52 Auszeichnungen für Qualität und Ehrenamt in der Volkskultur

Haslauer und Schellhorn bei Ehrungsfestakt: Volkskultur bewahrt nicht nur, sondern ist kreativ und zukunftsorientiert

Salzburger Landeskorrespondenz, 14.11.2014
 

(LK)  "Volkskultur bewahrt und pflegt nicht nur, sondern befasst sich kreativ und zukunftsorientiert mit neuen Aufgaben." Dies betonten Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer und Kulturreferent Landesrat Dr. Heinrich Schellhorn heute, Freitag, 14. November, beim großen Ehrungsfestakt in der Salzburger Residenz bei dem insgesamt 52 Auszeichnungen für Verdienste um die Volkskultur verliehen wurden.

"Mehr als 45. 000 Salzburgerinnen und Salzburger sind in volkskulturellen Vereinen tätig. Volkskultur wird aber nicht nur innerhalb der Vereine, sondern auch außerhalb gelebt", so Landeshauptmann Haslauer. Besonders junge Menschen hätten heute in der digital-globalisierten Welt ein Bedürfnis nach verlässlichen Orientierungspunkten. Die Volkskultur würde dabei einen wesentlichen Beitrag zur Verortung leisten. "Volkskultur ist kein geschlossenes, sondern ein ganzjährig offenes, gastfreundliches Haus, in dem man gerne eingekehrt, um Menschen und auch ihre Musik und ihren Gesang und auch um etwas wie 'Heimat' kennen und schätzen zu lernen", so Haslauer weiter. "Und die Verbindung zwischen bewährtem Alten und lebendig Neuem ist das eigentliche Erfolgsrezept. Das wird auch noch wirken, wenn manche Mode wieder vorübergegangen sein wird", so der Landeshauptmann, der sich bei allen heute Geehrten für ihr Engagement, die Volkskultur lebendig zu erhalten und gestalten, bedankte.

Volkskultur im Aufbruch

"Ohne die Ehrenamtlichen und ihr Engagement geht es nicht. Niemals könnten wir die zehntausenden in der Volkskultur ehrenamtlich geleisteten Stunden, adäquat bezahlen", so Kulturreferent Schellhorn. Die Volkskultur sieht Schellhorn insgesamt in einer erfreulichen Aufbruchsstimmung in einem guten Umfeld. Die erstmalige Zusammenlegung der Agenden in der Landesregierung in ein Kulturressort habe die künstliche und falsche Trennung, etwa von Volks- oder Hochkultur beendet und die Volkskultur eindeutig aufgewertet. "Diese Reform hat sich schon bewährt und wird Bestand haben. Die allgemeine kulturelle Stimmung, in der der kulturelle Cross Over sowie die wechselseitige Akzeptanz unterschiedlicher künstlerischer Ausdrucksformen und Qualitäten Normalität geworden ist, tut der Kultur insgesamt zusätzlich gut. Alte Gegensätze lösen sich auf oder sind schon verschwunden", so Schellhorn.

Budget und Haus der Volkskulturen

Die Aufwertung der Volkskultur zeige sich auch im Budget-Entwurf der Landesregierung für das Jahr 2015. Dieser ermögliche zahlreiche wichtige Vorhaben und die überfällige Anpassung der Förderung für das Forum Volkskultur. Das zweite äußere Zeichen des Aufbruchs sei die sichere Budgetierung des Hauses der Volkskulturen. "Im Jahr 2015 werden wir die Grundsteinlegung für einen qualitätsvollen modernen Bau im Nonntal feiern", so Kulturreferent Schellhorn.

Zehn Mal Verdienstzeichen des Landes Salzburg

Zehn Mal wurde das Verdienstzeichen des Landes Salzburg verliehen. Diese Auszeichnung ging an: Josef Esl (Göriach), Prof. Mag. Franz Götzfried (Bischofshofen), Gottfried Gruber (St. Johann. i. Pg.), Wolfgang Hallinger (Gartenau), Alfred Huemer (Obertrum am See), Eduard Macheiner (Lessach), Ernst Müller (Wals-Siezenheim), Barbara Maria Rettensteiner (Pfarrwerfen), Manfred Wallner (Berndorf) und Peter Wallner (Fusch a. d. Glocknerstraße).

Neun Kapellmeisterkurs-Absolventen

Stefanie Egger (Sachsenburg), Matthias Hager (Pfarrwerfen), Sebastian Hagn (Weissbach/Lofer), Roland Hettegger (Mühlbach/Hkg.), Alexandra Kendler (Gries/Pzg.), Markus Leyerer (Rauris), Christof Moosbrugger (Bischofshofen), Wolfgang Schwabl (Saalfelden), Michael Steinwender (Ramingstein), alle Absolventinnen und Absolventen des Kapellmeisterkurses, wurden geehrt.

26 Stabführerkurs-Absolventen

Geehrt wurden auch 26 Absolventinnen und Absolventen des Stabführerkurses: Helmut Ellmer (Flachau), Jakob Engel (Lofer), Patrick Gappmaier (Thomatal), Hannes Haberl (Berndorf), Michael Hofbauer (Obertrum am See), Stefan Huber (Saalfelden), Manuel Kaltenhauser (Bramberg), Thomas Kendlbacher (Annaberg), Hannes Kirchgasser (Filzmoos), Manuel König (Thomatal), Gerhard Lainer (Bad Hofgastein), Markus Lechner (Obertrum), Johannes Leitner (Fuschl am See), Andreas Macheiner (St. Andrä), Michael Neubacher (St. Andrä), Franz Neuper (Irdning), Christoph Oberascher (Bad Vigaun), Martin Pfannhauser (Lofer), Andreas Rameder (Hallwang), Christof Schaidreiter (Kleinarl), Johann Stangassinger (Bad Dürrnberg), Patrick Steger (Kleinarl), Hannes Stemeseder (Berndorf), Andreas Vorderleitner (Scheffau), Peter Weiss (Bad Vigaun), Josef Windhofer (Flachau)

Vier Blasmusikpreise

Die zwei Preisträger des Blasmusikpreises der Stufe II sind die Bürgerkorpskapelle Hallein und die Musikkapelle Kuchl. Die Preisträger des Blasmusikpreises der Stufe III sind die Trachtenmusikkapelle Anif und die Trachtenmusikkapelle Annaberg.

Drei Salzburger Museumschlüssel

Mit dem Salzburger Museumschlüssel werden Verdienste um die Regionalmuseen gewürdigt. Diese Auszeichnung geht an den Verein Geschichte Bürmoos, den Museumsverein Elsbethen und den Museumsverein Kuchl. s249-12