Regierung setzt zusätzliche Impulse im Wohnbau

Mayr: 2015 wird das Land Salzburg 166 Millionen Euro für die Wohnbauförderung aufwenden

Salzburger Landeskorrespondenz, 11.12.2014
 

(LK)  In der Sitzung der Landesregierung wurde heute, Donnerstag, 11. Dezember, der Entwurf zum Wohnbauförderungsgesetz 2015 beschlossen. Der Gesetzesentwurf wird nun dem Salzburger Landtag zur Diskussion und Beschlussfassung zugewiesen.

"Die Regierung setzt zusätzliche Impulse im Wohnbau", sagte Wohnbaureferent Landesrat Hans Mayr und verwies dabei sowohl auf die Erfüllung der noch bestehenden Auszahlungsverpflichtungen aus den vergangenen Jahren als auch auf neue Schwerpunkte. Insgesamt wird das Land Salzburg im Jahr 2015 166 Millionen Euro für die Wohnbauförderung aufwenden.

Mit der neuen Wohnbauförderung sollen folgende Förderschwerpunkte erreicht werden: Die Einkommensgrenzen werden erhöht – damit haben mehr Menschen Anspruch auf ein gefördertes Eigenheim oder eine geförderte Mietwohnung. Günstige Startwohnungen werden gebaut – damit wird jungen Menschen der Traum von den ersten eigenen vier Wänden ermöglicht. Besonderes Augenmerk wird in Zukunft bei Neubau und Sanierung auf das Gesamtenergiekonzept gelegt – damit wird den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz besondere Bedeutung gegeben. Sanierungen und altersgerechte Umbauten werden zukünftig verstärkt gefördert – damit wird Wohnen in den eigenen vier Wänden, auch im Alter, ermöglicht. Landesrat Mayr hält auch fest, dass durch die neue Wohnbauförderung in Zukunft mehr neue Wohnungen gebaut werden können. "Ein besonderes Anliegen ist mir auch, dass durch die Umstellung des Systems in Zukunft die Mieten nicht mehr unverhältnismäßig steigen werden. 19.000 ältere Mietwohnungen werden zukünftig finanziell gestützt, damit ist eine verträgliche Mietsteigerung über die gesamte Laufzeit garantiert", so Landesrat Mayr.

Beim Begutachtungsverfahren hat sich anhand konkreter Projekte gezeigt, dass die durchschnittlichen Förderhöhen über den ursprünglich angepeilten Werten liegen werden.

Über die normalen Fördersätze hinaus, die sich im Eigentumsbereich auf rund 500 Euro im Schnitt und im Mietbereich auf rund 750 Euro belaufen werden, können durch entsprechende Zuschläge etwa für Energiesparen, für kinderreiche Familien, oder für infrastrukturelle Aspekte noch deutliche Erhöhungen der Förderung pro Quadratmeter erreicht werden.

Dies wird dadurch erreicht, dass die Landesregierung die Zuschlagspunkte für Standortqualität und Baubeschaffenheit (Stichwort Energie) mit fünf Euro pro Punkt ausstatten wird. Damit werden voraussichtlich rund zehn Millionen Euro als zusätzlicher Anreiz für die Förderung des Wohnbaus und der Wirtschaft zur Verfügung gestellt. In diesem Zusammenhang wird besonderes Augenmerk auf die regionale Wirtschaft gelegt: Dazu wurde ein Fairnesskatalog ausgearbeitet, dessen Umsetzung besonders in der Errichtung von Mietwohnungen und Wohnheimen ansetzt. Die Einhaltung mancher Kriterien, wie z.B. die Beschäftigung von Lehrlingen, älteren Dienstnehmerinnen und Dienstnehmern sowie Umweltschutzmaßnahmen, werden Voraussetzung für die Gewährung einer Wohnbauförderung sein.

"Die Regierung ist sich ihrer Aufgabe bewusst, durch das Wohnbauprogramm nicht nur einen Impuls in der Wohnversorgung, sondern auch für die Förderung der regionalen Wirtschaft und damit für den Arbeitsmarkt zu setzen", so Landesrat Mayr abschließend. s271-14