Prozess zur Zukunft der Erwachsenenbildung gestartet

Berthold: Erwachsenenbildung stellt sich den neuen Anforderungen

Salzburger Landeskorrespondenz, 30.03.2014
 

(LK)  Der Bereich der Erwachsenenbildung hat sich in den vergangenen Jahren rasant verändert. "Die Botschaft der 1950er- und 1960er-Jahre – ein Beruf ist für das ganze Leben – ist längst überholt. Wissens- und Kompetenzanforderungen haben sich enorm gewandelt und verlangen den Menschen viel ab", betonte die für die Erwachsenenbildung ressortzuständige Landesrätin Mag. Martina Berthold heute, Sonntag, 30. März. Berthold geht es vor allem darum, dass den Salzburgerinnen und Salzburgern in jedem Alter und in jeder Lebenssituation das passende Bildungsangebot zur Verfügung steht. Deshalb habe sie den Auftrag an die Robert-Jungk-Bibliothek erteilt, einen Optionenbericht sowie Zukunftsszenarien der Erwachsenenbildungslandschaft zu erarbeiten.

"Wir haben viele Einrichtungen, die sehr gute Bildungsarbeit leisten und die vom Land finanziell unterstützt werden. Gleichzeitig müssen in Zeiten knapper Budgets Synergien genutzt und Gelder sehr gezielt und wirkungsorientiert eingesetzt werden", so Berthold. "Es sollen bisherige Befunde ebenso wie internationale Expertisen sowie die Sichtweisen der Nutzerinnen von Angeboten einfließen", so Projektleiter Hans Holzinger von der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen.

Es stehen Workshops, Zukunftswerkstätten und auch Befragungen bis Mitte des Jahres auf dem Programm. Zusätzlich werden überregionale und internationale Expertisen eingeholt und Best-Practice-Modelle aus anderen Ländern analysiert. Die Robert-Jungk-Bibliothek wird unter anderem am 5. April 2014 im Stadtamt Seekirchen und am 25. April 2014 im Bildungszentrum Saalfelden Zukunftswerkstätten anbieten und die Bedürfnisse der Regionen erfragen.

"Es ist mir wichtig, dass sich möglichst viele in den Prozess einbringen und beteiligen. Ich bitte daher alle bildungsinteressierten Frauen und Männer im Land Salzburg, uns ihre Sichtweisen, Anliegen und Ideen zur Verfügung zu stellen", so die Landesrätin.

Die Anmeldung zu den Zukunftswerkstätten ist unter 0662/873206 sowie über projekterwachsenenbildung.wordpress.com möglich. Hier können auch online Ideen, Erwartungen und Wünsche an die Erwachsenenbildung in Salzburg eingebracht werden.

Neuer Vorstand der Arge Salzburger Erwachsenenbildung

Die Mitglieder der Arge Salzburger Erwachsenenbildung haben am 27. März einen neuen Vorstand gewählt. Mag. Werner Pichler, Leiter des bfi, übernimmt künftig den Vorsitz, zu seiner Stellvertretung wurden Mag. Christine Bauer-Grechenig, BiBer-Bildungsberatung, Dipl.-Päd. Ing. Wolfgang Paretta vom Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) und Dr. Nicole Slupetzky von der Volksshochschule Salzburg gewählt. Weiter Mitglieder des Leitungsausschusses sind Dr. Helmut Windinger, Stadt:Bibliothek Salzburg und Dir. Andreas Gutenthaler vom Katholischen Bildungswerk. Landesrätin Mag. Martina Berthold gratulierte dem neuen Vorstand und sieht einer konstruktiven und innovativen Zusammenarbeit optimistisch entgegen: "Ich freue mich, eine weitere Frau im Führungsgremium begrüßen zu dürfen und über zahlreiche Impulse aus und für die Erwachsenenbildung. Die Arge war und ist für die Salzburger Erwachsenenbildungslandschaft eine wichtige Interessensvertreterin, deren Kompetenz und Potenzial ich sehr schätze." s68-114