Biogasanlage im Pinzgau ist wichtiger Beitrag zur Klimaschonung

Haslauer: Ökologischer Fußabdruck des Pinzgaues wird verkleinert

Salzburger Landeskorrespondenz, 06.06.2014
 

(LK)  "Mit der neuen Biogasanlage der "Biogas ZEMKA GmbH" geht ein besonderes Projekt im Herzen des Pinzgaus in Betrieb, das gleich eine ganze Reihe von besonders relevanten Kriterien erfüllt. Es stellt einen konkreten Beitrag zur Klimaschonung durch den Ersatz fossiler Energieträger dar. Mit der durch diese Anlage erzielten Substitution von 3.000 Tonnen CO2 pro Jahr wird der ökologische Fußabdruck des Einzugsgebietes weiter verkleinert." Die betonte heute, Freitag, 6. Juni, Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer bei der offiziellen Eröffnung in Zell am See.

Die Anlage sei auch durch ein hohes Maß an regionaler Wertschöpfung gekennzeichnet. Einerseits werden energetisch relevante regionale Rohstoffe verwertet, und das dadurch erzeugte Biogas werde von dem nahen Tauern SPA Kaprun genutzt bzw. in das Erdgasnetz eingespeist. Nicht zuletzt werden aber auch, so Haslauer, heimische Arbeitsplätze in der Entsorgungswirtschaft gesichert.

In der neuen Biogasanlage werden aus biogenen Abfällen, Küchen- und Speiseabfällen, Klärschlamm, Fettabscheiderinhalten sowie flüssigen Abfällen aus der Nahrungsmittelindustrie rund zwei Millionen Normkubikmeter Biogas mit einem Methangehalt von mehr als 60 Prozent pro Jahr erzeugt. Hauptabnehmer des Gases ist das 2,5 Kilometer entfernte Tauern SPA Kaprun, das aus dem Biogas in einem eigenen Heizkessel Wärme erzeugt. Wird auf Grund jahreszeitlicher Schwankungen nicht die gesamte Biogasmenge benötigt, wird der Rest in einer Biogasvollaufbereitungsanlage der Salzburg AG zu Erdgasqualität aufbereitet und in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist.

Mit einem Energie-Ertrag von jährlich rund 14 Gigawattstunden leistet die Biogasanlage ZEMKA einen deutlichen Beitrag zur Energiewende und Erreichung der Klimaziele in der Region. Diese Energiemenge entspricht dem jährlichen Heizenergieverbrauch von knapp 1.000 Haushalten oder dem jährlichen Treibstoffbedarf von rund 600 Erdgas betriebenen Pkw.

"Es ist erfreulich, dass dieses Projekt über die Initiative der an der Gesellschaft beteiligten Gemeinden aus dem Pinzgau und Pongau gemeinsam mit der Salzburg AG, die sich im Zusammenhang mit diesem Projekt einmal mehr als kompetenter, leistungsstarker und innovationsfreudiger Partner gezeigt hat, realisiert werden konnte. Dieses wichtige Vorhaben mit seinem Gesamtinvestitionsvolumen von 11,6 Millionen Euro wurde sowohl vom Gemeinde- als auch vom Wirtschaftsressort des Landes maßgeblich finanziell unterstützt. Ich wünsche den Projektpartnern beim Übergang vom Probebetrieb in den Regelbetrieb dieser Anlage weiterhin viel Erfolg und dem technologisch hochinnovativen Vorzeigeprojekt insgesamt eine möglichst große Beispielswirkung in nah und fern", sagte Landeshauptmann Dr. Haslauer abschließend. s119-31