Schloss Moosham und barocker Getreidekasten im Lungau restauriert

Schellhorn: Gebaute Geschichte prägt das Land und ist erhaltenswert

Salzburger Landeskorrespondenz, 03.11.2013
 

(LK) Schon in der Römerzeit gab es an der wichtigen Kreuzung Salzburg - Steiermark - Kärnten im heutigen Unternberg (Lungau) eine Straßenstation, genannt "Immurium". Sie bestand aus einem Rasthaus, mehreren Handwerksbetrieben, einem Badegebäude und einem Mithras-Heiligtum. Ebenso prägen das Schloss Moosham und seine Nebengebäude das Land. Teile dieses mittelalterlichen Schlosses Moosham sind heuer im Auftrag der Besitzerfamilie Wilczek saniert worden. Das Land Salzburg unterstützte die Sanierungsarbeiten mit 9.500 Euro aus Geldern des Referates für "Volkskultur und Erhaltung des kulturellen Erbes". Ebenso saniert wurde ein etwa 300 Jahre alter barocker Getreidekasten in Unternberg.

"Diese Bauwerke prägen das Land. Sie sind gebaute Geschichte und Teil seiner Schönheit. Wir sind glücklich, wenn wir partnerschaftlich etwas dazu beitragen können, dass diese Denkmäler erhalten bleiben. Und ich bin überzeugt davon, dass die Steuerzahler das auch so sehen", so Kulturreferent Dr. Heinrich Schellhorn heute, Sonntag, 3. November, der sich bei allen, die zur gelungenen Sanierung dieser historischen Objekte beigetragen haben, bedankte.

Saniert wurden auf dem Gelände von Schloss Moosham das Lusthaus (Brückenhaus) aus 1600, die Brückenkapelle, die um 1750 gebaut wurde, und die Wehrgänge in der Burg. Beim Brückenhaus war ebenso wie bei der Kapelle eine aufwändige Putzsanierung im Untergeschoß notwendig, ehe die Ritzungen für die Eckquaderbemalung angebracht werden konnten. Mauerwerk und schadhaftes Holz der Wehrgänge im Schloss und im  Schlosshof wurden ebenfalls saniert.

Barocker Getreidekasten in Unternberg saniert

Die Lungauer Gemeinde Unternberg weist offensichtlich einen besonderen Reichtum an erhaltenswerten Kleinoden auf. Ein weiteres fertig gestelltes Projekt in Unternberg ist der historische Getreidekasten der Familie Alois Santner vom Schilcherwirt in Unternberg.

Der Getreidekasten wurde im Sommer 2013 von Malermeister Andreas Aigner fachgerecht saniert. Das Land Salzburg, Referat für Volkskultur und Erhaltung des kulturellen Erbes, förderte das Projekt mit 3.500 Euro.

Der Getreidekasten stammt aus ca. 1740 und ist in seinen barocken Teilen noch zur Gänze im Erdgeschoß erhalten. Eine Erweiterung zum jetzigen Erscheinungsbild erfolgte im Jahre 1857. Im Erdgeschoß fand eine Schmiede Platz, eine Mühle im Obergeschoß und im Dachgeschoß befinden sich die Lagerräume. Der Getreidekasten zeigt sich in gebrochenen weißen Wandflächen mit Gliederungen in gelblichem Ockertönen. Sämtliche Architekturöffnungen sind vom ursprünglichen Bau übernommen worden und original erhalten. r243-12a