International erfolgreich und doch mit der Heimat verbunden geblieben

Schellhorn eröffnete Ausstellung mit Bildern der Künstlerfamilie Salzmann-Bottet im Museum Schloss Ritzen in Saalfelden.

Salzburger Landeskorrespondenz, 26.09.2014
 

(LK)  Die Künstlerfamilie Salzmann-Bottet-Salzmann stehe für drei erfolgreiche internationale Kunstkarrieren, aber auch für einen verlässlichen regionalen Bezug zu Salzburg und zu Saalfelden. Das betonte Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn heute, Freitag, 26. September, bei der Eröffnung der Ausstellung "Gottfried Salzmann – Nicole Bottet – Nieves Salzmann" im Museum Schloss Ritzen Saalfelden.

Schellhorn: "Dem Bezug der Künstlerfamilie zu Salzburg und Saalfelden verdankt das Museum eine großzügige Schenkung und diese Ausstellung mit Werken der drei Familienmitglieder. Wir sehen das als Ausdruck der Verbundenheit des gebürtigen Saalfeldeners Gottfried Salzmann mit seiner Heimatstadt und mit dem Land Salzburg. Er hat ja auch bereits zahlreiche seiner Werke dem Salzburg Museum gewidmet."

Der bedeutendste Aquarellist Salzburgs

Gottfried Salzmann sei mit Sicherheit  der bedeutendste Aquarellist Salzburgs. Das habe das Land Salzburg auch schon quasi offiziell anerkannt. Es sei ihm als Kulturlandesrat eine große Freude gewesen, Gottfried Salzmann im Juli des Vorjahres den Ehrenbecher des Landes überreichen zu dürfen.

Auch in seiner zweiten Heimat Frankreich werde Salzmann als heimischer Künstler gesehen. Schellhorn: "Er ist ein Meister des Erfassens und Porträtierens von Städten. Für mich wunderbar gelungen sind etwa die Porträts von New York."

Eine Familie aber eigenständige Künstlerinnen und Künstler

Wert legte der Kulturlandesrat auf die jeweilige künstlerische Eigenständigkeit der Familienmitglieder: "Als Menschen ein Ehepaar mit Tochter, als Künstlerinnen und als Künstler aber jeweils vollkommen eigenständig, können wir heute hier die Künstlerfamilie Salzmann-Bottet-Salzmann erleben." Nicole Bottets Werke seien in Salzburg ja schon ein Begriff. Ihre erste Ausstellung in der Salzburger Galerie Welz sei schon im Jahr 1975 zu sehen gewesen. Dass es bei aller Eigenständigkeit auch eine künstlerische Zusammenarbeit des Ehepaars in Form eines vierhändig gemalten Werks gibt, habe er bislang nicht gewusst. Nieves Salzmann komplettiere die künstlerische Präsentation der Familie. Die Künstlerin habe in Paris studiert und lehrt seit 2006 Lithographie an der Akademie der bildenden Künste in Nizza. Auch ihre Bilder waren schon in der Galerie Welz in Salzburg ausgestellt.

Ein Flaggschiff unter den Regionalmuseen wird bald 50

Die heutige Ausstellungs-Eröffnung sei gleichzeitig die Eröffnung der bleibenden "Salzmann Galerie" und damit ein weiterer Meilenstein in der Umsetzung des Konzepts "Museum 2015". Das mehrstufige Konzept ziele auf das 50jährige Bestehen des Museums im kommenden Jahr ab und sei zu 95 Prozent erfolgreich realisiert.

Schellhorn: "Das Museum Schloss Ritzen ist ein Flaggschiff unter den Regionalmuseen. Es hat zahlreiche Anerkennungen wie das Österreichische Museumsgütesiegel, den Salzburger Museumsschlüssel, den Preis Museen-Online und den Salzburger Löwen als Jugendpreis der Salzburger Volkskultur bekommen. Die Besucherzahlen sind heuer um 25 Prozent gestiegen. Das belegt die wichtige kulturelle und touristische Funktion des Museums. Die 390.000 Euro Landesbeitrag für das Konzept Museum 2015 bei Gesamtkosten von 900.000 Euro sind gut und nachhaltig angelegtes Geld. Dazu bekennt sich das Land gerne."

Der Landesrat bedankte sich bei der anwesenden Künstlerfamilie, bei den Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinde Saalfelden und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums Schloss Ritzen: "Gemeinsam ist hier viel geleistet und Vorzeigbares geschaffen worden. Wir dürfen uns schon auf das Jubiläumsjahr freuen." s210-113