Salzburg setzt mit neuer Fotovoltaikförderung auf Kontinuität

Schwaiger: Erstmals auch Förderung von Anlagen Ost- und West-Ausrichtung möglich

Salzburger Landeskorrespondenz, 04.05.2014
 

(LK)  Das Ziel eines höchstmöglichen Eigenverbrauchs durch den jeweiligen Anlagenerrichter steht im Mittelpunkt der neuen Fotovoltaikförderung des Landes Salzburg. Ausrichtung der Anlagen nach Osten und Westen kann erstmals gefördert werden. Besonderes Augenmerk wird auf Berechenbarkeit und stabile Rahmenbedingungen gesetzt. Angepasst wurden die Förderhöhen an die aktuellen Marktpreise der Anlagen.

"Unser oberstes Ziel ist es, berechenbare Förderbedingungen und vor allem eine kontinuierliche Förderung für Sonnenstrom anzubieten. Im Fokus steht ein möglichst hoher Eigenverbrauch des Stroms aus Fotovoltaikanlagen, um die Rentabilität zu erhöhen und die Stromkosten zu senken. Das ermöglicht dem Einzelnen auch ein Stück Unabhängigkeit in der Energieversorgung", sagte Energiereferent Landesrat Dipl.-Ing. Dr. Josef Schwaiger heute, Sonntag, 4. Mai. "Ich halte nichts von Förderlotterien, da dies oft auf Kosten einer nachhaltigen Planung geht", so Landesrat Schwaiger.

Gefördert werden in Salzburg derzeit bis zu 3 Kilowatt-Peak-Anlagen. Je Kilowatt-Peak (kWp) werden bis zu 600 Euro an Förderung ausbezahlt. Die Höchstförderung beträgt somit je Anlage 1.800 Euro. Um den Eigenverbrauch möglichst zu erhöhen, werden erstmals auch nach Osten und Westen ausgerichtete Anlagen ab einem errechneten Jahresertrag von 900 Kilowatt pro Stunde (kWh) je kWp gefördert. "Somit ist es möglich, Sonnenenergie vor allem auch in den Morgen- und Abendstunden zu nutzen. Gerade zu diesen Tageszeiten wird in Haushalten sehr viel elektrische Energie benötigt", sagte der Energiereferent.

Bei der vorangegangenen Förderaktion konnten insgesamt mehr als 600 Fotovoltaikanlagen mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert werden. Alleine die geförderten Module würden aneinandergereiht eine Fläche von 12.600 Quadratmeter ergeben. Durch die Installation dieser Anlagen vorwiegend auf Dachflächen muss nicht wertvolles Grünland verbaut werden. Interessierte können sich auf www.energieaktiv.at informieren oder auch einen Termin bei der Energieberatung Salzburg unter www.salzburg.gv.at/energieberatung vereinbaren. s94-70