Kultur-Budget 2014 sichert Substanz und Vielfalt

Schellhorn: Unter den gegebenen Umständen das bestmögliche Budget

Salzburger Landeskorrespondenz, 11.12.2013
 

(LK)  "Mit dem in meiner Ressortverantwortung stehenden Kulturbudget in der Gesamthöhe von 29,7 Millionen Euro ist es gelungen, Substanz und Vielfalt von Kunst und Kultur im Kulturland Salzburg zu sichern", erklärte heute, Mittwoch, 11. Dezember, Kulturreferent Landesrat Dr. Heinrich Schellhorn angesichts des Budgetbeschlusses im Salzburger Landtag.

"Alle Förderungen für große und kleine Kulturstätten, Kulturveranstalter, Kulturinitiativen und die freie Kulturszene bleiben substanziell erhalten, in der Höhe gleich oder werden in Einzelfällen sogar erhöht. Das ist eine gute Nachricht", so Schellhorn.

Der Wermutstropfen dabei wird weder verschwiegen noch schöngeredet. Nämlich, dass durch die zum Teil schon seit mehreren Jahren im Kulturbudget ausgebliebenen Wertsicherungen der reale Wert der Förderungen abgenommen hat und weiter abnimmt. Schellhorn: "Das ist neben dem Finanzskandal und der Verdreifachung der Schuldenlast in wenigen Jahren ein weiteres Erbe der Vergangenheit", sagte Schellhorn. 

Zusätzlich zum Kulturbudget des Landes tätigt das Land wesentliche Kulturausgaben auch über andere Ressorts, unter anderem für das Musikum, die Burgen und Schlösser, die Salzburger Festspiele, diverse Personalkosten in Museen und die Kulturförderungen aus dem Tourismusförderungsfonds.

Angesichts der trotzdem zum Teil überzogenen Behauptungen von einem angeblichen kulturellen "Kahlschlag" im Kulturland Salzburg legte Schellhorn heute eine Liste der tatsächlich vorgenommenen Einsparungen für das Jahr 2014 vor.

  • Museum der Moderne (Depot): -1.100.000 Euro (Rücklagenbildung für teure Variante gestoppt)
  • Umsetzung Museumsleitplan: -456.400 Euro
  • Museum Sound of Music: -152.100 Euro (Einsparung)
  • Beiträge Lichtspielunternehmen: -68.500 Euro (Förderung prämierter Filme eingestellt)
  • Museumswoche: -66.500 Euro (finanzielle Unterstützung eingestellt)
  • Bau-Investitionen Kulturzentren: -50.000 Euro
  • Kunst- und Kulturpreise: -50.000 Euro (der sehr hohe Kompositionspreis wurde ausgesetzt)
  • Volkskultur: -75.000 Euro (Reduzierung Projektgelder)
  • Kulturelle Sonderprojekte: -15.000 Euro (Reduzierung Projektgelder)

Diese Einsparungen im Gesamtausmaß von 2,033 Millionen Euro wurden gezielt dort gesetzt, wo die realen und spürbaren Auswirkungen auf die Kulturschaffenden und das Kulturpublikum am geringsten sind.

Schellhorn: "Lustig sind Einsparungen nie. Für uns war das Kriterium maßgebend, dass die Kulturschaffenden, die Kulturveranstalter und das Publikum davon so wenig wie irgend möglich betroffen werden. Nach diesem Kriterium sind wir alle Positionen durchgegangen. Herausgekommen ist ein unter den gegebenen Umständen bestmögliches Budget." r273-61