-Wicha aus Anif war acht Jahre lang dem Salzburger Landeskulturbeirat in führenden Funktionen eng verbunden. Sie wirkte von 2003 bis 2005 als Stellvertreterin des Vorsitzenden und von 2006 bis 2011 als Vorsitzende. In dieser Zeit hat sie sich zu einer starken Stimme für die Kultur in Salzburg entwickelt.

Helmut Erlach aus Mittersill, Sepp Hacksteiner aus Saalfelden, Franz Sindelka aus Golling, Ingrid Spielmann aus Bischofshofen und Johann Walch aus Zell am See sind seit vielen Jahren in den Ortsgruppen der Naturfreunde Salzburg mit großem Engagement tätig.

Regierungsrätin a.D. Renate Harant aus Salzburg, Mag. Arunas Peciulis aus Wals und Franziska Scheibl, die stellvertretend für ihren Ehemann Sepp Scheibl den Stier in Marmor entgegennahm, haben sich um die Benefizveranstaltungen für die Salzburger Landeshilfe "A B`sondere Zeit" große Verdienste erworben.

Große Verdienstzeichen und Ehrenzeichen des Landes

Das Große Verdienstzeichen des Landes Salzburg wurde an vier Männer und eine Frau verliehen. Pflegedirektorin Diplom-Gesundheits- und Krankenschwester Margarete Hader aus Salzburg ist seit Jahrzehnten als Leiterin des Pflegedienstes im Landeskrankenhaus Salzburg tätig. In ihrer Leitungsfunktion ist sie für 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuständig und vertritt seit dem Jahr 2010 Österreich im Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren Europas. Bürgermeister a.D. Matthäus Maislinger hat sich 25 Jahre als Bürgermeister der Gemeinde Mattsee engagiert und viele kommunalpolitische und kulturelle Akzente gesetzt. In seine Amtszeit fielen unter anderem der Bau des Seniorenheimes, die Revitalisierung des Schlosses Mattsee, Schulsanierungen und die Gründung des "Mattseer Diabelli Sommers". Primar i.R. Dr. Josef Rücker aus Salzburg hat sich als Leiter der Neonatologie des Landeskrankenhauses Salzburg sowie in seinen vielen ehrenamtlichen Funktionen wie z.B. als Vorstandsmitglied des Salzburger Bildungswerkes oder Präsident von Intersol große Verdienste erworben. Universitätsprofessor Dr. Otto Staindl aus Salzburg war stellvertretender ärztlicher Direktor in den Landeskliniken, Gründungsmitglied der Privat Medizinischen Universität und hat sich unter anderem in seiner ehrenamtlichen Funktion als Präsident des Vereins der Freunde und Förderer des Rupertinums intensiv um die Vermittlung von Kunst und Kultur engagiert.

Das Ehrenzeichen des Landes Salzburg erhielt Hofrat Dr. Christoph König aus Salzburg, der von 1987 bis 2012 in der Landessanitätsdirektion, davon mehr als zehn Jahre als deren Leiter mit großer fachlicher Kompetenz tätig war. Er hat sich mit viel Engagement für das Gesundheitswesen im Land Salzburg eingesetzt.

Der Ehrenbecher des Landes Salzburg wurde Dr. Franz Mayrhofer aus Salzburg verliehen, der seit Jahren ehrenamtlich als Generalsekretär und seit einem Jahr als Präsident des PEN Clubs Salzburg viel zur Literaturvermittlung beiträgt, sowie an Sektionschefin Prof. Mag. Dr. Eva-Elisabeth Szymanski aus Wien, die sich als Aufsichtsorgan über das Arbeitsinspektorat des Bundeslandes Salzburg besonders für die Belange des Arbeitnehmer/innenschutzes und der Verbesserung der Schutzvorschriften in Betrieben eingesetzt hat.

Bundesauszeichnungen

Die Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich erhielten Markus Prossegger aus Bramberg und Johann Stranger aus Altenmarkt. Beide waren viele Jahre als ehrenamtliche Erntereferenten tätig.

Dr. Martin Wiedemair aus Salzburg wurde der Berufstitel Hofrat verliehen. Die Salzburger Erwachsenenbildung ist untrennbar mit seinem Namen verbunden. Er ist nicht nur beruflich und ehrenamtlich in den verschiedensten Funktionen engagiert tätig, sondern hat auch in zahlreichen Publikationen und Veröffentlichungen einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Erwachsenenbildung geleistet.

Den Berufstitel Medizinalrat erhielt Dr. Gert Pierer aus Salzburg. Er gilt als kompetenter und anerkannter Facharzt für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie sowie Unfallchirurgie. Von 1992 bis 2009 hatte er zudem die ärztliche Leitung des Sanatoriums Dr. Pierer inne.

Volksliedsingkreis hält volkskulturelle Werte hoch

Der Ehrungsfestakt wurde vom Salzburger Volksliedsingkreis umrahmt, der heuer auch ein Jubiläum feiert, und zwar das 35jährige Bestehen und 30 Jahre "A `B`sondere Zeit". Der Salzburger Volksliedsingkreis wurde im März 1977 von Horst Deutl gegründet und steht seit 2000 unter der musikalischen Leitung von Mag. Arunas Peciulis. Obfrau ist Renate Harant. Der Chor zählt zur Zeit 77 aktive Mitglieder und trat bei zahlreichen Benefizkonzerten wie für die Renovierung der Franziskanerkirche und für die Opfer des Unglücks von Kaprun und sonstigen Veranstaltungen auf. "Obwohl der 'Salzburger Volksliedsingkreis' über ein weitgefächertes Repertoire verfügt, das sich von der Volksmusik bis zu Klassik spannt, liegt die Betonung doch auf dem echten Volkslied, ein Ausdruck von Verbundenheit zu volkskulturellen Werten" so Burgstaller. q238-61