Ein virtuelles Stille-Nacht-Museum im Internet

Widmann: Start des Projekts "Stille-Nacht-Museen online" mit Beständen aus Arnsdorf

Salzburger Landeskorrespondenz, 19.12.2012
 

(LK)  Ein neues Projekt der Stille-Nacht-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Salzburger Volkskultur präsentiert ein virtuelles Stille-Nacht-Museum im Internet. Das gab Volkskulturreferentin Landesrätin Dr. Tina Widmann heute, Mittwoch, 19. Dezember, bekannt.

Die Stille-Nacht-Museen online führen wichtige Objekte aus den beteiligten Museen zusammen und präsentieren sie gemeinsam. Auf www.stillenacht.at werden auf einer Plattform die Zeichnungen Franz Xaver Grubers von seinem Heimathaus (Stille-Nacht-Museum Hallein) ebenso zu finden sein wie die von ihm eigenhändig geschriebene Schulordnung (Stille-Nacht-Museum Arnsdorf). Da soll die Gitarre Joseph Mohrs (Stille-Nacht-Museum Hallein) ebenso präsent sein wie die Oberndorfer Krippe, vor der das Welt-Friedenslied 1818 zum ersten Mal gesungen wurde (Innviertler Volkskundehaus Ried im Innkreis), Darstellungen der Zillertaler Nationalsänger, die das Weihnachtslied in die weite Welt brachten (Heimatmuseum in der Widumspfiste Fügen im Zillertal), oder der Stammbaum Joseph Mohrs (Wallfahrts- und Stille-Nacht-Museum Mariapfarr).

Das neue Projekt wurde kürzlich mit Beständen aus dem Stille-Nacht-Museum Arnsdorf gestartet und wird ständig erweitert. Mit Zustimmung der Trägereinrichtungen der Stille-Nacht-Museen und der Salzburger Volkskultur werden die am besten geeigneten Objekte für diesen Überblick ausgewählt und für Websites geeignet beschrieben.

"63 Museen arbeiten derzeit mit der gemeinsamen Datenbank, die regelmäßig aktualisiert und weiterentwickelt wird", so Widmann. "Als bisher letzter Schritt soll ein Online-Zugang für die vom jeweiligen Museum ausgewählten Objekte realisiert werden. Dank der hervorragenden Initiative und Kooperation mit der Stille-Nacht-Gesellschaft sind ausgewählte Exponate des Stille-Nacht-Museums Arnsdorf durch das Pilotprojekt der Stille-Nacht-Museen erstmals online. Der virtuelle Museumsbesuch auf www.stillenacht.at ist nicht nur jetzt in der passenden vorweihnachtlichen Zeit zu empfehlen."

Dreisprachige Website der Stille-Nacht-Gesellschaft

Die Website der Stille-Nacht-Gesellschaft, mittlerweile dreisprachig in Deutsch, Englisch und Italienisch, wird aus diesem Grunde laufend mit aktuellen Informationen, Forschungsergebnissen, Veranstaltungen zum Lied und Mediendaten ergänzt.

Die Stille-Nacht-Gesellschaft hat sich der Forschung, der Vermittlung und der Vernetzung aller Einrichtungen, die sich mit dem Leben und Schaffen von Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr sowie mit dem Lied "Stille Nacht! Heilige Nacht!" befassen, verschrieben. Sie nützt dabei verschiedene Möglichkeiten: Neben Publikationen wie der Zeitschrift "Blätter der Stille-Nacht-Gesellschaft" oder der neuen Materialsammlung "Stille Nacht auf DVD" kommt in der Vermittlung und wissenschaftlichen Vernetzung vor allem dem Internet eine große Bedeutung zu.

"Das Land Salzburg konnte auch heuer die Aktivitäten der einzelnen Museen sowie die Arbeit des Landesverbandes Salzburger Museen und Sammlungen – insbesondere das breit gefächerte Weiterbildungsangebot – finanziell und beratend unterstützen, zum Beispiel durch Förder- und Fachberatung, Wartung des Museumsportals, Berichte in einschlägigen Publikationen und Unterstützung bei der EDV-Inventarisierung der Bestände der Salzburger Regionalmuseen", betonte Widmann.

Seit den 1970er Jahren ist das Referat Volkskultur und Erhaltung des kulturellen Erbes bemüht, die Bestände der Salzburger Heimat- und Regionalmuseen zu archivieren und den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dabei einen besonderen Service anzubieten. Von der Einführung einheitlicher Karteikarten über ein gemeinsames EDV-Inventarisierungsprogramm, regelmäßigen Schulungen bis hin zur personalen Hilfestellung durch Fachwissenschafterinnen und -wissenschafter konnten in den vergangenen Jahren mehr als 100.000 Objekte digital erfasst werden. "Letztendlich ist jedoch den Verantwortlichen in den Museen zu danken, die sich dieser zeitaufwändigen und anspruchsvollen Arbeit meist unbemerkt hinter den Kulissen in zahllosen ehrenamtlichen Stunden widmen", so Widmann. q286-54