Neugierig sein, entdecken, staunen

Haslauer, Stöckl, Berthold bei der Langen Nacht der Forschung

Salzburger Landeskorrespondenz, 04.04.2014
 

(LK)  Heute, Freitag, 4. April, gaben Salzburger Forscherinnen und Forscher bei der "Langen Nacht der Forschung" bei freiem Eintritt Einblick in ihre aktuellen Projekte und neuesten Erkenntnisse. Allein in Salzburg informieren 94 Stationen an zehn Standorten von 17.00 bis 23.00 Uhr über die Arbeit in den heimischen Forschungsstätten.

Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer eröffnete die Lange Nacht der Forschung am Techno_Z bei den Standorten Salzburg Research und BCCS und betonte, dass Forschung eine der wichtigsten Grundlagen für eine positive Zukunftsentwicklung ist. "Forschung trägt Fortschritt und Innovation, erhält und schafft attraktive Arbeitsplätze, bringt 'exzellente Köpfe' ins Bundesland und sichert die Wettbewerbsfähigkeit des Bundeslandes. Die Landesforschungsgesellschaft Salzburg Research verbindet wissenschaftliches Knowhow mit industrienaher Entwicklung und Beratung und bietet so den nötigen Innovationsvorsprung für Salzburgs Unternehmen. Jedes dritte Forschungsvorhaben – mehr als je zuvor – wurde im vergangenen Jahr gemeinsam mit oder für ein Unternehmen aus dem Bundesland umgesetzt. Außerdem ist die Forschungsgesellschaft ein etablierter Player auf dem europäischen Forschungsparkett: Sie ist Koordinator bzw. Forschungspartner in 17 internationalen Technologieprojekten – ebenfalls mehr als je zuvor – und fördert damit die Bekanntheit und Reputation der gesamten Region", betonte Haslauer anlässlich der Eröffnung der "Langen Nacht der Forschung."

"An den Salzburger Forschungseinrichtungen wurde gezielt in Schwerpunkte investiert, die zu international anerkannten und beachteten Leistungen geführt und so die Sichtbarkeit des Wirt-schafts- und Forschungsstandorts erhöht haben. Nun gilt es, diesen Innovationsschub Salzburg weiter zu stärken und die Zusammenarbeit mit Salzburger Unternehmen zu fördern. Die 'Lange Nacht der Forschung' zeigt in eindrucksvoller Weise, wie vielfältig und innovativ in unserem Bundesland geforscht und gearbeitet wird", so Haslauer abschließend.

Forschung und Lehre für die Patientenversorgung

Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Dr. Christian Stöckl besuchte bei der "Langen Nacht der Forschung" die PMU und die Fachhochschule Salzburg. "Die Universitätskliniken decken nicht nur das gesamte medizinische Spektrum ab, sondern sind ein Garant für spitzenmedizinische Forschung und Lehre. Forschung und Lehre garantieren eine ständige Weiterentwicklung der Versorgungen unserer Patientinnen und Patienten. Im Vordergrund steht, dass die Patientinnen und Patienten profitieren – und das ist am Universitätsklinikum der Fall. Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität präsentiert in Kooperation mit einigen Salzburger Universitätskliniken bei der Langen Nacht der Forschung einen spannenden Forschungspfad. Ich danke allen, die an der Organisation der Langen Nacht der Forschung beteiligt waren und all jenen, die sich heute die Zeit nehmen, an den einzelnen Stationen zur Verfügung zu stehen. Dadurch kann sich die Salzburger Bevölkerung von den Forschungsschwerpunkten und deren konkreten Nutzen für die Patientinnen und Patienten selber ein Bild machen", betonte Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Stöckl. Die PMU und Teile der Salzburger Universitätskliniken sind eine von zehn Forschungseinrichtungen bzw. Universitäten, die in Salzburg bei der österreichweiten "Langen Nacht der Forschung" ihre Türen öffnen und spannende Forschungsvorhaben und -ergebnisse zeigen. Der Forschungsparcours an der PMU fand im neuen Forschungs- und Lehrgebäude "Haus C" statt, das erst im November vergangenen Jahres eröffnet worden war. An zahlreichen Mitmachstationen wurde die Bevölkerung über Rückenmarksverletzungen, Erstversorgung, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation informiert.

Darüber, wie Apps oder radiologische Verfahren zur Gesundheit beitragen können, ging es bei der "Langen Nacht der Forschung" an der Fachhochschule Salzburg, der Gesundheits- und Spitalsreferent Stöckl ebenfalls einen Besuch abstattete. "Mit den Studiengängen in unter-schiedlichen Bereichen ist die Fachhochschule Salzburg ein wichtiger Bildungsanbieter in Salz-burg. Bei der 'Langen Nacht der Forschung' hat die Fachhochschule Salzburg in beeindruckender Weise ihre Schwerpunkte im Bereich der Forschung präsentiert", so Stöckl.

Forschung hautnah erleben

"Wer Forschung hautnah erleben möchte, ist bei der 'Langen Nacht der Forschung' an der richtigen Stelle", sagte Wissenschaftsreferentin Landesrätin Mag. Martina Berthold, die die Lange Nacht in der Fachhochschule Puch-Urstein eröffnete und anschließend Stationen in der Salzburg Research Forschungsgesellschaft besuchte. "Im täglichen Leben benutzen wir zahllose Gegenstände, ohne daran zu denken, wieviel Köpfchen in oft kleinen Geräten steckt und wie lange es oft dauert, bis Entwicklungen bei uns ankommen. Heute gehen Forscherinnen und Forscher immer stärker an die Öffentlichkeit und lassen uns hinter die Kulissen ihrer Arbeit blicken. Die Lange Nacht zeigt uns auf anregende Weise viel Spannendes, bietet jede Menge Aha-Erlebnisse und – so hoffe ich sehr – kann junge Salzburgerinnen und Salzburger dazu anregen, selber in die Welt der Forschung einzusteigen. Ich denke hier besonders an Frauen, die in Naturwissenschaft und Technik nach wie vor zu gering vertreten sind", so Berthold. s73-11