Wie viel FreiRaum Salzburg seinen Jugendlichen bietet

Berthold zum neuen ULTIMO Spezial: Soziales Verhalten im Umgang mit anderen ohne Druck lernen und ausprobieren
Salzburger Landeskorrespondenz, 15. November 2013

(LK)  Das neue ULTIMO Spezial von akzente Salzburg über "Wie viel FreiRaum bietet Salzburg seinen Jugendlichen?" informiert mit Fachartikeln, Kommentaren und Interviews über die jüngsten Trends und Entwicklungen der Offenen Jugendarbeit. Konkret geht es unter dem Stichwort "Jugendarbeit zwischen Qualitätssicherung & knappen Budgets" um soziale Mobilität, Jugendkultur- und Gesundheitsarbeit, interkulturelle Aspekte, Geschlechtersensibilität und Jugendzentren und Gemeinden. Das neue Fachmagazin widmet sich damit vielen Facetten der Offenen Jugendarbeit im Bundesland.

"Die Offene Jugendarbeit bietet Jugendlichen in ihrem Lebensalltag viele Informationen und Anregungen und ist dort präsent, wo sie unterwegs sind. Sie ist offen für Mädchen, Burschen, Gruppen, Szenen und Kulturen. Die Mitarbeiter/innen setzen sich mit jungen Menschen auseinander und arbeiten parteilich für sie – unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Bildung, sozialer Schicht oder Herkunft", sagte Jugendreferentin Landesrätin Mag. Martina Berthold kürzlich anlässlich der Präsentation des Magazins.

Offene Jugendarbeit ist neben der Jugendarbeit in Vereinen und Jugendinformationsarbeit heute ein unverzichtbarer Teil einer modernen Jugendpolitik von Städten und Gemeinden. Die Arbeit findet in Jugendzentren, Jugendtreffs, Jugendcafés und anderen "Lebensräumen" von jungen Menschen – also auch im öffentlichen Raum – statt und bietet Jugendlichen die Möglichkeit, interessante Angebote freiwillig in Anspruch zu nehmen. "Mir ist es besonders wichtig, dass Orte der Begegnungen und des Miteinanders geschaffen werden, wo Jugendliche kreativ und engagiert sein können und, wenn es notwendig ist, auch Ansprechpersonen finden. In der Offenen Jugendarbeit kann soziales Verhalten im Umgang mit anderen ohne Druck oder Überwachung erlernt und ausprobiert werden, allerdings mit klaren Regeln wie keine Gewalt, kein Mobbing, kein Rassismus, kein Vandalismus und kein Missbrauch von Suchtmitteln", so Landesrätin Berthold weiter.

Die Offene Jugendarbeit bietet unter Einhaltung der eigenen Arbeitsprinzipien Jugendlichen Raum für künstlerisches und kreatives Schaffen, Proberäumlichkeiten für Bandauftritte, Veranstaltungen, Werkstätten, Möglichkeiten für informelles Lernen, für Identitätsentwicklung und für die Erweiterung der eigenen Handlungskompetenzen. "Offenheit, Freiwilligkeit, Partizipation, Lebenswelt- und Sozialraumorientierung und Geschlechtergerechtigkeit sind die Grundlagen dieser Arbeit. Und nachdem diese professionell aufgestellt ist, sind Fachkräfte gefragt, die mit Mädchen und Burschen arbeiten und sich fachlich fundierter Methoden zur Erreichung des Zieles bedienen, zum Beispiel Methoden aus der sozialen Arbeit, der Bildungs- oder Kulturarbeit", betonte die Jugendreferentin. Daher dürfe Offene Jugendarbeit auch Geld kosten, denn sie erfolge auf der Grundlage eines gesellschaftlichen Auftrags und wirke, so Berthold, für die Allgemeinheit als Querschnitt von sozialer Arbeit, Bildungs- und Kulturarbeit und Gesundheitsförderung.

Um die Qualität der Arbeit zu gewährleisten, ist es wichtig, die regelmäßige Teilnahme an Weiterbildungen, Seminaren, Arbeitskreisen, Tagungen etc. zu sichern. Martina Berthold: "Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass die nächste bOJA-Fachtagung im November in Salzburg stattfinden wird. Das bundesweite Netzwerk Offene Jugendarbeit (bOJA) ist das Kompetenzzentrum für Offene Jugendarbeit in Österreich. Hier laufen österreichweit Service, Vernetzung und Qualitätsentwicklung zusammen."

Das Motto der 7. bundesweiten Fachtagung lautet "Facetten der Mobilität – Offene Jugendarbeit zwischen FREIraum und Bewegungsdrang". Die Tagung findet von 24. bis 26. November 2013 in der ARGEkultur Salzburg statt. Hochkarätige Referentinnen und Referenten, vielfältige Workshops, good-practice-Projekte, eine Ideenschmiede – eine breite fachliche Annäherung an das Thema und Handlungsmöglichkeiten für die Praxis werden geboten. Weitere Informationen sind unter www.boja.at zu finden.

Das neue ULTIMO Spezial "Wie viel FreiRaum bietet Salzburg? Jugendarbeit zwischen Qualitätssicherung & knappen Budgets" kann kostenlos bei akzente Salzburg, Mag. Marietta Oberrauch, Glockengasse 4c, 5020 Salzburg, m.oberrauch@akzente.net, Tel: 0662/849291-29, bestellt werden. r254-33