Zwei Flurdenkmäler in St. Georgen und Hallwang in neuem Glanz

Schellhorn: Klein- und Flurdenkmäler bereichern die Landschaften Salzburgs

Salzburger Landeskorrespondenz, 12.08.2013
 

(LK)  Neben der Erhaltung von monumentalen Baudenkmälern kümmert sich das Land Salzburg besonders auch um die vielen Klein- und Flurdenkmäler. Zwei davon erstrahlen wieder in neuem Glanz, informierte Landesrat Dr. Heinrich Schellhorn heute, Montag, 12. August.

In Roding, St. Georgen, wurde eine typische Wegkapelle gemeinsam mit dem Oberndorfer Restaurator Peter Mayer generalsaniert. Dach, Fundament, Außen- und Innenmalereien erstrahlen in neuem Glanz. Die Kapelle wurde 1888 auf den Fundamenten eines älteren Bildstocks aus zirka 1750 errichtet und steht an der Kreuzung von Holzhausen nach St. Georgen im Ortsteil Roding.

Die geringen Gesamtkosten von rund 2.500 Euro ergeben sich durch die hohe Eigenleistung des Besitzers und den Erhalt von Sach- und Geldspenden. Das Referat für Volkskultur und Erhaltung des kulturellen Erbes beteiligt sich mit 500 Euro an der gelungenen Restaurierung.

In Hallwang im Ortsteil Reicherting befindet sich die Kapelle der Familie Gollackner. Die Kapelle wurde 1945 an der Absturzstelle eines abgeschossenen Deutschen Bombers vom damaligen Besitzer des Hofes erbaut. Seine beiden Söhne waren als Soldaten im Zweiten Weltkrieg eingerückt. Mit dem Bau der Kapelle sollte ihre Rückkehr erbeten werden. Diese Bitten wurden nicht erhört.

Der Enkel des Erbauers begann 2012, die Kapelle von Grund auf zu sanieren. Fundament, Türen, Fenster, Glas und Dach wurden fachgerecht erneuert oder restauriert. Auch die zahlreichen Malereien an der Decke im Inneren der Kapelle wurden sorgfältig erneuert. Die Heiligen Leonhard, Chrisostomos, Florian und Leonhard strahlen in neuem Glanz und laden zum Verweilen ein. Die für die Entstehungszeit typische Lourdes-Grotte wurde von Restaurator Peter Mayer ergänzt.

Die Kosten für die sorgfältige Restaurierung unter Verwendung von fachgerechten Baumaterialien beliefen sich auf 25.000 Euro. Das Land Salzburg beteiligte sich mit 8.500 Euro.

Kulturreferent Landesrat Schellhorn sieht dieses Steuergeld gut investiert: "Diese Flurdenkmäler bereichern unsere Landschaften. Sie laden zum Innehalten ein und zeugen von Gefühlen, Hoffnungen, Freude und Trauer." r177-53