Haus der Volkskulturen nach Plänen von Architekt Max Rieder

Schellhorn: Gebäude symbolisiert Aufbruch der Volkskultur in neue Zeiten

Salzburger Landeskorrespondenz, 19.03.2014
 

(LK)  Der Neubau eines Hauses der Volkskulturen ist seit Jahren ein landespolitisches Vorhaben. Es steht auch als eines der ganz wenigen konkreten Bauvorhaben im Arbeitsübereinkommen der Landesregierung. Dieses Haus hat nun eine entscheidende Hürde genommen. Der Wettbewerb mit sechs eingeladenen Architekturbüros ist entschieden. Die Jury hat sich in einem anonymisierten Verfahren für das Projekt von Architekt Max Rieder entschieden. Der Neubau soll auf einem Grundstück an der Zugallistraße nördlich des Petersbrunnhofs errichtet werden. Auf 1.443 Quadratmetern Grundfläche werden maximal rund 1.100 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche entstehen, teilte heute, Mittwoch, 19. März, Kulturreferent Landesrat Dr. Heinrich Schellhorn mit.

Der Neubau ist notwendig, weil das bestehende Gebäude für das Referat für Volkskultur und die volkskulturellen Verbände viel zu klein geworden und ungenügend barrierefrei ist. Die Arbeitsbedingungen insgesamt, vor allem auch für Mitarbeiter/innen mit Behinderung sind schon seit längerer Zeit absolut unzumutbar.

Haus der Begegnung mit guten Arbeitsbedingungen

Im neuen Haus der Volkskulturen werden die Geschäftsstellen der acht volkskulturellen Landesverbände beheimatet. Ebenso das Referat für "Volkskultur und Erhaltung des kulturellen Erbes" sowie das "Salzburger Landesinstitut für Volkskunde". Insgesamt soll das neue Haus der Volkskulturen ein einladendes Haus der Begegnung für alle Kulturinteressierten werden, gute Arbeitsbedingungen bieten und Kulturvermittlung möglich machen.

Kulturreferent Landesrat Dr. Heinrich Schellhorn gratuliert der Salzburger Volkskultur zu diesem entscheidenden Schritt. "Dieser Neubau wird nicht nur die unzumutbaren Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beenden. Es symbolisiert auch den spürbaren Aufbruch der Volkskultur in neue Zeiten." Der Kulturreferent, der gemeinsam mit den künftigen Nutzerinnen  und Nutzern vom Referat für Volkskultur eine von fünf Stimmen in der Jury hatte, gratuliert dem Sieger Max Rieder und bedankt sich bei den Mitglieder der Jury, bei den Organisatoren des Wettbewerbs und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Landesverwaltung. "Sie haben alle dazu beigetragen, dass im Nonntal ein sehr schönes Projekt realisiert wird."

KulturKonglomerat aus Beton, Holz und Glas

Max Rieders Siegerprojekt "KulturKonglomerat" ist ein Bau aus Beton, Holz und Glas. Er nimmt gelungen auf den bestehenden Petersbrunnhof, das Nonntal und den grünen Charakter des Bauplatzes Bezug. Die Jury begründet ihre Entscheidung unter anderen folgendermaßen: "Die beiden schenkelförmigen Bauteile spannen ein großzügiges mehrgeschoßiges Atrium auf, dieses erschließt die verschiedenen Nutzungsbereiche und bietet Raum für Versammlung und Präsentation. Großzügig verglast öffnet es sich nach Norden zum grünen Freiraum und dem Nonnberg."

Die Kosten für den Neubau sind mit rund 1,8 Millionen Euro netto veranschlagt, wofür großteils bereits in der Vergangenheit budgetäre Vorsorge getroffen wurde. Ein kleinerer Teil muss noch aufgebracht werden.

Neben der grundsätzlichen Entscheidung für das Projekt von Max Rieder wurden noch einige Überarbeitungsempfehlungen, auch im Sinne und nach den Wünschen der künftigen Nutzer, ausgesprochen. Mit einem Baubeginn ist frühestens im Jahr 2015 zu rechnen. s59-111