1.700 junge Sänger sorgten für starkes Zeichen der Salzburger Chormusik

Widmann bei Festakt zum Jugendsingen: Herausragende Musikerlebnisse dank intensiver Vorbereitung

Salzburger Landeskorrespondenz, 19.04.2013
 

(LK)  "Chöre bringen singende Menschen zusammen. Chorsingen hat Auswirkungen auf Lebensfreude und Weltoffenheit, fördert das Selbstbewusstsein, schafft soziale Integration, lässt das Zu- und Hinhören wachsen, fördert die Kreativität, Fantasie, Verantwortungsbereitschaft, Kritikfähigkeit, Teamfähigkeit und die soziale Kompetenz. Ich beglückwünsche die jungen Sängerinnen und Sänger zu der Gabe des Singens, die sie unserem Land und den Menschen schenken. Sie bereiten Genuss und Freude." Das betonte heute, Freitag, 19. April, Volkskultur- und Jugendreferentin Landesrätin Dr. Tina Widmann bei der Preisverleihung zum Abschluss des Landesjugendsingens in der Salzburger Residenz, die sich bei allen Chören für die Beteiligung bedankte und jenen Chören gratulierte, die das Land Salzburg beim Bundesjugendsingen in Tirol vertreten werden.

"Wer im Chor singt, singt nicht allein. Die Sängerinnen und Sängern stimmen ein in ein größeres Wir. Die Sängerinnen und Sänger sind vereint durch das Lebensgefühl singen, sie proben regelmäßig, sie spornen sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Das Fundament dafür bilden die Chorleiterinnen und Chorleiter, die Musikerzieherinnen und Musikerzieher, die Lehrerinnen und Lehrer und natürlich die engagierten Eltern – bei ihnen allen möchte ich mich auch ganz herzlich für ihr Engagement bedanken", so die Landesrätin.

Mehr als 70 Chöre nahmen teil

Mehr als 70 Chöre aus Volksschulen, Hauptschulen, Musikhauptschulen, Höheren Schulen und Chorgemeinschaften haben sich in den vergangenen Wochen auf dieses große Singfest vorbereitet.

Viel Freizeit und unzählige Stunden haben die Jugendlichen mit ihren Chorleiterinnen und Chorleitern in die Proben investiert, um beim Landesjugendsingen teilnehmen zu können. "Als Ergebnis der intensiven Vorbereitung konnten wir wieder herausragende Musikerlebnisse hören", sagte Widmann. So erkenne Widmann in der Musik für junge Menschen neben einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung auch einen wichtigen persönlichkeitsbildenden Wegbegleiter, der einen nicht mehr verlasse. Im Chor zu singen, bedeute auch, sich soziale Kompetenz zu erwerben. Es bedürfe des gemeinsamen Miteinanders, der Rücksichtnahme und großer Freude, gemeinsam etwas zu erreichen. Das stärke die Persönlichkeit jedes Einzelnen, zeigte sich die Landesrätin begeistert.

"Salzburg gilt in der ganzen Welt als Stadt und Land der Musik. Der Gradmesser der Kultur eines Landes liegt aber nicht nur in der Erinnerung und Pflege der Werke der Vergangenheit. Entscheidend ist, wie heranwachsende Kinder und Jugendliche dieses Erbe pflegen und darauf aufbauend Neues schaffen und neue Wege der Interpretation suchen", stellte Wolfgang Schick, Leiter des Jugendreferats und Hauptveranstalter des Jugendsingens fest. Nach dem Jugendsingen folgt von 26. bis 30. Juni das Bundesjugendsingen in Kufstein. Es wird nur alle drei Jahre und immer wieder in einem anderen Bundesland veranstaltet.

Folgende Chöre werden beim Bundesjugendsingen vertreten sein:

  • Volksschulchor Bad Hofgastein, Leitung: Martin Aigner
  • Pucher Notenhüpfer der Singschule des Musikum Hallein, Leitung: Veronika Jetter
  • Klassenchor der 1 B des Erzbischöflichen Privat-Gymnasiums Borromäum Salzburg, Leitung: Mag. Gerrit Stadlbauer
  • Klassenensemble der 4 B des Erzbischöflichen Privat-Gymnasiums Borromäum Salzburg, Leitung: Moritz Guttmann
  • The Brothers, Leitung: Helmut Zeilner
  • Klassenchor der 4a-Klasse der Musikhauptschule Lamprechtshausen, Leitung: Sabine Ganitzer
  • Felice der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik, Leitung: Barbara Tschugmell
  • Hohes C des Erzbischöflichen Privat-Gymnasiums Borromäum Salzburg, Leitung: Moritz Guttmann
  • Piccanto des Musischen Gymnasiums Salzburg, Leitung: Thomas Huber
  • PowerCHORd, Leitung: Sophie Schwaighofer
  • Chor der ersten Klassen des Musischen Gymnasiums Salzburg, Leitung: Thomas Huber
  • Gruchfrauen, Leitung: Gerhild Zeilner

In Kufstein treten die besten Chöre Österreichs gegeneinander an und stellen ihr Können bei verschiedensten Veranstaltungen wie Wertungssingen, freies Singen auf öffentlichen Plätzen sowie bei den Pop Voices unter Beweis. r88-113