Erfahrener Bürgermeister geht neue Wege

Haslauer bei der Verabschiedung von Halleins langjährigem Bürgermeister Christian Stöckl
Salzburger Landeskorrespondenz, 04. July 2013

(LK)  Einer der erfahrensten Salzburger Bürgermeister geht neue Wege. Seit 19. Juni 2013 ist Mag. Dr. Christian Stöckl Finanz- und Gesundheitsreferent und Landeshauptmann-Stellvertreter in der Salzburger Landesregierung und hat aufgrund dessen sein seit 1999 ausgeübtes Amt als Bürgermeister der Stadtgemeinde Hallein niedergelegt. Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer bedankte sich heute, Donnerstag, 4. Juli, bei der Verabschiedung in Hallein bei Christian Stöckl für dessen "unzählige Verdienste rund um die Stadt Hallein" und wünschte ihm bei seiner neuen großen Aufgabe gutes Gelingen. Darüber hinaus wurde Stöckl die Ehrenbürgerschaft seiner Heimatgemeinde verliehen.

"Christian Stöckl hat als Bürgermeister mit viel Gespür die Finanzen der damals hoch verschuldeten Stadtgemeinde saniert und sorgte dabei mit einem klugen Investitionskurs dafür, dass das wirtschaftliche Gleichgewicht der Tennengauer Bezirkshauptstadt wiederhergestellt werden konnte. Darüber hinaus war er ein zutiefst menschlicher und engagierter Bürgermeister für die Halleinerinnen und Halleiner. Auch der Sport, die Schule und die Altstadterhaltung waren ihm stets ein großes Anliegen", sagte Haslauer und überreichte dem Hobby-Marathonläufer als persönliches Geschenk ein Paar Laufschuhe.

Lange Liste an Verdiensten um Hallein

Stöckls Verdienste um die Stadt Hallein umfassen unter anderem die Bereiche Finanzen, Vereinswesens, Bildung, Kultur, Pflege, Wohnen, Gesundheit, Verkehr, Altstadt und Wirtschaft, Infrastruktur, Sicherheit und Hochwasserschutz.

Bei der Sanierung der Finanzen erwirtschaftete die Stadtgemeinde Rekordüberschüsse von insgesamt 42,3 Millionen Euro für die Investitionshaushalte, das sind durchschnittlich drei Millionen Euro pro Jahr. Für die Vereine wurden die Sportanlagen Gamp, Union und am Pfleggarten errichtet. In Stöckls Amtszeit wurde die Zahl der Kindergartenplätze auf rund 1.000 fast verdoppelt, etwa 100 Beschäftigte arbeiten in der Kinderbetreuung, zahlreiche Kinderbetreuungseinrichtungen und fast alle Schulen wurden neu gebaut, saniert oder erweitert. Die schulische Tagesbetreuung wurde in weiteren drei Schulen eingeführt.

Für Kunst und Kultur wurden das Keltenmuseum saniert und ausgebaut, das Gemeindezentrum Rif errichtet, die Marienkirche Bad Dürrnberg und der Altar der Stadtpfarrkirche saniert, der Pfarrsaal Rehhof gebaut und die Friedhofskapelle übernommen. Die Seniorinnen und Senioren konnten sich über das zu einem modernen Pflegewohnheim mit 144 Betten umgestaltete Seniorenheim sowie über die Förderung der mobilen Pflege und des Seniorenstüberls freuen.

Fortschritte erreichte Christian Stöckl auch mit dem Ausbau und der Sanierung des Krankenhauses Hallein, durch die Unterstützung der Errichtung des Rehabilitations-Zentrums für Stoffwechselerkrankungen und die Förderung des Roten Kreuzes.

Weiters wurden während Stöckls Amtszeit die Colloredobrücke und diverse Rad- und Gehwege neu gebaut und der Schöndorferplatz saniert. Er förderte Betriebsansiedelungen und den Stadtkernfonds zur Stärkung der Altstadt und setzte sich für Sicherheit und Hochwasserschutz ein.

Politisch aktiv seit Ende der 1980er Jahre

Christian Stöckl wurde 1957 in Schwarzach geboren und wuchs in Goldegg auf. Er besuchte die Volksschule Goldeggweng, die Hauptschule Schwarzach und das Oberstufenrealgymnasium St. Johann im Pongau, wo er 1977 maturierte. Anschließend absolvierte Stöckl das Lehramt für Mathematik und Geografie an der Universität Salzburg, das er 1981 abschloss. 1984 promovierte er zum Doktor der Naturwissenschaften, 1991 erwarb er die Lehrbefähigung für Informatik. Stöckl unterrichtete von 1981 bis 2008 Mathematik, Geografie und Informatik am Privatgymnasium der Ursulinen in Salzburg und von 2008 bis 2009 am Bundesgymnasium Hallein.

Politisch aktiv ist Stöckl in der ÖVP in Hallein seit Ende der 1980er Jahre. Seit 1994 ist er Mitglied der Stadtgemeindevertretung als Stadtrat. 1999 wurde er zum Bürgermeister gewählt und 2004 und 2009 wiedergewählt. Seit 2005 ist Stöckl Landesobmann des Österreichischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbundes ÖAAB und von 2009 bis 2013 Abgeordneter zum Salzburger Landtag. Er ist seit 1981 verheiratet, hat zwei Kinder und ein Enkelkind. r146-52

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